E-Mail-Marketing Benchmark 2022 19.01.2022, 12:15 Uhr

DDV: Unternehmen verbessern Performance, Optimierungspotenzial bleibt

Die in Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) und absolit Dr. Schwarz Consulting entstandene "E-Mail-Marketing Benchmark" ist am 19. Jänner in dritter Auflage erschienen. Das Ergebnis: E-Mail-Marketing bleibt wichtigstes Tool.
Martin Nitsche, DDV-Präsident: "Unternehmen, die heute den eigenen Datenbestand gezielt aufbauen und anreichern, sichern ihre Wettbewerbsfähigkeit von morgen."
(Quelle: DDV)
Die E-Mail bleibt weiterhin das wichtigste Marketing-Tool mit der höchsten Marktdurchdringung. 99 Prozent (im Vorjahr 98 Prozent) setzen E-Mail-Marketing ein, um regelmäßig mit KundInnen und Interessierten in Kontakt zu treten. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „E-Mail-Marketing Benchmarks 2022“, die in Zusammenarbeit zwischen DDV und absolit Dr. Schwarz Consulting entstanden ist und nun in dritter Auflage veröffentlicht wird.

79 Prozent der Unternehmen nutzen Website für Leadgenerierung

Die Studie zeigt, dass die untersuchten Unternehmen im direkten Jahresvergleich ihre Performance weiter verbessern. So nutzen mittlerweile 79 Prozent (im Vorjahr 70 Prozent) ihre Webseite zur Leadgenerierung und bieten Interessenten die Möglichkeit, einen regelmäßigen E-Mail-Service zu abonnieren. Auch beim Einsatz einer professionellen Versandsoftware gibt es im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von sieben Prozentpunkten (im Vorjahr 71 Prozent) Fortschritte.
 
Quelle: absolit Dr. Schwarz Consulting
 
Ein positiver Trend zeigt sich dieses Jahr vor allem bei den Themen „Sicherheit“ und „Technik“. Sie gehören zu den wachstumsstärksten der insgesamt sieben untersuchten Bereiche. Hebel zur weiteren Optimierung gibt es dennoch: So ist aktuell nur jede zehnte Versand-Domain vollumfänglich vor Missbrauch geschützt.
 
Quelle: absolit Dr. Schwarz Consulting
 

Verbesserungspotential bei Newsletter-Anmeldeprozessen

An anderen Stellen gibt es ebenfalls Verbesserungsbedarf. Der Anmeldeprozess für den Newsletter ist nur bei jedem fünften Unternehmen wirklich benutzerfreundlich. Auch beim Thema Datengenerierung gibt es offensichtliche Mängel. Nur magere 35 Prozent (im Vorjahr 34 Prozent) erheben beispielsweise Zero-Party-Daten, um sie gezielt im Rahmen der Kundenkommunikation zu nutzen. 
DDV-Präsident Martin Nitsche sieht das kritisch: „Spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO ist klar, dass eigene Daten immer wichtiger werden. Unternehmen, die heute den eigenen Datenbestand gezielt aufbauen und anreichern, sichern ihre Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Das haben offenbar noch nicht alle verstanden und viele Unternehmen müssen hier deutlich aktiver werden.“ 
Wie auch schon im vergangenen Jahr kämpfen Händler und Touristikunternehmen um die Top-Platzierungen. Die Deutsche Bahn belegt den ersten Platz, gefolgt von Berge & Meer und ZooRoyal auf den Plätzen zwei und drei. 
Für die Studie „E-Mail-Marketing Benchmarks 2022“ wurden mehr als 5.000 Top-Unternehmen aus neun Branchen im deutschsprachigen Raum zum Thema E-Mail-Marketing analysiert. Untersucht wurde dabei, wie umfassend der digitale Kundendialog ist, welche Versandtechnik zum Einsatz kommt, wie professionell versendete E-Mails gestaltet sind und wie der Rechtslage entsprochen wird. Außerdem wurde geprüft, wie gut sich das Unternehmen gegen Angriffe Dritter schützt, ob Marketing Automation zum Einsatz kommt und ob die Webseite zur Lead-Generierung genutzt wird. 
Die gesamte „E-Mail-Marketing Benchmarks 2022“ Studie kann hier heruntergeladen werden.



Das könnte Sie auch interessieren