Ads Safety Report 2021 05.05.2022, 10:45 Uhr

Google: 3,4 Milliarden Anzeigen wurden 2021 blockiert oder entfernt

Der jährlich Report von Google fasst zusammen, wie der Internetriese die Einhaltung der Werberichtlinien durchsetzt und wie viele Verstöße im Jahr 2021 unterbunden wurden.
(Quelle: Pixabay)
Tausende von Google-Mitarbeitenden sind rund um die Uhr darum bemüht, die missbräuchliche Verwendung der Werbedienste zu verhindern und deren Sicherheit für Nutzerinnen und Nutzer, Unternehmen und Publisher zu erhöhen. Ein werbefinanziertes Internet bedeutet, dass jeder kostenlos auf grundlegende Informationen und vielfältige Inhalte zugreifen kann. Mit der fortschreitenden Digitalisierung entwickeln sich auch Googles Richtlinien und Durchsetzungsstrategien weiter. So wird die missbräuchliche Verwendung verhindert und das Wachstum von Unternehmen unterstützt, sodass sie neue Kundinnen und Kunden erreichen können.
Google investiert kontinuierlich in Richtlinien, seine Teams aus Fachleuten und eine Durchsetzungstechnologie, um potenziellen Bedrohungen immer einen Schritt voraus zu sein. Dies umfasst die Einführung von neuen und die Aktualisierung von bereits vorhandenen Richtlinien. 2021 wurde Folgendes eingeführt: eine Richtlinie zu mehrmaligen Verwarnungen für wiederholte Richtlinienverstöße. Zudem wurden mehr als 30 Richtlinien für Werbetreibende und Publisher hinzugefügt oder aktualisiert, darunter eine Richtlinie zu fälschlichen Behauptungen über den Klimawandel.
2021 wurden mehr als 3,4 Milliarden Anzeigen blockiert oder entfernt, über 5,7 Milliarden Anzeigen eingeschränkt und mehr als 5,6 Millionen Kundenkonten gesperrt. Außerdem wurden Anzeigen auf 1,7 Milliarden Publisher-Seiten blockiert oder eingeschränkt und umfassendere Durchsetzungsmaßnahmen auf Site-Ebene für etwa 63.000 Publisher-Sites ergriffen.

Sperrung von dreimal so vielen Werbetreibendenkonten

Wie bereits im Ads Safety Report 2020 geschildert wurde, stellte Google während der Pandemie einen Anstieg der betrügerischen Werbeaktivität durch böswillige Akteure fest. 2021 setzte sich dieser Trend fort, jedoch mit mehr Raffinesse und in einem größeren Umfang – es wurden viele verschiedene Methoden eingesetzt, um unerkannt zu bleiben, wie beispielsweise das gleichzeitige Erstellen von Tausenden von Konten. Dabei werden in der Regel Methoden wie Cloaking und Textmanipulation eingesetzt, sodass die Prüferinnen und Prüfer und Systeme andere Anzeigeninhalte sehen als die jeweilige Nutzerin oder der Nutzer. Hierdurch wird die Erkennung und Durchsetzung von Richtlinien deutlich erschwert.
Google verfolgt auch künftig einen mehrgleisigen Ansatz, um solche Verstöße einzudämmen und überprüft beispielsweise die Identität der Werbetreibenden und die koordinierte Aktivität zwischen den Konten mithilfe von Signalen im Netzwerk. Werbetreibende in mehr als 180 Ländern werden aktiv überprüft. Wenn die Überprüfungsverfahren nicht bestanden werden, werden ihre Konten automatisch gesperrt.
Durch diese Kombination von Maßnahmen war Google in der Lage, dem Ausmaß an Betrügereien gerecht zu werden und auf effiziente Weise mehrere Konten eines böswilligen Akteurs auf einmal entfernen, anstatt nur auf einzelne Fälle zu reagieren. Das führte dazu, dass 2021 die Anzahl der Sperrungen auf Kontoebene im Vergleich zu 2020 auf das Dreifache anstieg.

Ausschluss von unglaubwürdigen Behauptungen aus der Monetarisierung

2021 wurden die Richtlinien zu unglaubwürdigen und schädlichen Behauptungen noch stärker durchgesetzt. Auf mehr als 500.000 Seiten, auf denen die Richtlinien zu gesundheitsgefährdenden Behauptungen rund um Covid-19 verletzt wurden, wurde die Auslieferung von Anzeigen blockiert. Dazu gehörten auch nachweislich falsche Behauptungen, die das Vertrauen in Wahlen oder demokratische Entscheidungen bzw. die Teilnahme daran erheblich beeinträchtigen könnten. Gegen Ende 2021 wurde außerdem eine neue Richtlinie für unzuverlässige Behauptungen zum Klimawandel eingeführt. Seither sind Inhalte mit Aussagen zum Klimawandel, die anerkannten wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen, nicht mehr zulässig.
Auch bei Anzeigen in Zusammenhang mit Covid-19 hat sich Google darauf konzentriert, die missbräuchliche Verwendung zu verhindern, was insbesondere bei Behauptungen zu Impfstoffen und Impfungen, Tests und unlauteren Preisabsprachen für kritische Versorgungsgüter wie Gesichtsmasken wichtig war. Seit dem Beginn der Pandemie wurden über 106 Millionen Anzeigen blockiert. Zudem hat Google Nichtregierungsorganisationen und Regierungen mit einem Google Ad Grants-Budget in Höhe von 250 Millionen US-Dollar unterstützt, um den Menschen den Zugang zu korrekten Impfstoffinformationen zu erleichtern.

Einführung neuer Markensicherheitstools

Die Markensicherheit für Werbetreibende aufrechtzuerhalten, ist und bleibt oberste Priorität. Im vergangenen Jahr wurde eine neue Funktion für Kontrollmöglichkeiten für Werbetreibende hinzugefügt. Damit können für Marken dynamische Ausschlusslisten hochgeladen werden, die sich von vertrauenswürdigen Dritten automatisch aktualisieren und verwalten lassen. Mit diesem Tool erhalten Werbetreibende Zugriff auf die Ressourcen und die Expertise von vertrauenswürdigen Organisationen, um ihre Marken besser zu schützen und ihre Kampagnen zu verstärken.



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