Unbemerkte Änderung 28.05.2020, 10:49 Uhr

Krise und Homeoffice beeinflussen die Preise vieler Produkte

Wer online einkauft, ist zunehmend mit individuell angepassten und sich flexibel ändernden Preisen konfrontiert. Eine Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens zeigt nun, dass 40 Prozent die Preisänderungen nicht bemerken.
(Quelle: Pexels)
Dynamische Preisänderungen sind beim Shoppen im Internet nichts Neues, die Gestaltungsmöglichkeiten sind umfassend: Anpassung der Preise in Abhängigkeit des Wochentags, der Uhrzeit oder des Wetters, ist im internationalen Online-Handel bereits weit verbreitet. Zusätzlich können Händler aber auch Daten ihrer Kunden für die personenbezogene Preisbildung miteinbeziehen, beispielsweise das bisherige Surf- und Einkaufsverhalten, den Standort oder die Art des benutzten Endgeräts.
Das Coronavirus, mehr Menschen im Homeoffice und der daraus resultierende Boom für den Online-Handel wirken sich ebenso auf die Verfügbarkeit und die Preise vieler Artikel aus, beispielsweise Headsets, Webcams, Drucker und Druckerpatronen. Während der Preis für eine Webcam Ende Februar noch bei rund 60 Euro lag, ist dasselbe Modell im Moment für 170 Euro erhältlich. In Österreich ist davon auszugehen, dass knapp 40 Prozent der heimischen Online-Anbieter die Möglichkeiten der datenbasierten Preisgestaltung in irgendeiner Form nutzen. Die in der Studie befragten Konsumenten geben an, dass sie Preisschwankungen vor allem bei Flug- (26,3 Prozent) und Hotelbuchungen (23,7 Prozent) registriert haben.
Quelle: Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen
Laut der aktuellen Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens haben 38 Prozent der Befragten noch nie Preisschwankungen beim Online-Einkauf bemerkt. Lediglich 15 Prozent nutzen Browser-Plugins und Preisalarmysteme. Jedoch geben 40 Prozent an, dass sie vor einer Anschaffung aktiv die Angebote direkt bei den Online-Anbietern vergleichen. Knapp ein Drittel nutzt Preisvergleichsplattformen wie geizhals.at oder idealo.at, um den besten Deal zu finden.
Quelle: Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen
Konsumenten, die Schwankungen bei den Kosten bemerken, beobachten zunächst die Preisentwicklung des gewünschten Produkts bzw. der Dienstleistung: Mehr als die Hälfte (56,1 Prozent) vergleicht den Preis und kauft letztendlich beim günstigsten Online-Anbieter. Jeder Fünfte (20,7 Prozent) verlässt den Online-Handel und sucht in einem Geschäft nach einer günstigeren Alternative und 15 Prozent warten darauf, dass der Preis im ausgewählten Shop wieder sinkt und kaufen dann dort ein.


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