Marketagent-Studie 08.04.2020, 14:30 Uhr

Coronakrise: Marketing- und Kommunikationsexperten erwarten Umbruch

Marketagent und currycom communications haben Experten aus den Bereichen Kommunikation, Medien, PR und Werbung zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen zur Coronakrise befragt. Klarer Tenor: Viele sehen die jeweilige Branche vor gravierenden Umwälzungen.
Laut einer aktuellen Umfrage von Marketagent in Kooperation mit currycom communications sehen knapp zwei Drittel eine Bedrohung für die jeweilige Branche, 59 Prozent erwarten außerdem Marktbereinigungen.
(Quelle: Marketagent )
Die veränderten Arbeitswelten und wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise beschäftigen auch Österreichs Marketing- und Kommunikationsbranche. Laut einer aktuellen Umfrage von Marketagent in Kooperation mit currycom communications sehen knapp zwei Drittel eine Bedrohung für die jeweilige Branche, 59 Prozent erwarten außerdem Marktbereinigungen. Gegengleich lautet die mehrheitliche Einschätzung für das eigene Unternehmen: Hier sehen 6 von 10 keine Gefahr, ein möglicher Grund dafür könnte etwa die laut 79 Prozent der Befragten gute Motivation im Team sein. Und auch der österreichischen Bundesregierung wird für ihre Arbeit ein überaus gutes Zeugnis ausgestellt: 96 Prozent bescheinigen dieser Kompetenz im Umgang mit der Coronakrise.

Die Krise als Auftrag

63 Prozent der Befragten meinen, dass die aktuelle Lage eine Bedrohung für die jeweilige Branche sei, 18 Prozent sehen sogar eine sehr große Bedrohung. 59 Prozent rechnen daher auch mit Marktbereinigungen, 12 Prozent gehen sogar mit Sicherheit davon aus. „Besser eingeschätzt wird hingegen die Perspektive für das eigene Unternehmen,“ stellt Marketagent Geschäftsführer Thomas Schwabl fest: „So gehen knapp 6 von 10 Marketing- und Kommunikationsexperten von einer geringen bis gar keiner Bedrohung für das eigene Unternehmen aus. Mit ein Grund für diesen Optimismus mag auch in der mehrheitlich positiven Wahrnehmung des Teamgeists in diesen herausfordernden Zeiten liegen (79 Prozent)“.
4 von 5 Befragten geben an, dass die Motivation im Team „eher groß“ (47 Prozent) oder sogar „sehr groß“ (32 Prozent) sei. Eine durchaus positive Zukunftsdimension gewinnt dieses Bild durch die Chancen und Potenziale, welche für das eigene Unternehmen durch die Krise gesehen werden: 74 Prozent nennen hier das „Aufbrechen gewohnter Denkweisen“, gefolgt von 69 Prozent, die in der gestiegenen räumlichen und zeitlichen Autonomie einen Gewinn sehen und 59 Prozent, die generell empfinden, die Mitarbeiter dadurch „stärker zusammengeschweißt“ würden. Und immerhin 37 Prozent erklären, dass „bisher aus Zeitgründen vernachlässigte Tasks“ nun endlich in Angriff genommen werden. "Es ist sicher eine herausfordernde Situation, die aber auch Potenziale eröffnet. Vorausgesetzt die Unternehmen machen jetzt ihre Hausaufgaben", erläutert Christian Krpoun, CEO der Wiener Kommunikationsagentur currycom: "Die Krise ist auch ein Auftrag und zeigt die Notwendigkeit, bestehende Prozesse, Strukturen und Geschäftsmodelle zu hinterfragen und sich für die Zeit danach zu rüsten. Dafür braucht es Führungspersönlichkeiten mit hoher Kommunikationsfähigkeit, Empathie und dem Mut, Zukunft neu zu denken."


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