Österreichische Medientage 2022 22.09.2022, 16:45 Uhr

Stephan Thurm von der FUNKE Mediengruppe unterstützt JournalistInnen mittels KI

Wie künstliche Intelligenz, Automatisierung und Robotics sowie Individualisierung und Personalisierung die Medien als auch das Marketing künftig prägen werden erläutert Stephan Thurm der FUNKE Mediengruppe und der Moderation von Karin Wiesinger (PRVA).
Stephan Thurm (FUNKE Mediengruppe) mit Talk-Moderatorin Karin Wiesinger (PRVA) 
(Quelle: Johannes Brunnbauer)
Am Nachmittag des zweiten Tages der Österreichischen Medientage 2022 fand eine Panel-Diskussion unter der PRVA-Präsidentin Karin Wiesinger zum Thema Zukunft und technischen Innovationen mit FUNKE-Geschäftsführer Stephan Thurm statt. Thurm beleuchtete eingangs, wie die FUNKE Mediengruppe das Thema Tech aufnimmt: "Wir wollen die Arbeit der JournalistInnen mittels Technik vereinfachen. Diese Tools bauen wir selber oder kaufen sie zu, hauptsächlich KI-gesteuerte Tools. Ich glaube aber nicht an Automatismus, also das Inhalte sich selbst erstellen. Bei uns stehen weiterhin die JournalistInnen im Fokus."
Und wie kann Technik Journalismus stützen? fragte Wiesinger weiter. "Wir verwenden Tools für Story Creation, das ist eine Maschine mit 600 Quellen, die mittels Machine Learning aus den 600 Quellen spannende Themen zu findet. Das ist jetzt einmal im Testbetrieb, die Maschine hat das die letzten zwei Jahre gelernt. Und wir arbeiten stetig weiter daran", so Thurm. Die Idee zu der Maschine kam laut Thum übrigens daher, dass vor zwei Jahren die FUNKE Mediengruppe gehackt wurde und alle tausende JournalistInnen nicht arbeiten konnten. Durch die innovative Maschine erhofft man sich, dass extern gesteuerte Arbeitsverhinderungen verhindert werden.

Und wie lernt der Mensch mit solchen Maschinen umzugehen?

Wir haben in Deutschland ein Trainee-Programm von der FUNKE Mediengruppe und natürlich Journalisten-Schulen, die solche Techniken den Studierenden näher bringen und erklärt. "Die Nutzung ist aber auch sehr selbsterklärend", sagte Thurm. Wiesinger fragte weiter, welche teils auch negativen Auswirkungen die aktuellen technischen Entwicklungen haben angesichts der Facebook-Skandalen, Datenschutz etc. Thurm dazu: "Wir sind da schon sehr vorsichtig. Wir schauen einfach vorab, wem was schaden könnte und das vermeiden wird dann. Wir haben zum Glück auch sehr viele junge, kritische MitarbeiterInnen."
Der Talk entwickelte sich weiter in Richtung wie die Zukunft aussehen könnte. Thurm: "Bei uns arbeiten wir weiter an der Unterstützung von JournalistInnen. Weitere große Themen ist Personalisierung, E-Commerce und Recommendation Management." Wiesinger fragte nach Chatbots. Thurm: "Das ist bei uns leider (noch) kein Thema. Andere Unternehmen aber würden völlig untergehen, wenn die nicht mit Chatbots arbeiten. Da gibt es wirklich sehr schlaue Systeme."



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