Gastkommentar 27.05.2020, 08:00 Uhr

Wenn das Wörtchen „wenn“ nicht wär‘ – mit dynamischer Werbung durch die Krise

Andreas Grasel verantwortet als Country Manager Austria/Switzerland die Geschäfte des Adtech-Anbieters Adform in Österreich und der Schweiz. Im folgenden Beitrag erklärt Grasel, welche Chancen Dynamic Creative Ads in Zeiten der Corona-Krise bieten.
Andreas Grasel, Country Manager Austria/Switzerland bei Adform, erklärt im folgenden Gastkommentar wie mithilfe Künstlicher Intelligenz, individuelle Kampagnen ausgespielt werden können.
(Quelle: Adform)
Und auf einmal sind die Grenzen wieder offen. Und wieder ist alles anders. Denn wenn sich an der aktuellen Situation nichts Gravierendes ändert und die Entwicklung weiterhin so positiv ist, so werde man Mitte Juni die Grenzen nach Tschechien, zur Slowakei und nach Ungarn wieder öffnen. Die Betonung liegt vermutlich – wie bei so vielen politischen Entscheidungen dieser Tage – auf dem Wörtchen „wenn“. Niemand kann schließlich vorhersehen, wie die Situation in einigen Wochen sein wird. Und so ist das einzige was wir tun können, uns bestmöglich auf alle denkbaren Szenarien einstellen und dazu auch auf technologische Möglichkeiten zurückzugreifen. Für Advertiser und Marketer bedeutet das „wenn“, dass sie zu 100 Prozent flexibel bleiben müssen. Eine schwierige Aufgabe für eine Branche, in der Wochen und Monate der Vorbereitung in die Entwicklung von Kampagnen laufen. Eine große Last für diejenigen, die ihre Inhalte noch nicht digital ausspielen. Gleichzeitig aber auch eine Chance für neue Wege.
Neue Wege will auch Österreich Werbung gehen. Der Verein gehört einer Branche an, die zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen gehören. Denn ohne offene Grenzen, Flugzeuge in der Luft und Zügen auf den Schienen, liegt die Travel-Branche derzeit größtenteils brach. Das betrifft nicht nur einzelne Advertiser, sondern die gesamte Volkswirtschaft. Laut Statistik Austria lag die indirekte Wertschöpfung des Tourismus in Österreich 2018 bei etwas mehr als 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das entspricht immerhin einer Gesamtsumme von fast 60 Milliarden Euro, die nun an allen Ecken fehlen. Und auch wenn wir nun wieder auf die Straße gehen können, in Restaurants gastieren und in Museen lustwandeln können, so müssen wir jederzeit mit erneuten Einschränkungen rechnen. Denn die Pandemie ist noch nicht vorbei, wir haben ihr nur Einhalt geboten. Das macht Lösungen notwendig, die sich flexibel an die aktuelle Lage anpassen lassen. Eine davon kann Dynamic Creative Optimization sein.

Individuelle Ads – je nach Wettervorhersage

Dynamic Ads lassen sich nach Festlegung eines Basis-Inhalts individuell gestalten und an die spezifischen Bedürfnisse einzelner Zielgruppen anpassen. Künstliche Intelligenz löst festgelegte Trigger aus, die die Werbung entsprechend ausspielen. Grundlage dessen sind unterschiedliche Merkmale und Metriken, wie das Wetter, Datum, Surfverhalten oder Bewegungsprofile, demografische Daten, Retargeting oder auch das hier entscheidende Kontext-Marketing. Am anschaulichsten wird dies, wenn man seine Werbung entsprechend des Wetters ausspielen lässt: Je nachdem, ob es am Standort der zu erreichenden User regnet oder die Sonne scheint, können Advertiser ihre Inhalte dynamisch anpassen – Eis bei Sonne, Eitrige bei Regen. Auf den Travel-Bereich übertragen, wären zu regulären Zeiten zum Beispiel die Geolocation oder das Surf-Verhalten relevante Größen, um Preise, Streckenverbindungen oder Übernachtungsvorschläge entsprechend anzupassen und auszuspielen.
Auf den aktuellen Zustand angewandt, versetzen dynamische Ads Marketer und Advertiser in die Lage, auf jede Änderung kurzfristig reagieren zu können und so nicht nur eine zielgruppengerechte Ansprache der bekannten User zu sichern, sondern auch neue zu identifizieren und anzusprechen – angepasst an die jeweiligen Landesbestimmung, um Frust zu vermeiden. Denn wer heute in jedem Bundesland mit dem gleichen Banner wirbt, sorgt für Verdruss. Österreich Werbung wird die Technologie zukünftig gezielt einsetzen, um für Urlaub daheim zu werben, von Vorarlberg und Tirol über Kärnten, das Salzburger Land und die Steiermark bis nach Oberösterreich, Niederösterreich, dem Burgenland und Wien. Unterstützt durch Künstliche Intelligenz und Analytics Funktionen für umfassende und individuelle Kampagnen.
Andreas Grasel verantwortet als Country Manager Austria/Switzerland die Geschäfte des Adtech-Anbieters Adform in Österreich und der Schweiz.


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