Der Supercomputer Roadrunner hat als erster Rechner die Petaflops-Marke geknackt. Der im Lawrence Livermore National Laboratory vom US-Militär betriebene Rechner führte 1,026 Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde aus. Anzeige:
Laut Thomas P. D’Agostino, Leiter der National Nuclear Security Administration, müsste die gesamte Erdbevölkerung mit Taschenrechnern 46 Jahre lang rund um die Uhr rechnen, um die Tagesleistung eines Petaflops-Systems zu erreichen. Die Marke stellt für die Wissenschaft einen wichtigen Meilenstein dar, da sich viele Probleme erst mit Computern dieser Leistungsklasse angehen lassen.
Erst diese neue Generation von Supercomputern ermöglicht beispielsweise die Simulation einer realistische Proteinfaltung in der Alzheimerforschung. Auch Strömungsberechnungen in der Stratosphäre, mit der unter anderem die Entwicklung eines Ozonlochs untersucht werden kann, ließen sich so genauer und über längere Zeiträume durchführen.
Der Roadrunner wird allerdings nur Anfangs für Aufgaben wie die Klimaforschung zur Verfügung stehen. In einigen Monaten soll das System seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden: Der Simulation von Kernwaffen-Explosionen.