Interview 29.03.2021, 09:15 Uhr

Siegfried Stepke, e-dialog: „Nächster möglicher Standort könnte Hamburg sein.“

Im Interview verrät Siegfried Stepke, wie es e-dialog gelang, inmitten von Lockdowns und Ausgehbeschränkungen einen neuen Standort in Düsseldorf zu eröffnen, was 2021 ansteht und wie die Zusammenarbeit mit den Neukunden O₂, O₂ Business und blau.de aussieht.
Siegfried Stepke, e-dialog: „Der Shift in Remote Work ist bei uns gut gelungen.“
(Quelle: e-dialog)
Herr Stepke, inmitten der Corona-Pandemie erweiterten Sie Ihre Präsenz mit e-dialog im DACH-Raum und haben einen Standort in Düsseldorf eröffnet. Wie kam es dazu?
Siegfried Stepke: Zu den strategischen Vorteilen (Media-Stadt, sehr zentral, tolle Atmosphäre) kam das Glück, dass wir dort gleich mit einem langjährigen Branchenexperten als optimaler Besetzung starten konnten. Logisch und gleichzeitig überraschend war, wie wichtig die Präsenz vor Ort im riesigen Deutschland von Kunden und Leads eingestuft wurde – obwohl wir schon jahrelang am Markt erfolgreich aktiv waren.
Wie viele Standorte insgesamt hat das e-dialog-Netzwerk? Und wo?
Stepke: Wir haben eingetragene Standorte in Wien, Zürich und Düsseldorf und Repräsentanzen in Brüssel, Prag und Lodz – vermutlich kommt bald Hamburg dazu. In Zeiten von Remote Work haben wir das Phänomen, dass jeder von überall aus arbeiten kann (und auch tut), aber physische Büros als Plattformen sowohl für Mitarbeiter als auch Kunden ihre Bedeutung haben.
Haben Sie mit e-dialog auch geplant, außerhalb des DACH-Raums zu wachsen?
Stepke: Das steht zumindest nicht im Drei- oder Sechs-Monats-Plan, wir sind aber so flexibel, dass wir Chancen ergreifen, wenn sie sich ergeben – aber auch nicht müssen.
Wie viele Mitarbeiter zählt das e-dialog-Netzwerk derzeit?
Stepke: Wir sind mittlerweile auf 65 angestellte Mitarbeiter gewachsen und suchen noch kräftig. Dabei profitieren wir von einer ausgezeichneten Arbeitgebermarke mit einer tollen Reputation – nicht zuletzt auch, weil wir keinen Tag Kurzarbeit hatten und auf Top-Bewertungen auf kununu & Co. verweisen können, sondern auch innerhalb des großen Bereichs „Digital“ speziell die Zukunftsthemen abdecken.
Die Corona-Pandemie ist ja nach wie vor allgegenwärtig. Inwiefern hat sich die Krise auf Ihre Arbeit bzw. Ihre Arbeitsweise ausgewirkt?
Stepke: Der Shift in Remote Work ist unmittelbar gelungen – auch unsere Kunden haben sich flexibel daran angepasst. Wir haben natürlich den Vorteil, dass unsere Werkzeuge und Plattformen ohnedies alle digital und in der Cloud sind. 2021 steht vor allem die Neu-Erfindung von sozialem Austausch, Gruppendynamik und ein neu gelebtes Miteinander auf dem Programm – das ganz anders als im Büro stattfinden wird.
Die sogenannte „Post-Cookie-Ära“ steht kurz bevor, die besonders Marketern bzw. Werbetreibenden zu schaffen macht. Was ist Ihre Meinung zu dem Thema?
Stepke: Unsere Meinung dazu kann man in unserer mittlerweile 30-seitigen Post-Cookie-Ära FAQ auf www.e-dialog.at downloaden. Kurz gesagt, kann man sich gut auf darauf vorbereiten, dann wird die Welt nicht untergehen und hat die Chance, wieder besser als seine Mitbewerber aufgestellt zu sein. Dazu bieten wir neben einem mittlerweile 30-seitigen Post-Cookie-Ära FAQ als kostenlosen Download auch unsere Expertise vom Assessment bis zur Begleitung an. Und: Zu diesem Thema gibt es auch einen Schwerpunkt auf der Google Analytics Konferenz im April.
e-dialog hat kurz nach der Eröffnung in Düsseldorf einen namhaften deutschen Kunden für sich gewonnen: Telefónica Deutschland bzw. konkret die Marken O₂, O₂ Business und blau.de. Wie genau sieht Ihre Unterstützung für diese Marken aus?
Stepke: Mit einfachen Worten: Ausbau des datengetriebenen Marketings beginnend bei einem sauberen Tracking, vorbereitend auf die Post-Cookie Ära und fortgeschrittener Attributionsmodellierung. Dabei werden die Touchpoints in der Customer Journey genau analysiert. Das ist die Basis für Personalisierung, UX- und Budget-Optimierung.
Welche Ziele haben Sie mit den neu gewonnenen Kunden?
Stepke: Mit unserem Datascience-Team entwickeln wir mithilfe von Machine Learning Anwendungen, die vor kurzem noch wie Science Fiction gewirkt haben: Erstellung von Texten aus Produktbildern heraus, Prediction von Kaufwahrscheinlichkeiten und davon abhängigen Aktionstriggern, Micro-Clustering von Usern statt platter Zielgruppen oder Personas, usw. Das alles sind Entwicklungen, die durch die zunehmende Verfügbarkeit von Rohdaten – in Echtzeit – möglich werden und nicht mehr nur den großen Playern vorbehalten sind!
Und abschließend: Welche Ziele haben Sie für das e-dialog-Netzwerk für das Jahr 2021 gesetzt?
Stepke: Unser Führungskräfteteam hat nach quantitativen Zielen gefragt – und ich hab ihnen nur qualitative gegeben. Know-how, Qualität, Service und Freude – damit kommt der Erfolg von selbst. Inhaltliche Themen sind kanalübergreifende, ganzheitliche Konzepte inklusive Steuerung und Optimierung. Das Spannende: Im Funnel decken wir von Awareness bis hin zu Aftersales und Retention alles innerhalb unserer Expertise ab.



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