DMEXCO 2022 26.09.2022, 08:30 Uhr

Inflation auf Rekordniveau: Auswirkungen auf E-Commerce

Im Rahmen der diesjährigen DMEXCO hatten BesucherInnen am ersten Tag die Möglichkeit, beim Vortrag von Katharina Huke, der CCO bei Idealo Deutschland, Aktuelles zum Thema E-Commerce und Inflation zu erfahren.
Katharina Huke, Chief Commercial Officer bei Idealo, im Gespräch mit den Studierenden der Fachhochschule St. Pölten.
(Quelle: Sebastian List)
Die DMECXO fand heuer am 21. und 22. September 2022 in der Messe Köln statt. Das Motto lautete „We progress together“ zusammen. Unter den über 600 Vortragenden war auch Katharina Huke, mit dem hochaktuellen Thema Einfluss von Inflation auf E-Commerce. Zurzeit befindet sich die Inflation in Deutschland wie auch in Österreich auf einem Höchststand. Ausgelöst durch die aktuellen internationalen Krisen konnte ein Anstieg von vier auf fast acht Prozent Inflation im vergangenen Jahr vermerkt werden. Laut Prognosen des Online-Preisvergleichsportals „Idealo“ könnte dieser Wert im kommenden Jahr auf bis zu elf Prozent ansteigen. Allein im Online-Handel ist der durchschnittliche Wert der Inflation sogar um 14 Prozent gestiegen.

„Leute haben Angst vor kaltem Winter“

Besonders stark ist dieser Anstieg im Bereich der Heizgeräte und Wärmequellen zu spüren. Dieser hohe Wert ist vor allem auf die Angst der Bevölkerung zurückzuführen, sich die Heizkosten im kommenden Winter nicht mehr leisten zu können. Sinkende Preise zeigen sich hingegen bei jenen Bereichen, die gerade zu Beginn der Corona-Pandemie einen Boom erlebt haben, wie Küchenmaschinen oder Laptops. Dies ist auf die sinkende Nachfrage zurückzuführen, da die Bevölkerung mit diesen meist langlebigen Produkten bereits eingedeckt ist. Anders als Großteils vermutet, gab es in vielen Bereichen Verkürzungen der Lieferzeiten.

Konsumklima in Deutschland auf Rekordtief

Eine Studie der HDE und GFK Deutschland zeigt, dass die Kaufbereitschaft der Deutschen schon seit Monaten stark abnimmt. Auch die, von Idealo durchgeführte, Inflationsumfrage vom Juni 2022 bestätigte dieses Ergebnis. So wählen 83 Prozent der Befragten, laut eigener Aussage, billigere Produkte und achten dabei weniger als zuvor auf Fairness in der Produktion und Nachhaltigkeit. Vor allem in den Bereichen Reisen, Bekleidung und Freizeit geben rund 87 Prozent an, auch in Zukunft weiter sparen zu wollen. Knapp drei Viertel der TeilnehmerInnen rechnen mit weiteren Teuerungen in den kommenden Monaten. Generell werden KonsumentInnen in absehbarer Zeit weniger Geld zum Ausgaben haben. Dennoch sieht Katharina Huke E-Commerce weiterhin als rentabel an, da sich die Anzahl an Konkurrenten in Krisenzeiten reduziert.
Internet World Austria berichtet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten live von der DMEXCO. Dieser Artikel wurde von Sabrina Bioc und Sebastian List verfasst.



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