Gastkommentar 14.06.2021, 08:30 Uhr

Employee Experience als USP: Warum damit warten?

Melanie Adam-Fischer ist Juniorpartnerin der Employer-Branding-Agentur identifire. Im Gastkommentar gibt Adam-Fischer spannende Einblicke in die aktuelle Employer-Branding-Studie "Nutzen Sie den Wow-Effekt" und erklärt, was gutes Employer Branding ausmacht.
Melanie Adam-Fischer, Juniorpartnerin identifire: "Auch wenn 63 Prozent der Unternehmen heute schon Maßnahmen für ein verbessertes Arbeitserlebnis setzen, steckt bei den wenigsten eine Gesamtstrategie dahinter."
(Quelle: identifire)
Arbeitgeber müssen heute alles daransetzen, attraktiv zu sein und zu bleiben. Der beste Weg: neugierig machen, anziehen und langfristig begeistern. So bleiben Menschen produktiv, innovativ und loyal.
Gelungenes Employer Branding spiegelt sich in einer positiven Employee Experience wider. Von Candidate Experience sprechen wir, wenn es den Bewerbungsprozess betrifft.
Worum geht es? Employee Experience fasst alle Eindrücke und Gefühle zusammen, die Mitarbeitende während ihrer gesamten Laufbahn im Unternehmen sammeln. Im „War for Talents“ vorne mit dabei zu sein, ist also harte und facettenreiche Arbeit. MitarbeiterInnen langfristig binden können nur die Unternehmen, bei denen das Erlebnis „Job“ stimmt. Und die es schaffen, die zahlreichen Puzzleteile, aus denen sich die Experience zusammensetzt, erfolgreich zu orchestrieren.

Kulturerlebnis wird zum Wettbewerbsvorteil

Neben attraktiven Arbeitszeitmodellen, fairen Gehältern, maximaler Flexibilität, zahlreichen Benefits und umfangreichen Gesundheitsangeboten ist Unternehmens- und Führungskultur oft das Zünglein an der Waage. Die aktuelle Studie „Nutzen Sie den Wow-Effekt?“ von identifire und Stepstone Österreich zeigt: Auch wenn 63 Prozent der Unternehmen heute schon Maßnahmen für ein verbessertes Arbeitserlebnis setzen, steckt bei den wenigsten eine Gesamtstrategie dahinter. Handlungsbedarf wird längst erkannt, immerhin stufen 95 Prozent der Top-Manager, HR und Kommunikations-ExpertInnen aus der DACH-Region den Stellenwert von Employee Experience in den nächsten drei bis fünf Jahren als (sehr) hoch ein. In Anbetracht dieser Zahlen noch verwunderlicher, dass vor allem auf Einzelmaßnahmen und Quick Wins gesetzt wird. Woran scheitert die Investitionsbereitschaft in die Experience?

Nachhaltiges Investment, das sich lohnt

Employee Experience braucht einen festen Platz in der Personalstrategie. Zeit der Management-Ebene klarzumachen, dass Investitionen in die Unternehmenskultur zum USP am Arbeitsmarkt wird. Die Corona-Pandemie hat nämlich nicht nur gezeigt, wie wichtig es ist, auf MitarbeiterInnen Bedürfnisse einzugehen. Auch die neu gewonnene Freiheit und Flexibilität nicht einfach weggeimpft werden kann. Apropos Boost: Vor allem in Sachen Digital Experience hat Corona einen wahnsinnigen Schub gebracht. So bieten 83 Prozent der Befragten Unternehmen bereits ortsunabhängig digitalen Zugriff auf die wichtigsten Informationen. Was die Mitbestimmung bei der Auswahl von Endgeräten und Anwendungen angeht, liegen die kleinen Unternehmen mit 45 Prozent allerdings weit vor den großen.
In Sachen interner Kommunikation wird es in der Post-Corona-Ära spannend. Wie nachhaltig sind die zahlreichen Insellösungen und aus dem Boden gepoppten Kommunikationskanäle? Was brauchen die Teams tatsächlich, was hat sich bewährt? Unternehmen sollten dies durch Partizipation und Feedback herausfinden. Ein erster guter Schritt, den iterativen Prozess des Employee Experience Designs anzustoßen. Warum warten Sie noch?
Mehr zum Thema Employee Experience sowie die komplette Studie gibt es hier zum Download: https://www.identifire.at/studie-employee-experience
Melanie Adam-Fischer ist Juniorpartnerin bei identifire. Sie ergänzt das Team mit ihrem interdisziplinären Wissen aus Kommunikation, Marketing und HR sowie ihrer Erfahrung als Teamleiterin im österreichischen Konzernumfeld. Als Expertin in Sachen Employer Branding & Employee Experience unterstützt sie Unternehmen dabei, einzigartige Arbeitserlebnisse und „Moments that matter“ entlang aller Kontaktpunkte und Lebensphasen zu gestalten.



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