Consumer Check 03.08.2020, 10:10 Uhr

Bevölkerung kauft wegen Corona verstärkt online oder schiebt Anschaffungen auf

COVID-19 hält die heimische Wirtschaft im Würgegriff, vor allem der Handel zählt zu den großen Verlieren. Wie sich die Pandemie auf die Konsumentinnen und Konsumenten auswirkt, hat sich das Marktforschungsinstitut Mindtake im Auftrag des Handelsverbands angesehen.
(Quelle: Pexels)
Der aktuelle Consumer Check des Handelsverband zeigt, dass 23 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher seit Beginn der Krise verstärkt im Onlinehandel einkaufen. Im stationären Handel trifft dies auf nur 8 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten zu. Andererseits geben 15 Prozent an, seit Krisenbeginn weniger online zu shoppen, im klassischen Handel beläuft sich der Anteil der "Einkaufsmuffel" allerdings auf 24 Prozent.
Krisenbedingt ändert sich auch das Kaufverhalten: Über die stärksten Nachfragesteigerungen dürfen sich Hygieneprodukte wie Mundschutz (59 Prozent), Desinfektionsmittel (48 Prozent), Seife und Einweghandschuhe (je 27 Prozent) freuen. Auch Lebensmittel werden von 18 Prozent der Verbraucher häufiger gekauft als vor der Krise. Auch die Freizeit wird anders gestaltet, 36 Prozent surfen mehr im Internet und kochen mehr selbst. Bei 34 Prozent ist der Fernseher ein treuer Begleiter durch die Krise. Immerhin 31 Prozent gehen Spazieren und 30 Prozent telefonieren mehr als vor Corona.

Sinnvolle Maßnahmen

Die Einhaltung des Mindestabstandes befürworten rund die Hälfte der Befragten, ebenso regelmäßiges Händewaschen (49 Prozent), das Tragen von Schutzmasken (47 Prozent) sowie die Vermeidung von Menschenmassen (47 Prozent).
"Was die am 24. Juli wiedereingeführte bundesweite Maskenpflicht in Supermärkten betrifft, hat die Bevölkerung eine klare Meinung: Fast 80% befürworten diese Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.
Hier können Sie die gesamte Studie herunterladen.


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