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Ich Google, Sie googeln, alle googeln. Dabei muss es nicht immer Google sein. Auch andere Suchmaschinen bieten gute Ergebnisse, wenn man weiß, wie man sie bedienen muss. Wer die folgenden Tipps beherzigt, der wird mit den besten Suchergebnissen belohnt. Anzeige:
Wer im Internet recherchieren will, muss wissen, mit welcher Suchmaschine er es zu tun hat. Das mag sich banal anhören – doch nur wenn man die Suchmaschine richtig kennt, kann man eine sinnvolle, auf sie optimierte Anfrage starten. Grundsätzlich kann man eine Reihe verschiedener Suchsysteme unterscheiden, die alle Vor- und Nachteile haben. Wesentlich sind drei Sorten Suchmaschinen und Kombinationen daraus: manuell erstellte Kataloge, Roboter-Indizes und spezielle Suchdienste. Gerade Kataloge werden in Zeiten von Suchmaschinen-Spam immer wichtiger, weil sie saubere, auf das Suchthema optimierte Ergebnisse liefern.
Allgemeine und themenspezifische, kostenlose und kostenpflichtige Kataloge – sie alle werden von Menschen gemacht. Eine Redaktion, nicht eine Software, besucht die angemeldeten Webseiten und sortiert sie in einen Schlagwortkatalog ein. Dieser wird den Suchenden dann hierarchisch präsentiert. Basis für den erstellten Index sind Seiten, die von ihren Webmastern angemeldet wurden und zum Teil auch solche, die so genannte "Webbots" aufspüren. Die neu gefundenen Seiten werden zunächst redaktionell bewertet, bevor sie in den Katalog wandern. Vorteil und zugleich Problem ist der menschliche Faktor: Es wird einerseits klar gewichtet und die Suche fördert keine Treffer, bei denen das Suchwort eher zufällig denn bestimmend vorkommt; andererseits muss sich der Redakteur für eine Kategorie entscheiden. Nicht immer ist eine eindeutige Zuordnung möglich. Erleichtert wird die Arbeit der Redaktion, wenn sich die Seitenbetreiber selber möglichst präzise anmelden. Kataloge eignen sich gut zur Nachforschung nach einem bestimmten Thema oder Sachgebiet. Weniger eignen sie sich zur Klärung einer bestimmten Frage oder zur Beantwortung eines einzigen, spezifischen Sachverhalts. Bedeutende allgemeine, kostenlose Kataloge im deutschsprachigen Internet sind jene von Allesklar (www.allesklar.de), Google (www.google.de – Link "Verzeichnis") und Yahoo (http://de.dir.yahoo.com). Die wichtigen Suchmaschinen Abacho (www.abacho.de), Alltheweb (www.alltheweb.com), AltaVista (http://de.altavista.com), Fireball (www.fireball.de), Google (www.google.de), MSN Search (http://search.msn.de) und Webcrawler (www.webcrawler.de) arbeiten als Roberter-Indizes. Auch viele spezielle Suchdienste nutzen diese Technik. Roboter- Indizes suchen nach Webseiten, aber auch nach Bildern und speziellen Dokumenten im Internet. Roboter-Indizes bestehen im Wesentlichen aus drei Teilen. Der erste ist der Informationssammler, "Robot", " Spider" oder "Crawler" genannt. Das Tool surft vollautomatisch auf Webseiten und schickt die gesammelten Daten an den Index. Er ist das Verzeichnis aller Webseiten, die die Suchmaschine kennt. Der zweite Teil ist die Indizierungssoftware, die die Daten strukturiert und durchsuchbar macht. Eine weitere Software wertet die Suchanfrage aus, verknüpft logische Operatoren und schickt die Anfrage an den Datenserver, um die Ergebnisse aus dem Index zu präsentieren. Hierbei wird meist auch der Ort des Suchbegriffs im Dokument besonders berücksichtigt. Wenn das Wort in der Beschreibung der Webseite vorkommt, wird es höher gewichtet als wenn es im Text der Seite steht. Der kleine Exkurs soll verdeutlichen, dass Sie bei der Suche mit Roboter-Indizes auf Computerebene denken müssen. Die Strukturierung eines Dokuments und die logische Verknüpfung von Begriffen treten in den Vordergrund; in den Hintergrund geraten der sachliche Gesamtinhalt eines Dokumentes und die Relevanz einzelner Wörter für diesen Inhalt. Diese Relevanz müssen Sie durch eine geschickte Formulierung der Suchanfrage bestimmen. Zu diesem Zweck sollten Sie sich der erweiterten Suchoptionen und anderer Tricks bedienen. Zum Beispiel ist es vollkommen unsinnig, nach einem häufigen Begriff wie "Stein" zu suchen. Vielmehr müssen Sie das Umfeld definieren und sich über den Zusammenhang klar werden, in dem Sie den Begriff suchen, etwa "Geologie" oder "Gartengestaltung". Weiterhin sollten Sie überlegen, welche Begriffe noch in Zusammenhang mit dem Suchwort stehen oder welche Sie explizit ausschließen können. Bei "Gartengestaltung" lassen sich Begriffe wie "Mineral", "Gebirge" oder gar die Band "Rammstein" ausschließen. Hingegen können Sie die Suche unter Hinzunahme von "Dekoration" oder "Gehwegplatte" verbessern. Dennoch sollte eine Suche nicht mit zu vielen verknüpften Begriffen beginnen. Ein schrittweises Eingrenzen