Ohren spitzen! 23.09.2020, 18:00 Uhr

Klangmarken-Talk: So verschafft man seiner Marke Gehör

Am Vormittag des ersten Veranstaltungstages der DMEXCO @home widmeten sich Ric Scheuss, Managing Director TRO Music, Sound and Voice for Brands und Yamina Grossmann, Marketingleiterin "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" der Frage, wie Marken hörbar gemacht werden können.
Ric Scheuss, Managing Director bei TRO Music, Sound and Voice for Brands spricht mit Yamina Grossmann, Marketingleiterin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", bei der DMEXCO @home über Klangmarken und ihre strategische Bedeutung.
(Quelle: Screenshot DMEXCO Kerstin Reiter und Bianca Taller.)
Viel Potenzial, große Chancen und strategische Hochleistungen waren Schlagworte, die im Vortrag von Ric Scheuss, Managing Director TRO Music, in Bezug auf die Entwicklung einer Klangmarke fielen. Yamina Grossmann, Marketingleiterin "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete zudem von ihren Erfahrungen als Kundin. Dabei betonten die beiden, dass die Kenntnis über die Bedeutung und die Werte einer Marke essenziell sei, um den richtigen Sound zu entwickeln. Gerade Unternehmen mit geringen Mediabudgets müssen besonderen Fokus auf die strategische Planung von audiovisuellen Maßnahmen legen, um sie effizient zu gestalten. Im Zentrum des Vortrages lag das akustische Ökosystem, welches aufgrund verschiedener Faktoren für jedes Unternehmen individuell gestaltet werden muss. Je nachdem, ob die Zielsetzung sich auf die Verbreitung der Markenbotschaften, auf die Dialogführung oder die Inspirations- und Lifestyle-Ebene bezieht, werden unterschiedliche Kern-Touchpoints herangezogen. Die Möglichkeit der Nutzung einer Klangmarke differenziert sich. "Grob gibt es zwei Arten von Marken wie sie mit Klang umgehen", betont Scheuss. Einerseits gibt es diejenigen, die sich ihrer Markenwerte sehr bewusst sind und diese auch intuitiv in Stimme und Klang umwandeln. Jedoch werden hier, laut Scheuss, die Potenziale nicht vollkommen ausgeschöpft. Andererseits gibt es Marken, die viele verschiedene Klänge und Touchpoints bedienen, dabei jedoch keine einheitliche Botschaft vermitteln.
Um eine Klangmarke zu entwickeln, die bei der Zielgruppe die gewünschte Wirkung entfaltet, sollten folgende drei Sphären beachtet werden: die kommerzielle Effektivität, der kulturelle Einfluss sowie die formale Effizienz, die sich mit der Messbarkeit der Sounds, der Vergangenheit der Marke und dem akustischen Potenzial beschäftigen. Die direkte Erstellung eines Markensounds erfolgt anhand einer Auswertung welche Emotionen und welcher Lebensstil durch den Markensound vermittelt werden sollen. Aufgrund eines Algorithmus welcher zum Profil passende Tracks ermittelt, wird ein Klang kreiert, der als Basis für das Soundlogo dient.
Internet World Austria berichtet in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der FH St. Pölten von der DMEXCO. Dieser Artikel wurde von Kerstin Reiter und Bianca Taller verfasst.


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