Nach lauter Kritik 18.01.2021, 09:00 Uhr

WhatsApp: Verschiebung der Datenschutz-Änderungen auf Mai

WhatsApp plante ab Februar die Datenschutzbestimmungen der Messenger-App zu ändern und Nutzer-Daten direkt an den Mutterkonzern Facebook weiterzugeben. Daraufhin wechselten Millionen WhatsApp-Nutzer zu Alternativen. Nun reagierte WhatsApp mit einer Aufschiebung bis Mai.
Die Datenschutz-Änderungen von WhatsApp werden nach weltweiter Kritik und enormem User-Abgang auf Mai verschoben, um bis dahin mit falschen Informationen rund um das Update aufzuräumen.
(Quelle: Pixabay)
Nach dem weltweiten Shitstorm und vor allem der Abwanderung von Millionen von WhatsApp-Nutzern, musste der Messenger-Dienst reagieren: die Datenschutz-Änderungen treten nun erst ab 15. Mai 2021 in Kraft und nicht wie geplant bereits ab 8. Februar. Dier verkündetet WhatsApp selbst in einem Blogeintrag. Bisher musste man den neuen Datenschutzbestimmungen zustimmen, ansonsten könne man die App nicht mehr verwenden. Laut eigenen Angaben will WhatsApp die gewonnene Zeit nutzen, um mit falschen Informationen rund um das Datenschutz-Update aufzuräumen. 

"Ende-zu-Ende": Chat-Inhalte bleiben weiterhin privat

Wie WhatsApp mitteilt, bleiben zum Beispiel die einzelnen Chat-Inhalte weiterhin privat durch die sogenannte "Ende-zu-Ende"-Verschlüsselung. Diese besagt, dass eben nur die Chat-Teilnehmer die Inhalte sehen können, aber WhatsApp selbst nicht - geschweige denn Dritte wie der Mutterkonzern Facebook. Hauptsächliche gehe es um Daten für Werbezwecke, die mit Facebook geteilt werden sollen. Und das passiert eigentlich schon seit dem Jahr 2016. Daten, die betroffen sind, beziehen sich also auf die Kommunikation mit Unternehmen zu Werbezwecken als auf private Chats mit Freunden oder der Familie. Denn diese "Werbe-Daten" können auch für Werbezwecke auf Facebook nützlich sein. Dass WhatsApp als Sprachrohr zwischen Unternehmen und (potentiellen) Kunden fungieren soll, ist schon seit Längerem bekannt, denn so möchte Facebook an WhatsApp verdienen.


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