Diskussionsrunde 25.02.2020, 12:47 Uhr

MCÖ und PRVA Clubabend: „Ohne das Analoge ist alles Digitale nichts.“

Am 24. Februar trafen sich die Mitglieder und Gäste des Marketing Club Österreich und des Public Relations Verband Austria (PRVA) zu einem gemeinsamen Clubabend rund um die „Kommunikation im digitalen Zeitalter.“
Gemeinsamer Clubabend des PRVA und MCÖ rund um die „Kommunikation im digitalen Zeitalter.“. Am Foto: Christian Krpoun (Geschäftsführer von currycom communications und des Österreichischen PR-Gütezeichens), Julia Wippersberg (Präsidentin des PRVA), Georg Wiedenhofer (Präsident des Marketing Club Österreich), Tanja Mantz (Head of Digital Marketing, Cinepromotion/Constantin Film), Ingrid Gogl (Head of Digital & Internal Communications, ÖBB), Dejan Jovicevic (CEO, Der Brutkasten), Florian Haas (Head of Brand, Marketing & Communications, EY Österreich) und Niko Pabst (Geschäftsführer Marketing Club Österreich).
(Quelle: Ingo Folie )
Am 24. Februar trafen der Public Relations Verband Austria (PRVA) und der Marketing Club Österreich (MCÖ) im historischen Reitersaal der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) zusammen, um über die Gegenwart und Zukunft der digitalen Kommunikation zu diskutieren. Ingrid Gogl, Head of Digital & Internal Communications bei der ÖBB, Florian Haas, Head of Brand, Marketing & Communications bei EY Österreich, Christian Krpoun, Geschäftsführer von currycom communications und des Österreichischen PR-Gütezeichens sowie Tanja Mantz, Head of Digital Marketing von Cinepromotion/Constantin Film, nahmen an der Diskussionsrunde teil. Dejan Jovicevic (CEO "Der Brutkasten") fungierte als Moderator des Abends, die Begrüßung übernahmen Georg Wiedenhofer (Präsident des Marketing Club Österreich) und Julia Wippersberg (Präsidentin des PRVA).
Ob online oder offline, wer seine Zielgruppe erreichen möchte, muss eine relevante und transparente Kommunikation sicherstellen, darin waren sich alle Diskutanten einig. „In der Kommunikation geht es vor allem um ein Werteversprechen, um – man möge mir das Buzzwording verzeihen – die Purpose Driven Communication. Welche Themen sind für unsere Zielgruppe wirklich relevant, was berührt die Menschen? Dabei gilt es zuallererst, an die Message zu denken, dann erst an den Kanal“, brachte es Ingrid Gogl (ÖBB) auf den Punkt. Dies betonte auch Tanja Mantz (Cinepromotion/Constantin Film), die es mit einem kleinen Team schafft, über 30 verschiedene Kanäle zu bedienen. „Als ich vor etwa zwei Jahren meinen Job antrat, war es mein Ziel, den digitalen Fußabdruck im Gesamtkontext zu verbessern. Dank der Onlineplattformen ist es uns gelungen, mehr als 500.000 Tickets zusätzlich zu verkaufen“, so Mantz und ergänzte: „Unsere Zielgruppen sind sehr unterschiedlich, vom kleinen Kind, das sich den ersten Kinderfilm ansieht bis zum Kinobesucher im hohen Alter ist alles dabei.“

„Gute Kommunikation ist wie ein erfolgreiches Date.“

Florian Haas (EY Österreich) verglich Kommunikationsarbeit wiederum mit einem guten Date: „Nur wer richtig zuhört, auf die Fragen eingeht und für gute Unterhaltung sorgt, erfüllt die Erwartungen seiner Flamme. Sonst werde ich mich mit dieser Person bestimmt nicht mehr treffen.“ Für Christian Krpoun (currycom und Österreichische PR-Gütezeichen) geht es darum, sich das Beste aus beiden Welten für die Marke zu Nutzen zu machen, denn: „Ohne das Analoge ist alles Digitale nichts.“ Als die Diskussion auf die Glaubwürdigkeit der Medien fällt, erwähnte Kropoun den jährlich erscheinenden Edelman Trust Barometer und meint: „Die Menschen möchten einfach glauben, was sie lesen, hören und sehen. Aber sie vertrauen vor allem den Medien, die sie selbst konsumieren.“
Zum Thema Glaubwürdigkeit der Influencer spricht Gogl ihrem Team ein großes Lob aus: „Die glaubwürdigsten Influencer sind unsere Mitarbeiter selbst, darum ist die interne Kommunikation so enorm wichtig. Bei uns postet sogar der Lokführer über seine Erlebnisse auf Social Media und ist somit vertrauensvoller als jedes Posting aus unserer Redaktion. Unsere Mitarbeiter leisten hier großartige Arbeit.“

Automatisiert in die Zukunft

Zur digitalen Kommunikation der Zukunft verriet Haas, dass sein Unternehmen demnächst automatisiertes Marketing ausrollen werde: „Auch wenn es paradox klingt, die Automatisierung bewirkt, dass Kommunikation menschlicher wird.“ Seiner Meinung nach wird sich auch die Konvergenz zwischen Kommunikation und Marketing weiter verstärken. „Das Ziel ist ein nahtloses Kommunikationserlebnis über die gesamte Customer Journey.“
„Die Zukunft der Kommunikation wird fantastisch. Sie wird fantastisch, wenn wir mit Relevanz und den richtigen ethischen Inhalten kommunizieren. Wenn wir wahrhaftig und transparent sind“, so Krpoun abschließend.


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