Verhaltenes Weihnachtsgeschäft 28.01.2019, 10:40 Uhr

René Benkos Signa streicht 2.600 Jobs bei Kaufhof

Der Warenhausriese Karstadt übernimmt Kaufhof. Damit wird das Unternehmen zwar gerettet - dennoch werden Tausende von Stellen eingespart. Im Fall von Kaufhof sind es nun rund 2.600 Jobs.
Der Österreichische Immobilien-Unternehmer René Benko fusionierte Galeria Kaufhof mit Karstadt.
(Quelle: shutterstock.com/Elpisterra )
Schon seit Ende November 2018 gehört die Warenhauskette Kaufhof zum Konzern des Rivalen Karstadt. Doch auch im neuen Konzernverbund verlief das Weihnachtsgeschäft nicht so wie gewünscht. Angesichts eines Minus von rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr wird jetzt wohl bei Kaufhof der Rotstift angesetzt werden, so Spiegel Online
So sollen insgesamt etwa 2.600 Jobs bei Kaufhof abgebaut werden - rund ein Fünftel der Stellen. Doch angesichts zahlreicher Teilzeitjobber sind damit 4.000 bis 5.000 Mitarbeiter von dem Stellenabbau betroffen. Dazu gehören neben 1.000 Stellen in Verwaltung und Kaufhof-Unternehmensführung auch 1.600 Vollzeitstellen in den Filialen.

Keine Standorte oder Filialen schließen

Ganze Standorte beziehungsweise Filialen will der Konzern dagegen nicht schließen. Die Firmenzentrale des Kaufhaus-Großkonzerns soll allerdings im bisherigen Karstadt-Headquarter in Essen untergebracht werden, während in der bisherigen Zentrale von Kaufhof in Köln ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung und E-Commerce aufgebaut werde, so der Spiegel weiter.
Auch die Mitarbeiter, die nicht von den Stellenkürzungen betroffen sind, dürften jedoch mit Sorge in die Zukunft blicken: Angesichts der angespannten Lage will Kaufhof die Tarifverträge aufkündigen und aus der Tarifbindung aussteigen. Eine individuelle Gehaltsabsprache sei für das Unternehmen billiger.
Im Dezember 2018 hatte es noch geheißen, dass vor allem IT und Logistik vom Arbeitsplatzabbau im Zuge der Fusion von Karstadt und Kaufhof bedroht seien.  

Sonja Kroll
Autor(in) Sonja Kroll


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