User Tracking 25.04.2022, 09:00 Uhr

Google führt "Alles-ablehnen"-Button in ganz Europa ein

Angekündigt war die Maßnahme bereits, ein Verdikt der französischen Datenschutzbehörde CNIL gab jetzt den Ausschlag: Google lässt NutzerInnen seiner Dienste künftig die Wahl, die Erfassung von Daten komplett abzulehnen. Nicht nur in Frankreich, sondern in ganz Europa.
(Quelle: Pixabay)
Google hat die Art, wie NutzerInnen um ihre Einwilligung zur Übermittlung personenbezogener Daten gebeten werden, komplett überarbeitet. Künftig werden Besucher von Google- und YouTube-Seiten, die nicht angemeldet sind oder im Inkognito-Modus surfen, genau über die Möglichkeiten aufgeklärt, die Cookies und andere Analysedaten bieten - und sie können die Datenerfassung mit einem Klick auf den  "Alles-ablehnen"-Button ablehnen. Das teilte der Konzern in einem Blogbeitrag mit.
Jetzt macht Google Ernst, und zwar nicht nur in den Ländern, in denen die lokalen Datenschutzbehörden den Suchkonzern dazu zwingen, sich zu bewegen. Nach Aussagen des Unternehmens soll der neue, erweitere Cookie-Banner in nächster Zeit in allen Ländern des europäischen Wirtschaftsraums eingeführt werden, also inklusive der Schweiz und Großbritannien.

YouTube macht den Anfang

Den Anfang hat Google bereits in einigen Märkten bei YouTube gemacht, andere Google-Seiten sollen jetzt ebenfalls zügig umgestellt werden. Danach erhalten nicht angemeldete User im ersten Schritt die Wahl, alle Cookies anzunehmen oder sie ebenso pauschal alle abzulehnen. Wer möchte, kann seine Wahl in einem weiteren Menü noch individueller treffen. Die Cookie-Informationsseite erscheint dabei in der Landessprache des jeweiligen Marktes.
Im Blogbeitrag sieht Google-Manager Sammit Adhya das neue Cookie-Auswahlbanner als weiteren Schritt hin zu einer neuen Web-Architektur, die ohne Cookies auskommt. Google selbst hat mit seiner Sandbox-Initiative bereits konkrete Vorstellungen umgesetzt, wie sich in Zukunft Datenschutz-Bedürfnisse der NutzerInnen mit Marketing-Zielen der Werbewirtschaft vereinbaren lassen sollen.

Frank Kemper
Autor(in) Frank Kemper



Das könnte Sie auch interessieren