Cloud-Speicher
02.08.2022, 09:30 Uhr

Amazon stellt Amazon Drive ein

Der Service war als Konkurrenz zu Dropbox, Google Drive und Onedrive gedacht. Seit 2005 bietet Amazon seinen KundInnen einen Cloud-Dienst zum Synchronisieren von Daten an. Jetzt soll Amazon Drive eingestellt werden, meldet der US-Konzern.
(Quelle: Unsplash)
Am 31. Dezember 2023 fällt der Hammer: Amazon-KundInnen, die nicht bis dahin die Daten von ihren Amazon-Drive-Accounts gesichert haben, werden diese verlieren. 17 Jahre nach der Einführung stellt Amazon seinen Cloud-Speicherservice Amazon Drive ein. Ausdrücklich nicht davon betroffen ist Amazon Photos, ein Cloud-Speicher speziell für Fotos und Videos.

Unbegrenzter Speicherplatz

Amazon Drive wurde 2005 als Konkurrenz zu Produkten wie Dropbox, Google Drive, Microsoft Onebox und Apple iCloud gestartet, der Fokus lag eindeutig auf PrivatnutzerInnen. Alleinstellungsmerkmal: Wer sich für ein kostenpflichtiges Amazon-Drive-Abo entschloss, bekam unbegrenzten Cloud-Speicherplatz. Im Gegensatz zu den genannten Alternativen gab es jedoch nie eine Free-Variante. Zahlende Amazon Prime-KundInnen bekamen 5 GB Drive-Platz im Paket.

Photos statt Drive

Im Gegensatz zum Cloud-Storage-Pionier Dropbox setzte Amazon bei seinem Cloud-Produkt auf einfachste Funktion, nicht auf maximale Funktionsvielfalt. Offenbar hat der Konzern erkannt, was die meisten Consumer wirklich mit ihren Cloud-Speichern machen: Fotos speichern. Deshalb soll der bereits bestehende Service Amazon Photos ausgebaut werden. Amazon fordert KundInnen, die in ihrem Drive-Speicher Fotos und Videos gespeichert haben, explizit auf, diese nach Amazon Photos umzuziehen. 
Auch für Amazon-Prime-KundInnen ist Photos attraktiver als Drive, denn für Fotos bietet ihnen der Konzern jetzt schon unbegrenzten Speicherplatz, ohne Extrakosten.  

Frank Kemper
Autor(in) Frank Kemper



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