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Wednesday, 8. February 2012
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Londoner Polizei: Video-Überwachung ist ineffektiv
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Die britische Hauptstadt weist weltweit mit die höchste Dichte an Kameras auf, die die Bevölkerung im Visier haben. Dies wurde von Sicherheits-Politikern immer wieder als entscheidendes Mittel aufgeführt, um die Kriminalität besser in den Griff zu bekommen.

Laut dem nun vorliegenden Bericht erfolgte im vergangenen Jahr durchschnittlich pro 1.000 Überwachungskameras lediglich eine aufgeklärte Straftat, berichtet die ''. Die über eine Million Kameras, die sowohl von der Polizei, anderen Behörden, Unternehmen und auch Privatleuten auf öffentlichen Plätzen, in Verkehrsmitteln, in Kaufhäusern, Firmengeländen und Grundstücken betrieben werden, tragen also sehr selten dazu bei, Täter zu fassen.

Selbst bei Verbrechen, bei denen Videoaufzeichnungen scheinbar sehr hilfreich sind, sind nur relativ wenige Erfolge zu verzeichnen. So führt der Bericht beispielsweise einen Monat mit 269 Raubüberfällen auf, bei denen die Aufnahmen lediglich in acht Fällen halfen, die Verdächtigen zu identifizieren.

"Überwachungskameras verursachen hohe Kosten bei einem Minimum an Effektivität", beurteilte der Abgeordnete und frühere Schatten-Innenminister David Davis den Bericht. "Sie verursachen einen tiefen Eingriff in die Privatsphäre, ohne die Sicherheit entscheidend zu steigern." Seiner Ansicht nach sei es auf Grundlage dieser Zahlen geboten, die Ausgaben für die Kriminalitäts-Prävention tiefgehend zu durchdenken.

Michael Michael McNally von der Londoner Polizei, der den Bericht angefertigt hat, sieht Überwachungskameras allerdings trotzdem als wichtigen Aspekt in der Arbeit der Ermittlungsbehörden. Notwendig sei allerdings ein anderer Umgang mit den Aufzeichnungen. Derzeit finde beispielsweise ein Pilotprojekt mit der Londoner Metro statt, dass Methoden zu einer zielgerichteteren Auswertung entwickeln soll.
 
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