Werner Kraus, Magenta 15.06.2021, 08:00 Uhr

„Vertrauen, Verlässlichkeit & partnerschaftlicher Umgang sind wichtig im B2B.“

Werner Kraus ist seit 1. Juni CCO des B2B-Geschäftes von Magenta Telekom. Im Interview gibt Kraus spannende Einblicke in seine neue Position, welche Ziele erreicht werden sollen und wie sich Magenta für Nachhaltigkeit einsetzen möchte.
Werner Kraus, CCO B2B Magenta Telekom
(Quelle: Magenta Telekom)
Herr Kraus, Sie haben mit 1. Juni die Position des CCO des B2B-Geschäftes von Magenta Telekom übernommen. Wie sehen Ihre konkreten Aufgaben aus?
Werner Kraus: Als neues Mitglied der Geschäftsführung von Magenta Telekom in der Rolle als B2B-Geschäftsführers übernehme ich die Verantwortung für das Unternehmenskundengeschäft. Ich freue mich sehr darauf, die erfolgreiche Entwicklung im B2B-Geschäft, die ich in den vergangenen Jahren maßgeblich vorantreiben durfte, nun auch als Geschäftsführer weiter zu gestalten. Vertrauen, Verlässlichkeit und partnerschaftlicher Umgang sind im Geschäft mit Unternehmenskunden wesentliche Elemente für eine langjährige Zusammenarbeit und dafür stehe ich mit meinem gesamten Team.
Welche langfristigen Ziele haben Sie sich für die neue Position gesetzt? 
Kraus: Ich möchte unsere Kundinnen und Kunden am Weg in die digitale Transformation begleiten und die Vorteile der Digitalisierung erlebbar machen. Im letzten Jahr wurden in vielen Unternehmen bestehende Prozesse und Abläufe digitalisiert, um Home-Office und das Arbeiten von unterwegs auch ohne Zettelwirtschaft zu ermöglichen. Die digitale Transformation von Produkten, Geschäftsmodellen, Vertriebskanälen und Kundenkontakten ist dann der nächste Schritt und da sind wir aus meiner Sicht erst am Anfang. Produktionsprozesse können beispielsweise nicht nur in ihrer bestehenden Form digitalisiert werden, sondern wir können sie mit 5G auch ganz neu gestalten. Einer meiner Schwerpunkte wird es sein, unsere Kunden auch bei diesen digitalen Transformationen zu unterstützen.
Für welche Werte/Visionen steht Magenta in wenigen Worten? 
Kraus: Wir haben es uns auf die Fahne geheftet Österreich zu digitalisieren und somit gerade auch jetzt nach dieser Krise den Wirtschaftsstandort zu stärken. Wir haben dies bereits bewiesen als wir 5G Pionier waren und setzen unser digitales Versprechen fort. Aktuell umfasst der 5G Ausbau circa 1.300 5G-Standorte in über 1.000 Gemeinden. Damit erreichen wir heute mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Bis Jahresende werden weitere 450 5G-Standorte dazukommen. Zusätzlich verdichten und erweitern wir stetig unser Glasfaserkabelnetz und setzen gerade für unsere Geschäftskunden auf weiteren Glasfaserausbau.
Sie verfügen über jahrzehntelange Erfahrung im Telekom-Bereich und sind bereits seit längerem bei Magenta in Führungspositionen tätig. Welche Learnings waren für Sie bisher die prägendsten bei Magenta?
Kraus: Ich denke gerade das vergangene Jahr 2020 war sehr prägend. Durch Corona haben viele Führungskräfte viel Flexibilität und vor allem auch Vertrauen in die Mitarbeitende gelernt. Wir mussten uns an neue Arbeitsweisen im Home Office gewöhnen. Wenn zum Beispiel Kinder zuhause waren, dann musste man lernen flexibler mit Arbeitszeiten umzugehen. Aber nicht nur in der täglichen Zusammenarbeit im Unternehmen, sondern auch mit Kundinnen und Kunden hat sich einiges geändert: Wir haben intensiver denn je zusammengearbeitet, um teilweise in Rekordzeit angepasst auf die Bedürfnisse unsere Kunden neue Produkte zu konzipieren wie zum Beispiel unser Office@Home – ein Home-Office-Bundle, das Hardware und Konnektivität beinhaltet. Wir passen unser Portfolio laufend auf die neuen Rahmenbedingungen an. 
Mitte Mai diesen Jahres wurde das „Liquid Brand Design“ der Deutschen Telekom auch auf das österreichische Tochterunternehmen ausgeweitet. Welche Maßnahmen umfasste der Brand Relaunch im Detail?
Kraus: Es handelt sich dabei um ein Update des Designs. Die Wiedererkennbarkeit der Marke wird in einer zunehmend digitalisierten Welt über alle Kontaktpunkte hinweg sichergestellt. Zu den auffälligsten Aspekten des überarbeiteten Designs zählen: Die Freiheit der Formensprache (Shapes) und die Schrift mit variablen Gestaltungselemente, die durch die gewählte Form die Botschaft unterstützen. Das „Liquid Brand Design“ der Deutschen Telekom ist ein frischer Anstrich für unsere Marke. 
Magenta setzt seit kurzem auf Nachhaltigkeit in den Magenta-Shops. Wie sehen diese nachhaltigen Maßnahmen konkret aus bzw. sind weitere Schritte in diese Richtung geplant? 
Kraus: Magenta Telekom hat seit Mai 2020 Öko Kassenbons im Einsatz. Unsere Shops setzen hierbei auf ein Produkt namens „Blue4est ®“, welches FSC-zertifiziert und sogar für den Kontakt mit Lebensmittel zugelassen ist. Die Kundin oder der Kunde erkennt die neuen Kassenbons an der blauen Farbe. Diese kommt daher, dass der Öko Kassenbon zu 100 Prozent aus Altpapier besteht und keine chemischen Farbentwickler enthält. Vereinzelt kann es sein, dass der eine oder andere Magenta-Shop noch Restbestände von alten, weißen Kassenbons verwendet. Sobald diese Bestände aufgebraucht sind, gibt es aber nur noch die blauen Öko Kassenbons. Außerdem haben wir seit Kurzem unsere sogenannten rePET Tragetaschen im Einsatz, diese bestehen aus recycelten PET Flaschen. Bei der Herstellung wird also auf natürliche Ressourcen wie Holz verzichtet. Und ebenfalls erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang eBilling. Hier machen unsere Shop-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass man sich die Rechnung unkompliziert auf die E-Mail-Adresse schicken lassen kann. Mit dieser Maßnahme können wir gemeinsam viele Tonnen Papier einsparen. Weitere nachhaltige Maßnahmen in den Magenta Shops sind bereits geplant. Dazu zählen zum Beispiel nachhaltige Fußböden in den Shops. Das klare Ziel ist, dass unser Unternehmen bis 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette CO2-neutral wird. Hier ist natürlich noch viel zu tun. Aber wir sind auf einem guten Weg: Denn Magenta Telekom selbst ist seit 2015 bereits ein CO2-neutrales Unternehmen. Die Summe aller Klimaschutzmaßnahmen fassen wir unter unserem neuen Label #GreenMagenta zusammen.



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