Aus der Praxis 12.07.2022, 10:45 Uhr

Hybrid Work: Fünf Cybersecurity-Tipps für den Sommer

Mit dem Sommer steigen nicht nur Temperaturen und Reiselust, sondern auch Cyberangriffe. Denn Unternehmen sind wegen Remote Work einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgesetzt. Hans Greiner, CEO von Cisco Österreich, gibt fünf Tipps für einen sicheren Hybrid-Work-Sommer.
Hans Greiner, Geschäftsführer von Cisco Österreich 
(Quelle: Cisco)
Gerade wenn man Urlaub und Arbeit verbinden will, werden die Vorteile von Hybrid Work schnell ersichtlich: zwischen den Meetings surfen, die Brainstorming-Session an den Strand verlegen und vom Pool aus am Meeting teilnehmen. Hybride Arbeitsmodelle machen genau das möglich und tragen auch dazu bei, das Wohlbefinden, die Work-Life-Balance und die berufliche Leistung von MitarbeiterInnen auf der ganzen Welt zu verbessern. Wie eine jüngste Cisco-Studie gezeigt hat: Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der Beschäftigten sind der Meinung, dass Hybrid Work alle Aspekte ihres Wohlbefindens verbessert. De facto: Hybrid Work macht glücklicher (82 Prozent) und produktiver (60 Prozent).
„Da traditionelle Arbeitsstrukturen zunehmend aufbrechen und hybride Arbeitsformen zur Norm werden, weicht das Konzept des örtlich gebundenen Arbeitsplatzes mit all seinen Regeln und Hierarchien einem flexiblen Hybrid-Work-Modell. Diese neue Art des Arbeitens erfordert ausgeklügelte IT-Lösungen, die Collaboration, Sicherheit, Netzwerke sowie Cloud umfassen – eine IT-Infrastruktur, die agiler, effizienter und sicherer ist als je zuvor“, erklärt Hans Greiner, Geschäftsführer von Cisco Österreich. Und ergänzt: „Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass diese flexible Arbeitswelt nur dann möglich ist, wenn eine hohe Daten- und IT-Sicherheit gewährleistet wird. Das liegt im Interesse aller Mitarbeitenden. Denn mit der Freiheit und der Macht von Hybrid Work kommt auch die Verantwortung, cybersicher zu arbeiten – egal von wo aus man tätig ist.“

Fünf Tipps für ArbeitnehmerInnen

Um den Hybrid-Work-Sommer möglichst sicher zu gestalten, sollten ArbeitnehmerInnen diese fünf Cybersecurity-Tipps beachten: 
  • Better safe than sorry: Wählen Sie ein wirklich (!) sicheres Passwort
Zu den beliebtesten Passwörtern zählen immer noch 123456, qwerty und passwort. Mit jedem dieser Passwörter laden Sie AngreiferInnen geradezu ein. Damit Sie Ihre digitale Identität behalten, kommt es vor allem auf die Authentifizierung an. Erstellen Sie für jede Plattform ein eigenes Passwort, das jeweils aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Symbolen besteht. Zudem gilt: Ändern Sie Ihre Passwörter jährlich. 
  • Doppelt hält besser: Nutzen Sie 2FA
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung fügt eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu, die einfach zu bedienen ist. Damit wird es erschwert, unberechtigterweise auf Ihre Daten zugreifen zu können. Mittels 2FA-Technologien können NutzerInnen einen böswilligen Missbrauch ihrer Anmeldedaten erkennen und Administratoren können anhand der Metadaten aus der Anmeldebestätigung der NutzerInnen ungewöhnliche Zeiten oder Orte des Zugriffs bemerken.
  • Wachsam und bedächtig bleiben: Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Ihrem Gerät
Es mag selbstverständlich klingen, aber die Art und Weise, wie Sie Ihre Geräte benutzen, machen diese eben mehr oder weniger anfällig für Cyberangriffe. Achten Sie darauf, dass Ihre PIN und Passwörter nicht mit anderen Daten verknüpft sind (z.B.: mit dem Geburtstagsdatum oder der Kreditkarten-PIN). Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen und aktualisieren Sie Ihre Software laufend, sodass sie immer am aktuellsten Stand ist. Nutzen Sie das WLAN an öffentlichen Plätzen immer nur mit VPN. Als goldene Regel gilt: Versuchen Sie niemals, bestehende Sicherheitsvorkehrungen der IT zu umgehen. Denn Bequemlichkeit spielt Cyberkriminellen in die Hände.
  • Vom Tarnen und Täuschen: Vertrauen Sie keinen dubiosen E-Mails oder Anrufen 
Heutzutage können Phishing-Mails sehr überzeugend wirken. Achten Sie auf ungewöhnliche Formulierungen, E-Mail-Adressen, Links, Unternehmen mit Gmail-Adressen und dergleichen. Auch Anrufe mit der Aufforderung etwas herunterzuladen oder zu autorisieren sind keine Seltenheit. Fragen Sie im Zweifelsfall in Ihrer IT-Abteilung nach.
  • Vorsicht ist besser als Nachsicht: Überprüfen Sie Ihre Endpoint-Security
Wir alle wissen, wie wichtig ein Endpunktschutz auf unseren Systemen ist, um Malware zu erkennen und zu neutralisieren. Doch wann haben Sie das letzte Mal überprüft, ob dieser auf dem neuesten Stand ist oder ob die neuesten Signaturen installiert sind? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um zu überprüfen, ob Ihr Endpunktschutz auch wirklich funktioniert, und führen Sie einen kurzen Systemscan durch. Vorsicht ist besser als Nachsicht.
Nun müssen Sie nur noch beim Buchen darauf achten, dass der Urlaubsort über ein leistungsstarkes WLAN verfügt. Dann steht Ihrem sicheren und glücklichen Hybrid-Work-Sommer nichts mehr im Weg. 



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