#RethinkRetail 25.02.2020, 12:30 Uhr

Die Hälfte der Österreicher hat ein Amazon Prime-Abo

Die Ergebnisse der #RethinkRetail-Umfrage zeigen, dass 85 Prozent der Österreicher 2019 bei Amazon eingekauft haben, jeder Fünfte bei Wish. Zudem befürwortet die große Mehrheit die 2-Faktor-Authentifizierung im E-Commerce.
85 Prozent der heimischen Konsumenten haben im Vorjahr auf Amazon eingekauft. Rang 2 belegt Zalando mit 24 Prozent vor dem kalifornischen Billiganbieter Wish mit 21 Prozent.
(Quelle: Pixabay )
Was Herr und Frau Österreicher über den heimischen Handel und internationale E-Commerce-Marktplätze wie Amazon oder Alibaba denken und wie sie zum Thema Commerce oder der neuen EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) stehen, haben der Handelsverband und Mindtake Research bei der #RethinkRetail-Studie erfragt. In Hinblick auf das Thema Online-Shopping hat der E-Commerce-Riese Amazon auch in Österreich die Nase vorne: 85 Prozent der heimischen Konsumenten haben im Vorjahr auf dem Amazon Marketplace eingekauft. Rang 2 belegt Zalando mit 24 Prozent vor dem kalifornischen Billiganbieter Wish mit 21 Prozent. Ebay folgt mit 18 Prozent, Otto mit 12 Rpozent und das chinesische AliExpress von Alibaba mit Prozent. Die österreichische Plattform Shöpping belegt mit fünf Prozent Platz 7.
Zudem verfügen über 46 Prozent der österreichischen Haushalte über ein Amazon Prime-Abo und weitere acht Prozent planen noch heuer eine solche Mitgliedschaft abzuschließen. "Der E-Commerce entwickelt sich zu einem Spielfeld, das große Gewinner außerhalb unserer Volkswirtschaft kürt. 85 Prozent haben im letzten Jahr beim Platzhirsch gekauft und bereits die Hälfte der österreichischen Haushalte hat ein Amazon Prime Kaufabo, wodurch diese Konsumenten für den Mitbewerb im E-Commerce kaum noch erreichbar sind. Der Trend setzt sich auch heuer fort. Daher bietet der Handelsverband KMU-Händlern unbürokratische Unterstützung, um die digitalen Chancen besser zu nutzen" sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Voice Commerce wartet weiterhin auf den Durchbruch im Retail

Auf sich warten lässt hingegen der seit Jahren angekündigte Siegeszug von Voice Commerce im Einzelhandel. "Während 450.000 Österreicher ihre höchstpersönlichen Daten durch die smarten Assistenten im eigenen Wohnzimmer preisgeben, reichern sich die Datenspeicher über das Konsumentenverhalten vor dem Kauf an. Tatsächlich kaufen weniger als zwei Prozent der heimischen Verbraucher regelmäßig über Alexa und Co ein, knappe drei Prozent nur gelegentlich. 8 von 10 Österreichern haben auf absehbare Zeit nicht vor, sich überhaupt einen smarten Lautsprecher zuzulegen. Damit ist Voice Commerce im Retail aktuell mehr Hype als Realität", so Will.
Und welche Social Media Plattformen verleiten Frau und Herr Österreicher eigentlich am häufigsten zu einem Produktkauf? Die Umfrage zeigt dass Facebook (17 Prozent), YouTube (11 Prozent), Instagram (8 Prozent), WhatsApp (7 Prozent) und Pinterest (4 Prozent) die Top 5 belegen.

Österreicher achten auf sicheres Online-Shopping

Drei Viertel der Befragten befürworten die vorgesehene 2-Faktor-Authentifizierung (= den Identitätsnachweis mittels Kombination zweier unterschiedlicher Komponenten) für Webshops, weil dadurch die Sicherheit beim Online-Shopping erhöht wird. Lediglich 25 Prozent befürchten einen komplizierteren Bestellvorgang.
Mehr als zwei Drittel der Österreicher (67 Prozent) achten beim Einkauf im Internet auf entsprechende eCommerce-Gütesiegel, rund die Hälfte der Verbraucher kennt auch zumindest ein Gütezeichen namentlich – etwa das "Trustmark Austria" des Handelsverbandes oder das "Österreichische E-Commerce-Gütezeichen".
"Die Studie zeigt deutlich, dass eCommerce-Gütezeichen ein sehr effektives Werkzeug sind, um das Vertrauen der Konsumenten in den Onlinehandel zu stärken. Das Trustmark Austria des Handelsverbands steht für Sicherheit und stellt für Konsumenten eine wichtige Orientierungshilfe dar, um auf einen Blick vertrauenswürdige Anbieter erkennen zu können. Gerade auch beim grenzüberschreitenden Onlineshopping kommt dem eine entscheidende Rolle zu", erklärt Rainer Will abschließend.


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