Werbung im Netzwerk 17.01.2019, 12:00 Uhr

Das hat sich 2018 bei Facebook Ads geändert

Zum Jahresbeginn gibt Facebook einen Rückblick auf die Änderungen, die 2018 im Anzeigengeschäft für mehr Transparenz und mehr Kontrolle sorgen sollten. Für die Zukunft verspricht der Zuckerberg-Konzern, das Werbeerlebnis im Sinne der Kunden zu verbessern.
(Quelle: shutterstock.com/JuliusKielaitis)
Im letzten Jahr wurden bei Facebook einige Änderungen vorgenommen, um Anzeigen transparenter zu machen und den Nutzern mehr Kontrolle über die Anzeigen zu geben. Auch in Zukunft will das soziale Netzwerk weiter daran arbeiten, den Einsatz von Werbung auf der Plattform für Nutzer sinnvoll und angenehm zu gestalten. Das verspricht Facebook in einem Rückblick auf das Werbejahr 2018 in seinem Business-Blog.
So habe man Werbung auf Facebook im vergangenen Jahr transparenter gemacht, indem mehr Informationen zu Anzeigen freigegeben wurden: Ein Abschnitt mit Infos über Anzeigen auf den Unternehmensseiten ist für alle Nutzer einsehbar. Darüber hinaus führte Facebook einen Verifizierungsprozess für Unternehmensseiten mit großer Abonnentenzahl ein, um zu verhindern, dass Organisationen und Einzelpersonen Konten erstellen, die verschleiern, wer hinter den jeweiligen Seiten steht.
Vor allem in Sachen politische Anzeigen war Facebook aktiv: Zum Schutz vor Wahlbeeinträchtigungen wurde ein neues Genehmigungsverfahren für Advertiser eingeführt, die in den USA Wahlanzeigen schalten. Ein öffentliches Archiv sammelt darüber hinaus jegliche politische Werbung für bis zu sieben Jahre. Das Archiv gibt es neben den USA bisher auch in Brasilien und Großbritannien.

Mehr Klarheit beim Datenzukauf

Die Privatsphäre der Nutzer soll auch durch Änderungen beim Umgang mit Daten von Drittanbietern gesichert werden: So stellte Facebook die so genannten Partnerkategorien ein, das heißt Targeting-Optionen, die durch Informationen von externen Datenanbietern ergänzt wurden. Die Datenverkäufer verpflichten sich bei Facebook außerdem dazu, preiszugeben, wie sie Informationen in ihren benutzerdefinierten Zielgruppen abrufen.
Für Unternehmen dürfte die Überarbeitung der Anzeigenkennzahlen von Interesse sein: Um Unternehmen einen besseren Einblick in die Berechnung der Metriken zu geben, hat Facebook vergangenes Jahr neue Bezeichnungen eingeführt, die klar abgrenzen, welche Zahlen "geschätzt" oder "in Entwicklung" sind. Bessere Tools zum Schutz der Markensicherheit erlauben den Werbekunden zudem mehr Kontrolle über und Einblick in ihre Werbeplätze. Aktualisierungen der Werberichtlinien runden die Änderungen ab.
Für die Zukunft will Facebook weiterhin an der Umsetzung seiner Richtlinien arbeiten und hofft, das Werbeerlebnis weiter auf der Plattform verbessern zu können. Das kann das Netzwerk gleich im kommenden Mai unter Beweis stellen, wenn die EU-Wahlen anstehen.

Sonja Kroll
Autor(in) Sonja Kroll


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