Live von der DMEXCO 11.09.2019, 13:40 Uhr

In-house vs. externe Agentur: Was bevorzugt der Kunde?

Am 11. September 2019 findet der erste Tag der alljährlichen Digital Marketing Expo & Conference (DMEXCO) statt. Am Vormittag wurde auf der World of Agencies Bühne über den Bedarf von Spezialagenturen, Full-Service- und In-House-Lösungen debattiert.
Am Foto: Larissa Pohl, CEO bei Wunderman, Armin Schroeder, CDO bei Crossmedia GmbH, Anne Stilling, Director Brand Communication and Media Vodafone, und Thomas Koch, Geschäftsführer bei The DOOH Consultancy, auf der World of Agencies Bühne.
(Quelle: Laura-Marie Messner)
Die DMEXCO (Digital Marketing Expo & Conference) findet am 11. und 12. September 2019 in Köln statt. Tausende Besucher strömen auch dieses Jahr nach Köln, um Vorträgen und Debatten von 550 Speakern auf 18 Bühnen beizuwohnen und die 1.100 Stände verschiedenster Aussteller zu besuchen. 
Im Rahmen der DMEXCO diskutierte am ersten Veranstaltungstag ein hochkarätiges Panel zum Thema „Wie viele Agenturen braucht der Kunden – Mensch? Full Service vs. Spezialagenturen. Oder gleich In-house?“. Thomas Koch, Geschäftsführer bei The DOOH Consultancy, führte Larissa Pohl, CEO Wunderman, Armin Schroeder, CDO Crossmedia GmbH, und Anne Stilling, Director Brand Communication and Media Vodafone, durch die Diskussion. Im Zuge einer kurzen Einleitung skizzierte Koch die aus seiner Perspektive geschehenen Entwicklungen von Media- und Kreativagenturen unter dem Einfluss der Digitalisierung. Dem eher kritisch gegenüberstehend erwähnte er, dass rund drei Viertel des Geldes für digitale Marketingzwecke bei Google und Facebook landen. Im Laufe der Diskussion wurde von den Panelteilnehmern verdeutlicht, dass die Digitalisierung der Branche nicht nur als negativ betrachtet werden kann. So äußerte sich Anne Stilling zum Beispiel mit den Worten: „Wir sind in der Werbebranche alle ein bisschen Drama-Queen, als wäre es der Untergang der Werbebranche. Aber nein, wir müssen uns anpassen – Survival of the Fittest.“ 

„Werbung wird eingesetzt um Wirkung zu erreichen“

Mit dem Statement, dass die Forschung eine sinkende Werbewirkung belegt, leitete Koch zum nächsten Thema über. Die Teilnehmer warfen den Punkt auf, dass der Begriff „Werbewirkung“ auch heute noch zu eng gesehen wird. Es bedarf einem Umdenken in Richtung Kommunikations- und Experience-Wirkung. Vor allem durch die Digitalisierung entstanden neue Möglichkeiten zur Messung der Werbewirkung, mit deren Hilfe auch Unternehmen selbst, ihrer Verantwortung der Werbewirkungskontrolle nachkommen können. 

„Den Blick nach außen nicht verlieren“

Zudem wurde darüber gesprochen, dass immer mehr Kunden In-house Lösungen bevorzugen. Kostenersparnis, schnellere Kommunikation und mehr Kontrolle über das Ergebnis sehen Unternehmen als klare Vorteile von internen Kompetenzen. Allerdings betonte Schroeder, dass die Zusammenarbeit mit Agenturen oft unumgänglich ist, da In-house Lösungen nur dann sinnvoll sind, wenn sie Mehrwert liefern und finanzierbar sind. Stilling hebte in diesem Zusammenhang auch hervor, dass durch das Beauftragen von Agenturen der Blick nach außen nicht verloren geht.
Internet World Austria berichtet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten live von der DMEXCO. Dieser Artikel wurde von Laura-Marie Messner und Alexandra Nigl verfasst.


Das könnte Sie auch interessieren