E-Commerce-Ökosystem 02.07.2020, 10:00 Uhr

"eCommerce Austria" verbindet heimische Händler und regionale Marktplätze

www.ecommerceaustria.at ist eines der größten Webshop-Verzeichnisse Österreichs mit rund 4.500 gelisteten Händlern. In den vergangenen Wochen hat der Handelsverband das E-Commerce-Ökosystem signifikant ausgebaut.
Handelsverband startet bundesweites Marktplatz-Gütesiegel. Am Foto: Rainer Will, Geschäftsführer Handelsverband.
(Quelle: Handelsverband/Stephan Doleschal )
Fast 60 Prozent der österreichischen Onlinehandelsumsätze fließen ins Ausland. Dieser Umstand, gepaart mit der Covid-19 Krise, waren im März 2020 Auslöser für den Handelsverband, eines der größten Verzeichnisse österreichischer Webshops zu lancieren: Über 4.500 Händler sind bereits auf www.ecommerceaustria.at gelistet. 20.000 Mal täglich wird das Verzeichnis von den heimischen Konsumenten frequentiert. "Wir haben innerhalb kürzester Zeit eine riesige Händler-Community geschaffen. Jetzt bauen wir diese zu einem gemeinsamen, lebendigen Ökosystem mit regionalen Marktplätzen aus", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. "Unser Ziel ist es, österreichische Händler und heimische Produkte noch sichtbarer zu machen, untereinander zu vernetzen und Know-how zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Schritt möchten wir es dem Konsumenten erleichtern, regionale Produkte auch auf österreichischen Marktplätzen zu finden. Damit decken wir die gesamte Wertschöpfungskette gemeinsam mit unseren Innovationspartner komplett ab."

Regionalität leben: Neues österreichisch "Marktplatz-Gütesiegel"

96 Prozent der heimischen Online-Shopper haben bereits einen Kauf auf einem Online-Marktplatz getätigt. Der Verkauf auf Marktplätzen ist ein wesentlicher Schritt für Händler und Marken, die nach Sichtbarkeit und Internationalisierung streben – zumindest bis der eigene Online-Shop eine signifikante Reichweite und Bekanntheit erzielt hat. Die Wahl der richtigen Marktplätze ist für Händler keine leichte, aber eine wichtige strategische Entscheidung.

Ab 12. Juli 2020: P2B-Verordnung EU-weit anwendbar

Um Webshops und Marktplätze noch stärker zusammenzuführen und fit für die neue P2B (Platform to Business) Verordnung zu machen, die ab 12. Juli 2020 in allen EU-Mitgliedstaaten gilt, hat der Handelsverband sein eCommerce-Ökosystem ausgebaut. Erklärtes Ziel ist es, nationale beziehungsweise regionale Marktplätze zu stärken, Händlern die Auswahl und den Zugang zu Marktplätzen zu erleichtern, die Sichtbarkeit und Reichweite zu erhöhen und somit den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken. "Gerade in einem kleinen Land wie Österreich ist es wichtig, Synergien zu nutzen, um gemeinsam mehr Sichtbarkeit beim Konsumenten zu erreichen. Vor dem Hintergrund des von Bundesministerin Margarete Schramböck angekündigten ‚Kaufhaus Österreich‘ sehen wir eine Kooperation als Chance und Notwendigkeit, um bestehendes Knowhow und Netzwerke einzubinden", erklärt UNITO-Geschäftsführer und Handelsverband-Vizepräsident Harald Gutschi, der die Händler-Plattform "Versandhandel, eCommerce & Marktplätze" im Handelsverband seit über einem Jahrzehnt leitet.Analog zum etablierten Gütesiegel "Österreichischer Händler" vergibt der Handelsverband ab sofort das Gütesiegel "Österreichischer Marktplatz" für Plattformen, die hierzulande wirtschaften, über Betriebsstätten verfügen und damit Steuern zahlen. "Außerdem unterstützen wir Marktplätze mit laufenden Rechtsupdates, etwa zur P2B-Verordnung der Europäischen Union. Der Handelsverband konnte ja bereits im vergangenen Jahr durch die erfolgreiche Wettbewerbsbeschwerde gegen Amazon die vorzeitige Anwendung vieler Regelungen der P2B-Verordnung für den Amazon Marketplace erwirkt", bestätigt Rainer Will.
Alle österreichischen Betriebe haben die Möglichkeit, sich kostenfrei unter www.ecommerceaustria.at zu registrieren und Teil des eCommerce-Ökosystems des Handelsverbandes zu werden. Getreu dem Motto #gamechanger wird es beim eCommerce Day 2020 – dem Gipfeltreffen des heimischen Onlinehandels – am 7. September 2020 ausgiebige Vernetzungsmöglichkeiten geben.


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