JETZT Video Fachkonferenz 28.02.2019, 10:21 Uhr

Zehn Erfolgsfaktoren für einen viralen Hit

Am Nachmittag des Conference-Day der JETZT Video Fachkonferenz in Wien stellten Start-ups ihre Innovationen vor. Zudem fand eine Podiumsdiskussion mit Experten aus der Branche statt. Abgeschlossen wurde der Tag mit einer Keynote über Multiscreen-Campaigning.
Podiumsdikussion "Werden meine Bewegtbild-Kampagnen eigentlich von irgendjemanden gesehen?" mit André Eckert iab austria), Maximillian Pruscha (YOC), Philip Hartmann (Samsung), Markus Graf (Goldbach), Barbara Klinser-Kammerzeit (FH St. Pölten) und Thomas Prantner (ORF).
(Quelle: JETZT Konferenz/Elisabeth Kessler)
Der Nachmittag der JETZT Video Konferenz startete mit einem Start-up-Block. Jasmin Dickinger von A1now, Matthias Funk von tubics, Anna Ritz von weview und Markus Wieser von HEIMAT Wien stellten ihr Unternehmen vor und zeigten was Bewegtbild-Content alles kann. 
A1now veröffentlicht Video-Content der sich von anderen Plattformen differenziert. Sie positionieren sich als regionaler, relevanter Multichannel. 40 TV-Sender können über die Plattform gestreamt und auch aufgezeichnet werden. 
Der Gründer von Tubics, Matthias Funk erzählte wie sein SEO-Tool funktioniert. Mit der Software wird der organische Youtube-Verkehr erhöht, die Videos werden höher gereiht und erhalten mehr Traffic von ähnlichen Videos. Der Tag-Generator erstellt Tags für Videos die an die Suchdaten von Youtube Search, Google Search, Bing und Adwords angepasst sind. Zudem erfolgt eine Tag-Analyse und Vorschläge wie diese optimiert werden können. 
Anna Ritz von weview erzählte wie wichtig digitale Empathie für Bewegtbild-Content ist. weview bietet eine KI-basierte Video-Technologie an, die es Unternehmen ermöglicht Kundinnen und Kunden durch Video-Rezensionen zu engagieren, zu informieren sowie Empathie zu vermitteln. Diese baut Vertrauen und in weiterer Folge Markenbindung auf. 
Die Keynote von Markus Wieser von HEIMAT Wien drehte sich rund um Best Practise Beispiele von Videos und den Keylearnings die man diesen entnehmen kann. Zu den zehn erfolgsmaximierenden Faktoren zählen: den Wettbewerb im Auge zu behalten, Helferleins anzuwenden, Erkenntnis zu vermitteln, mit den Inhalten zu berühren, zum mitmachen anzuregen, für Überraschung zu sorgen, unterhaltsam zu sein, zu verbinden, Humor und Relevanz und Haltung zu zeigen. 

Podiumsdiskussion mit Experten aus der Branche

Nach den Keynotes der Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer folgte eine Podiumsdiskussion über die Reichweite von Bewegtbildinhalten. Diese wurde von Barbara Klinser-Kammerzeit von der FH St. Pölten moderiert. 
Thomas Prantner vom ORF betonte dass die Qualität von Bewegtbild-Content besonders wichtig ist und Contentplattformen mit Videos zu überschütten nicht sinnvoll ist. Da ein großer Teil der Werbespendings im Ausland eingesetzt wird appelliert er einen Fokus auf Österreich zu legen.
Von Kundenseite war Philip Hartmann von Samsung vor Ort. Das Unternehmen investiert in Google und Co. da diese Anbieter hohe Standards haben, gut betreuen und einwandfrei funktionieren. Seiner Meinung nach wäre es für Österreich besonders interessant wenn sich private und öffentlichen Medienhäuser zusammenschließen würden.
André Eckert vom iab austria wies auf den Schulterschluss der international advertising bureau im DACH-Raum hin. Der österreichischen Markt soll gestärkt werden und der Abfluss der Digital-Spendings zu ausländischen Anbietern eingedämmt werden. 
Laut Michael Pruscha von YOC sind die Möglichkeiten beim Launch von Videos noch nicht ausgeschöpft. Verschiedene Formate bieten verschiedene Möglichkeiten wie beispielsweise der Einsatz des Vibrationsmodus beim Smartphone. 
Programmatic Advertising war ein wichtiges Thema in der Diskussionsrunde. Hartmann machte darauf aufmerksam, dass Programmatic Teil jeder Kampagne ist. Markus Graf  von Goldbach wies darauf hin, dass eine Herausforderung darin besteht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden, die ausreichend Know-how im Bereich Programmatic Advertising mitbringen. Er sieht keine Zukunft ohne Programmatic Advertising. Er erzählte, dass Targeting im Bereich Programmatic Advertising besonders wichtig ist. 
Alle Speaker sind sich einig, dass sich in den nächsten Jahren mit der voranschreitenden Digitalisierung viel in der Branche ändern wird. 5G, Künstliche Intelligenz und neue Devices werden neue Herausforderungen und Chancen mit sich bringen.
Abgeschlossen wurde der Conference-Day von Max Kienberger von Purpur Media zum Thema Multi-Screen-Campaigning und Video-Retargeting. Die Multiscreen-Nutzung wird sich in Zukunft stark weiterentwickeln. Da sich Rezipientinnen und Rezipienten Digitalen Screens zuwenden. „So liegt die Stärke von Bewegtbild bei weitem nicht mehr nur im Schaffen von Awareness, sondern zieht sich über alle Phasen der Kaufentscheidung hinweg. Wir haben die Möglichkeit von Impactstärke zu profitieren, in der Informationssuche und im Entscheidungsprozess. Durch datengetriebenes Arbeiten können wir das aufmerksamkeitsstarke Format auch nützen um den letzten Push vorm Kauf zu geben. Wir können Empfehlungscontent auf eine reichhaltigere, authentische Ebene heben.“ so Kienberger.


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