Weihnachtsumfrage 03.12.2021, 10:00 Uhr

willhaben: Nachhaltigkeit und Lieferengpässe wichtige Faktoren beim Schenken

Laut aktueller willhaben-Weihnachtsumfrage hat sich bei 77 Prozent der Befragten der Nachhaltigkeits-Gedanke beim Schenken verstärkt. Mehr als die Hälfte kann sich Secondhand-Geschenke in der Adventzeit und zu Weihnachten vorstellen.
71 Prozent der 14- bis 19-jährigen Befragten gibt an, dass ihnen Nachhaltigkeit bei Weihnachtsgeschenken wichtig ist.
(Quelle: Pixabay)
Rechtzeitig vor Weihnachten und den Advent-Einkäufen hat willhaben, Österreichs größter digitaler Marktplatz, knapp 4.500 User zu ihrem Schenkverhalten befragt. Ein besonderes Augenmerk lag heuer auch auf den gegenwärtigen Lieferengpässen und dem Thema Nachhaltigkeit. Fazit: Bei rund 77 Prozent der Befragten hat sich der Nachhaltigkeits-Gedanke in den vergangenen Jahren verstärkt. Deutlich mehr als die Hälfte kann sich vorstellen, etwas Gebrauchtes zu Weihnachten zu schenken. 90 Prozent der Personen, die bereits etwas Gebrauchtes zu Weihnachten bekommen haben, hat ihr Geschenk gefallen. Bei einigen Produkten könnte aufgrund von Lieferengpässen der Kauf aus zweiter Hand die besten Chancen bieten, Geschenke rechtzeitig zu erhalten.

Lieferengpässe in Österreichs Haushalten angekommen

Das Thema Lieferengpässe ist in Österreich 2021 so richtig angekommen. Die gewünschten Artikel in den vergangenen Monaten im Gegensatz dazu oftmals leider nicht. 83,2 Prozent der Befragten haben das Thema wahrgenommen, mehr als die Hälfte war bereits persönlich betroffen oder kennt jemanden aus dem persönlichen Umfeld, der/die es war. Bestellungen von Männern sind laut Umfrage davon häufiger betroffen als jene von Frauen. Lieferschwierigkeiten betreffen vor allem die Themen (Unterhaltungs-)Elektronik, Haushaltsgeräte bis hin zu Möbeln und Fahrräder.

Nachhaltigkeit ein immer wichtigerer Aspekt beim Geschenkkauf

Für fast drei Viertel ist Nachhaltigkeit auch bei Weihnachtsgeschenken ein wichtiges oder eher wichtiges Anliegen. Vor allem Frauen achten besonders darauf. Im Vordergrund stehen dabei die Regionalität, die Verpackung, besonders langlebiges beziehungsweise ökologisches Material sowie die Vermeidung von Kunststoffen. Somit ist es auch naheliegend, dass rund ein Drittel dieses Jahr gezielt Geschenke von nachhaltigen Marken kauft. Rund 60 Prozent können sich zudem vorstellen, etwas Gebrauchtes zu Weihnachten zu verschenken. Auch hier haben die Frauen die Nase vorne. Unter den Männern sind es immerhin 56 Prozent. Das wichtigste Argument ist für sie bei Secondhand-Käufen ebenso der Umweltgedanke. Unter den Geschenken aus zweiter Hand finden sich vor allem Spielzeug, Bücher, Uhren und Schmuck, Spielkonsolen, Zubehör und Games sowie andere Unterhaltungselektronik.

Gen Z legt besonders viel Wert auf nachhaltige Geschenke

Der Nachhaltigkeits-Gedanke sprießt vor allem unter den jüngeren Befragten: So gaben 71 Prozent der 14- bis 19-Jährigen an, dass ihnen Nachhaltigkeit bei Weihnachtsgeschenken wichtig sei. Dabei ist besonders die Verpackung, die Vermeidung von Kunststoff und die Regionalität wichtig.

Unliebsame Geschenke: Weiterverkauf findet vor allem online statt

Beinahe jeder kennt es: eine nahestehende Person hat sich die Mühe gemacht, ein vermeintlich tolles Geschenk zu finden, aber es gefällt nicht so richtig. So ging es jedenfalls schon fast drei Viertel der Befragten. Für fast 70 Prozent ist es in Ordnung, diesen Präsenten nach Weihnachten eine zweite Chance zu geben. Der Großteil (96 Prozent) würde online nach einem neuen Eigentümer suchen. Die wichtigsten Bereiche sind hier vor allem Bücher, Filme und Musik, Mode, Bekleidung und Accessoires sowie Spielzeug und Küchengeräte.

Nachhaltigkeits-Gedanke in den Bundesländern

Wird überall in Österreich gleich geschenkt und verpackt? Vorarlberg sticht hervor: Hier verpacken nur 55 Prozent der Befragten ihre Geschenke in Geschenkpapier, in allen anderen Bundesländern sind es rund drei Viertel. Der Nachhaltigkeits-Gedanke wuchs in den vergangenen Jahren in allen Bundesländern. Am stärksten in Salzburg (80 Prozent), Oberösterreich (78 Prozent), Niederösterreich (78 Prozent). Wien liegt mit 76 Prozent auf dem vierten Platz.
Die Regionalität ist vor allem den BurgenländerInnen, SteirerInnen, OberösterreicherInnen und KärntnerInnen wichtig. Secondhand findet die meisten Anhängerinnen in Vorarlberg, Wien, Salzburg und dem Burgenland. Bei der Langlebigkeit der Produkte stechen die VorarlbergerInnen erneut besonders hervor: 64 Prozent der Befragten empfinden diese als besonders wichtig. Die Vermeidung von Kunststoffen ist den Burgenländerinnen ein besonderes Anliegen (44 Prozent). Besonders die SteirerInnen mögen laut Befragung Selbstgebasteltes (27 Prozent).



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