Bewegtbildmarketing 29.06.2020, 08:00 Uhr

Vertrauen in TV hilft der Wirtschaft aus der Krise

Screenforce-Österreich-Sprecher Walter Zinggl erklärt beim Business Breakfast der American Chamber of Commerce in Austria, wie sich TV in den vergangenen Monaten noch mehr Vertrauen erarbeitete, von dem die Wirtschaft nun beim Wiederhochfahren profitiert.
Screenforce-Österreich-Sprecher Walter Zinggl (IP Österreich): "Wenn es um Wachstum geht, ist Vertrauen die Grundlage. Diese finden Marken im Medium, dem die Menschen vertrauen."
(Quelle: Christoph Meissner )
"Wir befinden uns definitiv in einer Krise! Es braucht Wege aus dieser Krise hinaus und TV ist durch das Vertrauen der Seher ein Katapult, um schneller aus der Krise zu kommen", begrüßt Screenforce-Österreich-Sprecher Walter Zinggl (IP Österreich) zum letzten Business Breakfast der American Chamber of Commerce in Austria vor der Sommerpause. Im Zoom-Live-Talk spricht er auf Einladung von AmCham-Austria-Präsident Martin Winkler (Oracle) über die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des Fernsehens. Die TV-Nutzung ist in Europa seit 1993 um 30 Minuten gestiegen. Durchschnittlich liegt sie in der Europäischen Union bei 03:39 Stunden pro Tag. Österreich belegt mit 03:26 Stunden pro Tag Nutzungszeit einen Spitzenplatz im weltweiten Vergleich. 97,4 Prozent der österreichischen Gesamtbevölkerung werden monatlich über die TV-Bildschirme erreicht – zum Vergleich: In den Vereinigten Staaten sind es 88,9 Prozent.

Steigender Medienkonsum befeuert die TV-Nutzung

Potenzielle Mitbewerber wie YouTube, Amazon Video oder Netflix hatten in den letzten zehn Jahren wenig Auswirkung auf die Nutzungsdauer des TVs: Insgesamt wird zwar mehr Video-Content konsumiert, aber nicht weniger Live-TV gesehen. Wurden in Österreich in 2007 noch 02:37 Stunden pro Tag ferngesehen, waren es in 2019 bereits 3:26 Stunden pro Tag. Besonders stark ist das Wachstum seit 2015, als Amazon Video und Netflix hierzulande auf den Markt kamen. „Die Wahrheit ist, dass die Mediennutzung massiv zugenommen hat und die TV-Nutzungsdauer signifikant gestiegen ist. 85 Prozent des Bewegtbildkonsums in Österreich entfallen auf TV“, klärt Zinggl auf. Zu Beginn des Shutdowns wurden 284 Minuten pro Tag ferngesehen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 192 Minuten. Mit einem Anteil von 45 Prozent war TV das wichtigste Medium während des Ausnahmezustands. Deutlich vor Radio (22 Prozent) und Zeitungen (17 Prozent). Das Nutzungsniveau liegt nach wie vor deutlich über den Vorjahreszahlen. Neben der fundierten Information im TV haben die Seher auch die hochwertige, kuratierte Unterhaltung im TV wieder zu schätzen gelernt, die eine verlässliche Konstante im Alltag der Menschen ist. „Social Media haben die Menschen mit Fake News enttäuscht und ihr Vertrauen verspielt. Selbst die Vereinten Nationen und die Europäisch Kommission mussten vor den gezielt verbreiteten Falschmeldungen warnen“, zeigt Zinggl auf.

Vertrauen ist die Basis für Wachstum

Das hohe Vertrauen der Menschen wirkt sich positiv auf die Werbung aus. 57 Prozent der europäischen Population vertrauen den Inhalten im TV, während nur 20 Prozent soziale Medien für eine verlässliche Informationsquelle erachten. Eine aktuelle Studie der australischen Forscherin Karen Nelson-Field zeigt, dass die Erinnerung an Werbung auf sozialen Medien, die vornehmlich am Smartphone konsumiert werden, deutlich geringer ist. YouTube und Facebook schaffen es gerade mal auf bis zu acht Tage, während TV-Werbung, die üblicherweise am großen Screen gesehen wird, bis zu 28 Tage in Erinnerung bleibt. Selbst große Online-Plattformen investieren mittlerweile Teile ihrer Spendings in TV-Werbung, weil sie online ihre Potenziale ausgereizt haben. In Österreich haben die TV-Spendings von Amazon und Co. seit 2016 von 108 Millionen Euro auf 139 Millionen Euro um 28 Prozent zugenommen. „Wenn es um Wachstum geht, ist Vertrauen die Grundlage. Diese finden Marken im Medium, dem die Menschen vertrauen“ schließt Zinggl.
Walter Zinggl, Geschäftsführer IP Österreich, moderiert am Conference Day der JETZT Video am 16. September den Fireside-Chat "Mit welchen Bewegtbildstrategien reüssieren Marken 2020 und darüber hinaus?" mit Lisa Reisenberger, Head of Marketing bei Palmers und Christian Rausch, Marketingleiter bei Billa. Hier geht's zum Ticketshop.


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