bietet sich an. Es kann auch hilfreich sein, die verknüpften Begriffe leicht zu variieren, um bessere Ergbnisse zu erhalten. Spezielle Suchdienste gewinnen in der Datenflut des weltweiten Netzes eine immer größere Bedeutung. Längst nicht alle Infos werden von den großen Suchmaschinen erfasst. Da der Datenbestand eines kleineren Gebietes leichter komplett zu halten ist als ein weltweiter Index, ist die Chance einer umfassenderen Indexierung höher. Allein durch die Wahl der Suchmaschine erfolgt eine wichtige Vorfilterung und die Wahrscheinlichkeit vollkommen unbrauchbarer Treffer sinkt. Wird der Datenbestand zusätzlich redaktionell betreut, so ist die Information im Allgemeinen besser aufbereitet und damit leichter greifbar. Ein katalogbasierter Index mit zusätzlicher Stichwortsuche und Kommentierung des Ergebnisses bringt in der Regel optimale Treffer. Wenn Sie schon wissen, in welchem Fachgebiet Sie Information suchen, sollten Sie auf jeden Fall einen Spezialisten konsultieren – sofern es einen für das Fachgebiet gibt. Die Portalseite Klug suchen (www.klug-suchen.de) und das Suchlexikon (www.suchlexikon.de) verzeichnen eine große Menge spezieller Suchdienste für das deutschsprachige Internet. Weitere Spezialisten, insbesondere im amerikanischen Raum, finden Sie bei The Big Hub (www.thebighub.com) aufgelistet. Metasuchmaschinen durchsuchen mehrere Suchmaschinen auf einmal. Dabei unterscheidet man zum einen "echte" Metasuchmaschinen, die gleichzeitig unterschiedliche Server durchsuchen und die Ergebnisse übersichtlich aufbereiten. Zum anderen gibt es Services, die eine oft große Zahl an Eingabemasken auf einer zentralen Seite versammeln. Die Abfrage erfolgt nacheinander immer nur in der jeweils angewählten Maschine; das Ergebnis wird einzeln auf den Seiten der jeweiligen Suchmaschine präsentiert. Die bekanntesten Metasuchmaschinen sind Metacrawler (www.metacrawler.de) sowie MetaGer (www.metager.de). Menschen im Internet zu finden, sollte nicht so schwer sein. Irrtum! Mangels "zentralem Melderegister" und diverser technischer Stolpersteine ist es gar nicht so einfach, eine gesuchte Person zu finden. Der wohl am meisten genutzte Dienst im Internet ist E-Mail. Wie aber bekommt man die Adresse einer bestimmten Person heraus? Eine Reihe Suchmaschinen haben sich darauf spezialisiert. Das Problem: Weil viele E-Mail-Adressen nach kurzer Zeit wieder gelöscht werden, können die E-Mail-Suchmaschinen nie wirklich aktuell sein. Die Arbeitsweise ähnelt der von Roboter-Indizes. Auch Mail-Suchmaschinen benutzen "Robots", um auf Webseiten und in Newsgroups nach den charakteristischen Zeichenketten mit " @" in der Mitte zu fahnden. Eine solche Adresse nützt allerdings wenig, wenn nicht der richtige Name dabeisteht. Die Software muss also das Umfeld einer E-Mail Adresse auswerten, um neben der Adresse weitere Informationen herauszufiltern. Wichtig: Wer sich nicht irgendwie im Netz äußert, der existiert nicht für die E-Mail-Suchdienste Mesa (http://mesa.rrzn.uni-hannover.de), Whowhere (www.whowhere.com) und Yahoo People Search (http://people.yahoo.com). Äußerungen erfolgen zum Beispiel auf Webseiten, die mit den Infos über den Ersteller versehen sind, durch Gästebuch- oder Foreneinträge. Neben E-Mail-Adressen kann man übers Internet auch Telefonnummern aufspüren. Die Teleauskunft (www.teleauskunft.de) vereint das Telefonbuch, die Gelben Seiten und Das Örtliche. Unter www.etb.at findet man das Telefonbuch der Österreichischen Telekom und unter http://tel.search.ch ein kostenloses Telefonverzeichnis für die Schweiz. Ein Verzeichnis der Online-Telefonbücher weltweit liefert www.infobel.com/teldir. Fachleute und solche, die es gern sein würden, bieten ihr Wissen im Rahmen spezieller, redaktionell gepflegter Portale wie www.expertenseite.de oder www.wer-weiss-was.de an. Dort gibt es Linklisten, von Experten verfasste Beiträge und Foren. Außerdem kann man spezielle Fragen per E-Mail loswerden. Die Qualität der Linksammlungen und Informationen schwankt leider stark. Wer auf der Suche nach dem besten Produkt oder der preiswertesten Dienstleistung ist, schaut in Zeitschriften oder fragt den Nachbarn, der vielleicht das ausgesuchte Gerät kürzlich erworben hat. Da es nicht so viele Nachbarn wie Kaufwünsche gibt, haben sich Meinungsplattformen im Internet entwickelt. Jeder, der sich dazu berufen fühlt, kann seine Meinung zu allem möglichen äußern. Deshalb ist es eine Frage der Kompetenz der einzelnen Teilnehmer, ob Meinungsmacher wie Dooyoo (www.dooyoo.de) zuverlässige Informationsquellen sind. Dank Rubriken oder über eine Direktsuche ist das gewünschte Thema im riesigen Spektrum schnell gefunden – samt passender Meinungen. Um die Qualität zu verbessern, gibt es ein Bewertungssystem. |