Premium- und Billiganbieter 09.03.2020, 13:30 Uhr

Mobilfunkpreise steigen seit 2016 kontinuierlich

Laut tarife.at ist der Preis-Median der Mobilfunktarife quer über alle Tarife hinweg seit 2016 von 15 auf 20 Euro angestiegen.
Während die Premium-Anbieter A1, Magenta und Drei sich nicht von den Kampfangeboten der Discounter beeindrucken lassen, wollen letztere weiterhin das Gefühl vermitteln, die Preise würden stetig sinken.
(Quelle: tarife.at/Harald Lachner)
Der heimische Mobilfunkmarkt ist als dynamisch und kompetitiv bekannt. Das Mobilfunk-Vergleichsportal tarife.at hat erhoben, ob dies auch 2020 noch aktuell ist. Dabei erweisen sich die Preise als weitaus stabiler, als die ständigen Kampftarife vermuten lassen. Die Durchschnittskosten steigen allerdings in Summe seit 2016 sukzessive an. „Eine Analyse der letzten Jahre zeigt, dass die durchschnittlichen Mobilfunkpreise seit 2016 kontinuierlich ansteigen“, so Maximilian Schirmer, Geschäftsführer von tarife.at. „Die Steigerung erfolgt in kleinen Schritten und wird häufig durch spezielle Rabatte ausgeglichen.“ Aus diesem Grund sollte laut tarife.at das Angebotssprektrum stets beobachtet werden. „Da sich gleichzeitig auch die inkludierten Leistungen seit 2016 stark verändert haben – und vor allem immer mehr Datenvolumen enthalten – empfiehlt es sich dennoch, ältere Tarife mit aktuellen Angeboten zu vergleichen“, ergänzt Schirmer. Vergleichsmöglichkeiten bieten beispielsweise Vergleichsportale wie tarife.at.

Premium-Anbieter versus Discount-Tarife

Während die Premium-Anbieter A1, Magenta und Drei sich nicht von den Kampfangeboten der Discounter beeindrucken lassen, wollen letztere weiterhin das Gefühl vermitteln, die Preise würden stetig sinken. Laut tarife.at ist der Preis-Median jedoch quer über alle Tarife hinweg seit 2016 von 15 auf 20 Euro angestiegen. Die Detailauswertung zeigt: Der Median der Discount-Marken hält sich relativ stabil bei rund 12 Euro. Gleichzeitig heben die Premium-Anbieter ihre Preise kontinuierlich an. Während der Median neuer Tarife von A1, Magenta und Drei 2015 noch bei rund 15 Euro lag, erreicht er derzeit rund 24 Euro. Im Gegensatz zu den Billiganbietern, bieten die Premium-Marken aber auch Zusatzleistungen, wie nicht zuletzt häufig ein im Tarif inkludiertes Smartphone.

Preistreiber 5G-Tarife

Seit Anfang des Jahres bieten alle heimischen Mobilfunknetzbetreiber spezielle 5G-Tarife an. Mit einem monatlichen Grundentgelt von bis zu 99,90 Euro lassen sie die durchschnittlichen Kosten aktuell noch weiter in die Höhe schnellen. Bei genauem Hinsehen zeigt sich allerdings, dass sich die neuen 5G-Tarife – im Vergleich zu den bisherigen Flatrate-Tarifen im LTE-Netz – weniger stark zu Buche schlagen, als auf den ersten Blick angenommen. Wie tarife.at aufzeigt, beinhalten sie, neben meistens unlimitierten Datenvolumen, viele Zusatzleistungen. Dazu zählen beispielsweise kürzere Wartezeiten an der Hotline, Freiminuten ins und aus dem Ausland sowie bevorzugte Zuteilung bei der Kapazität im 5G- und LTE-Netz. Daher sind sie als Premium-Tarife zu sehen, was den höheren Basispreis relativiert.
Galt bisher als Faustregel, dass Mobilfunkanbieter ihr Portfolio in etwa jährlich komplett erneuern, so werden die Abstände zwischen neuen Angeboten immer kürzer. Neben den speziellen 5G-Paketen, beobachtet tarife.at einen Trend zu Spezialtarifen. So hat sich etwa das Angebot für Kinder und Jugendliche fast verdoppelt: Von 13 Tarifen 2018 auf 24 Tarife im Folgejahr. Gleichzeitig werden auch immer mehr Jahrestarife angeboten, die zwölf Monate im Voraus zu bezahlen sind. Bei der Vielzahl an Angeboten ist es jedenfalls nicht leicht den Überblick zu bewahren. Darum vertrauen immer mehr Konsumenten auf unabhängige Vergleichsportale. Auf Basis von rund 350 Handytarifen berücksichtigt tarife.at sämtliche Zusatzpakete, Sonderrabatte bzw. jede erdenkliche Tarifkombinationen bis hin zur Preisberechnung in Kombination mit einem neuen Handy.


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