Ericsson Mobility Report 18.06.2021, 12:00 Uhr

5G: Europa hängt beim Ausbau hinterher

5G ist weiterhin auf dem besten Weg, die am schnellsten eingeführte Mobilfunkgeneration in der Geschichte zu werden. 5G-Abonnements sind im ersten Quartal 2021 um 70 Millionen gestiegen und werden bis Ende 2021 voraussichtlich 580 Millionen erreichen.
Mehr als 300 5G-Smartphone-Modelle wurden bereits weltweit angekündigt oder bereits kommerziell eingeführt.
(Quelle: Pixabay)
Ericsson prognostiziert, dass die Zahl der 5G-Mobilfunkabonnements bis Ende 2021 die 580-Millionen-Marke überschreiten wird, angetrieben durch schätzungsweise eine Million neue 5G-Mobilfunkabonnements täglich. Die Prognose, die in der zwanzigsten Ausgabe des Ericsson Mobility Report enthalten ist, stärkt die Erwartung, dass 5G die am schnellsten eingeführte Mobilfunkgeneration wird. Bis Ende 2026 werden rund 3,5 Milliarden 5G-Abonnements und 60 Prozent 5G-Bevölkerungsabdeckung vorhergesagt.

Tempo der 5G-Einführung schwankt

Das Tempo der Einführung variiert jedoch stark je nach Region. Europa hat einen langsameren Start und ist weiterhin weit hinter China, den USA, Korea, Japan und dem Golf-Kooperationsrat (GCC) zurückgeblieben, was das Tempo der 5G-Einführung angeht. Es wird erwartet, dass 5G zwei Jahre vor dem 4G LTE-Zeitplan für denselben Meilenstein eine Milliarde Abonnements übersteigen wird. Zu den Schlüsselfaktoren dafür gehören Chinas früheres Engagement für 5G und die frühere Verfügbarkeit und zunehmende Erschwinglichkeit von kommerziellen 5G-Geräten. Mehr als 300 5G-Smartphone-Modelle wurden bereits angekündigt oder kommerziell eingeführt. Es wird erwartet, dass sich diese kommerzielle 5G-Dynamik in den kommenden Jahren fortsetzen wird, angespornt durch die zunehmende Rolle der Konnektivität als Schlüsselkomponente der wirtschaftlichen Erholung nach Covid-19.
Bis 2026 wird voraussichtlich Nordostasien mit schätzungsweise 1,4 Milliarden 5G-Abonnements den größten Anteil der 5G-Abonnements ausmachen. Während die Märkte Nordamerika und GCC voraussichtlich die höchste 5G-Abonnentendurchdringung ausmachen werden, machen 5G-Mobilfunkabonnements 84 Prozent bzw. 73 Prozent aller regionalen Mobilfunkabonnements aus.
Fredrik Jejdling, Executive Vice President und Head of Networks, Ericsson, sagt: „Die zwanzigste Ausgabe des Ericsson Mobility Report zeigt, dass wir uns in der nächsten Phase von 5G befinden, mit beschleunigter Einführung und Erweiterung der Abdeckung in Pioniermärkten wie China, den USA und Südkorea. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich erweiterte Anwendungsfälle materialisieren und das Versprechen von 5G einlösen. Auch Unternehmen und Gesellschaften bereiten sich auf eine Welt nach der Pandemie vor, in der die 5G-gestützte Digitalisierung eine entscheidende Rolle spielt.“

Smartphones und Videos treiben den mobilen Datenverkehr an

Der Datenverkehr wächst Jahr für Jahr weiter. Ein Exabyte (EB) umfasst 1 Milliarde Gigabyte (GB). Der weltweite mobile Datenverkehr überstieg Ende 2020 49 EB pro Monat und wird voraussichtlich um den Faktor 5 auf 237 EB pro Monat im Jahr 2026 zunehmen. Smartphones, die derzeit 95 Prozent dieses Datenverkehrs tragen, verbrauchen zudem mehr Daten denn je. Weltweit übersteigt die durchschnittliche Nutzung pro Smartphone jetzt 10 GB pro Monat und wird voraussichtlich bis Ende 2026 35 GB pro Monat erreichen.

5G Kommunikationsdienstanbieter an der Spitze der Einführung von Festnetzzugang

Die Covid-19-Pandemie beschleunigt die Digitalisierung und erhöht die Bedeutung und den Bedarf an zuverlässiger, schneller mobiler Breitbandkonnektivität. Dem jüngsten Bericht zufolge bieten fast neun von zehn Kommunikationsdienstanbietern, die 5G eingeführt haben, auch in Märkten mit hoher Glasfaserdurchdringung ein Angebot für einen Festnetzzugang (4G und/oder 5G). Dies ist erforderlich, um dem steigenden Festnetz-Verkehr Rechnung zu tragen, der laut Bericht um den Faktor sieben auf 64 EB im Jahr 2026 wachsen wird.

IoT auf dem Vormarsch

Die Verbindungen mit IoT-Technologien werden voraussichtlich im Jahr 2021 um fast 80 Prozent zunehmen und fast 330 Millionen Verbindungen erreichen. Im Jahr 2026 werden diese Technologien voraussichtlich 46 Prozent aller zellularen IoT-Verbindungen ausmachen.



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