"Der Feind im Netz" 20.12.2021, 10:00 Uhr

A1: 2021 war das Jahr des Cyber-Crime gegen Privatanwender

Eine aktuelle Studie, die von A1 beauftragt wurde, zeigt, dass sich über 90 Prozent der Befragten sicher im Netz fühlen. Und das, obwohl Cyber-Crime Anzeigen rasant steigen und die Dunkelziffern sehr hoch sind.
Laut A1-Studie fühlen sich rund 62 Prozent der NutzerInnen im Netz sicher, etwa 90 Prozent kennen die häufigsten Angriffsarten oder haben sie schon einmal gehört.
(Quelle: Pixabay)
Die Auswirkungen von Cybercrime nehmen im privaten Bereich in Österreich nicht nur von Jahr zu Jahr sondern mittlerweile von Monat zu Monat zu. Seien es betrügerische Fake-SMS, die den Empfang eines vermeintlichen Pakets vorgaukeln oder E-Mails mit der Absicht, Kontodaten auszuspähen: Cyber-Crime ist in den Wohnzimmern des Landes angekommen. Auch Corona hat diese Entwicklung massiv befeuert: Das Einloggen auf diversen Plattformen, die Bestellung bei Restaurants oder der Download der neuesten Lockdown-Party-App – noch nie wurden so oft persönliche Daten im Netz eingegeben. Mit der neuesten FluBot-Attacke, also Fake-SMS, die unter dem falschen Vorwand, dass angeblich ein Paket unterwegs sei und dazu verleitet eine (bösartige) App zu installieren, rollt eine weitere Cyber-Angriffs-Welle auf Österreichs Internet- und Smartphone NutzerInnen zu.
„Der berufliche und auch der private Alltag verlagern sich zusehends ins Netz. Dadurch stehen viele NutzerInnen vor großen Herausforderungen. Vor allem die sich schnell ändernden Bedrohungsszenarien und die oft perfide Vorgehensweise der Cyber-Kriminellen machen es notwendig, sich auch als Privatanwender mit dem Thema der Cybersicherheit zu beschäftigen“, so A1 CCO Consumer Natascha Kantauer-Gansch.

Cyberkriminalität um 26 Prozent von 2019 auf 2020 gestiegen

„Der Anstieg der Anzeigen von Cyberkriminalität von 26 Prozent im Jahresvergleich 2019/20 lässt nichts Gutes für die kommenden Jahre erahnen. Über 36.000 Anzeigen wurden im privaten Bereich verzeichnet, von einer sehr hohen Dunkelziffer ist auszugehen. Die Aufklärungsquote dieser Art der Kriminalität kann mit diesem massiven Anstieg naturgemäß leider nicht mithalten. Auch A1 selbst verzeichnete 2020 über 30.000 Angriffe auf die Infrastruktur. A1 kann sich wehren. Damit das auch A1 KundInnen können, haben wir ein breites Angebot für Privatkunden“ ergänzt Gilbert Wondracek, A1 Head of Security Operations.
„So unterschiedlich sich die Cyberkriminalität auch darstellt, eines haben alle Angriffe gemeinsam: sie benötigen Connectivity. Daher kommt dem Internetprovider eine zunehmend immer wichtiger werdende Rolle zu. Er kann Angriffe abblocken und das Funktionieren von Schadsoftware netzseitig verhindern. Whalebone hat daher gemeinsam mit A1 'A1 Net Protect' entwickelt: Mit A1 Net Protect unterbinden wir die Kommunikation von Schadsoftware mit dem Internet und legen sie so lahm“, erklärt Richard Malovič, Founder & CEO Whalebone sowie Mitentwickler von A1 Net Protect.

So sicher fühlen sich NutzerInnen

A1 hat gemeinsam mit dem Meinungsforschungsstudio Integral bereits 2020 die Einstellung und den Wissensstand der InternetnutzerInnen in Österreich erhoben. Demnach fühlen sich rund 62 Prozent der NutzerInnen im Netz sicher, etwa 90 Prozent kennen die häufigsten Angriffsarten oder haben sie schon einmal gehört. Auch geben rund 40 Prozent der Befragten an, dass sie sich mit dem Thema Datenschutz auseinandersetzen. Die größte Unsicherheit erleben die NutzerInnen beim Download und der Installation von Software und Programmen. 
Alle Details der Studie gibt es hier.

Bernd Platzer
Autor(in) Bernd Platzer



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