Gerhard Fritsch, SPAR 13.09.2021, 08:00 Uhr

"Nicht nur mein Lebenswerk, sondern das eines perfekten Umfelds."

Gerhard Fritsch, Leiter Konzern-Marketing SPAR, wurde am 1. September im Rahmen der Marketing Leader Awards 2020 mit dem Sonderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Im Interview spricht Fritsch über seine erste Reaktion und wie es für ihn weitergeht.
Dr. Gerhard Fritsch, Leitung Konzern-Marketing SPAR, hat den Sonderpreis "Lebenswerk" im Rahmen der Marketing Leader of the year Awards 2020 erhalten.
(Quelle: SPAR/evatrifft)
Herr Fritsch, man darf Ihnen gratulieren, denn Österreichs Marketing-Community hat Sie mit dem Sonderpreis „Lebenswerk“ der Marketing Leader of the year 2020 ausgezeichnet. Warum, glauben Sie, sind Sie bei Österreichs Marketing Community in den vergangenen Jahrzehnten so gut angekommen?
Gerhard Fritsch: Nicht ich bin ausschließlich bei der Marketing-Community so gut angekommen, sondern das, was wir als Marketingteam in den letzten Jahrzehnten geleistet haben. Wir freuen uns, die neue Nummer 1 im österreichischen Lebensmittelhandel zu sein und ich freue mich dazu einen Beitrag geleistet zu haben.
Welcher Gedanke ist Ihnen als erstes durch den Kopf gegangen, als Sie erfahren haben, dass Sie den Sonderpreis der Marketing Leader of the year 2020 Awards für Ihr „Lebenswerk“ erhalten haben?
Fritsch: Erstens ist es nicht mein Lebenswerk, sondern das eines perfekten Umfelds – privat wie beruflich und mein zweiter Gedanke war, dass es das „hoffentlich nicht gewesen ist – da ist schon noch was zu tun.“
Was war Ihrer Ansicht nach die prägendste Erfahrung, die Sie während Ihrer Karriere bei SPAR erleben durften?
Fritsch: Es auf eine Erfahrung zu reduzieren, geht nicht. Erfahrung ist für mich die Summe von Erlebnissen bzw. Ereignissen. Eines kann ich aber klar feststellen: die Vorteile eines familiengeführten Unternehmens zahlen extrem positiv in Marketingziele ein.
Georg Wiedenhofer, Geschäftsführer bei AMC Marketing Impuls Austria fungierte als Laudator. Wie gefiel Ihnen Wiedenhofers Lobrede zu Ihren Ehren?
Fritsch: Georg und mich verbindet eine bald 40-jährige Freundschaft, daher war es für mich eine große Ehre und Freude, dass Georg den Laudator gemacht hat. Und wenn man nur Gutes über sich persönlich und die geleistete Arbeit hört, dann tut das schon sehr gut.
Welche Ziele verfolgen Sie noch in Ihrem letzten Jahr bei SPAR, bevor Sie sich in Ihre wohlverdiente Pension verabschieden?
Fritsch: Vor allem im digitalen Bereich sind wir täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert die es zu bewältigen gilt und weiterhin heißt es, mit „offenen Augen und Ohren“ Veränderung erkennen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Ein klares Ziel ist selbstverständlich im Laufe des nächsten Jahres, die Auswahl meines Nachfolgers/meiner Nachfolgerinn und eine perfekte Übergabe aller meiner Funktionen.
Welche Eigenschaften haben Sie Ihrer Meinung nach dort hingebracht, wo sie heute sind?
Fritsch: Das möchte ich nicht aus meinem Selbstbild heraus beantworten. Georg Wiedenhofer hat in seiner Laudatio unter anderem Handschlagqualität, offene Türen bei Problemen, klare Meinungsäußerung, Verhandlungsgeschick und handwerkliches Talent, angeführt.
Abschließend: Was würden Sie einem jungen Menschen ans Herz legen, der im Marketingfach Karriere machen will?
Fritsch: Das kann ich pauschal nicht beantworten. Wichtig scheint mir, dass man sich unter anderem selbst treu und authentisch bleibt, ein gutes G´spür für Veränderungen hat, Ausdauer zeigt, an das Produkt glaubt und letztlich auch das Glück hat, bei Weichenstellungen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.



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