Marketagent-Befragung 06.09.2022, 11:30 Uhr

Haushalt: Welche Abo-Modelle schließen die meisten  ÖsterreicherInnen ab?

Serienstreaming, Carsharing, Kochboxen und sogar Socken – für eine große Auswahl an Services und Produkten gibt es heutzutage bereits die Möglichkeit, ein Abonnement abzuschließen. Über 80 Prozent der ÖsterreicherInnen haben bereits mindestens ein Abo abgeschlossen.
Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent
(Quelle: Markus Divis)
Über 80 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Haushalt aktuell ein Abo bezieht. Im Durchschnitt sind es sogar drei Abos pro Haushalt. Und die scheinen sich zu lohnen: Knapp 80 Prozent meinen, dass sie ihre Abos ausreichend nutzen und diese sich bezahlt machen. Vor allem für Medien werden die Dauerbegleiter gerne in Anspruch genommen: Am häufigsten haben die ÖsterreicherInnen Abos für Film- und Serienstreaming (51 Prozent), Musikstreaming (33 Prozent) sowie Printzeitungen und -zeitschriften (25 Prozent) abgeschlossen. Abos für Kochboxen, Kulturveranstaltungen und Fortbewegungsmittel wie z.B. E-Roller werden hingegen derzeit nur von einem kleinen Anteil bezogen.

Die beliebtesten Abo-Modelle

Es gibt verschiedene Modelle, wie Unternehmen den Dauerbezug ihrer Produkte und Leistungen anbieten. Am beliebtesten ist dabei die klassische Mitgliedschaft, bei der man einen Zugang zu verschiedenen Angeboten wie zum Fitnessstudio oder zu einer Auswahl an Serien bekommt und dafür einen fixen Beitrag zahlt, unabhängig davon, wie oft man dieses Angebot nutzt. 41 Prozent der ÖsterreicherInnen finden das Mitgliedschafts-Modell eher bzw. sehr interessant. Miet-Abos sind für 34 Prozent ein beliebtes Schema: Gebrauchsgüter wie z.B. Fahrräder, Sportgeräte, Kleidung werden dabei für eine bestimmte Zeit gemietet und für die Dauer der Nutzung ein vereinbarter Preis bezahlt.
 
Quelle: Marketagent
 

Was für den Dauerbezug spricht und worauf besonders geachtet wird

Allgemein wird als größter Vorteil von Abos die breite Auswahl an verschiedenen Inhalten und Produkten (36 Prozent) genannt, dass sie bequem und praktisch sind (35 Prozent) und man Produkte nicht selbst besitzen muss, um sie nutzen zu können (31 Prozent). Produkte zu mieten, ohne sie sein Eigentum nennen zu müssen entspricht auch dem Nachhaltigkeitsgedanken. „Jede zweite Person denkt, dass man mit Miet-Abos die Umwelt schont, da gleich mehre Menschen ein Produkt nutzen. Dies kann besonders sinnvoll sein für Gegenstände wie Technik-, Sportgeräte oder Kleidung, die man nur für eine absehbare Zeit oder bestimmte Anlässe braucht – oder die einfach für eine Einzelperson sehr teuer sind und es sich deshalb lohnt, sie zu mieten und miteinander zu teilen“, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent. Beim Abschluss eines Abonnements ist den Österreicherinnen und Österreichern besonders wichtig, dass die Kündigung reibungslos abläuft und jederzeit möglich ist. Außerdem sollen die Produkte und Inhalte pünktlich geliefert werden.

Zukünftiger Wunsch nach mehr Abos

Dass mehr Unternehmen Abos für ihre Produkte und Leistungen anbieten würden, möchten knapp 30 Prozent der heimischen Bevölkerung. Sie wünschen sich vor allem Abos für Lebensmittel wie z.B. Obst- und Gemüseboxen vom Bauern (27 Prozent), Film- und Serienstreamings (26 Prozent), Fortbewegungsmittel wie Carsharing und E-Roller (22 Prozent) und Haushaltsprodukte (21 Prozent). Jede vierte Person findet ebenfalls die Idee von kuratierten Abos für Produkte spannend, bei denen man mit einer Zusammenstellung verschiedener Produkte (wie zum Beispiel Kosmetikartikel, Blumen, Wein, etc.) „überrascht“ wird. „Vor allem die jüngere Generation, die mit Netflix & Co. großgeworden ist, hat Gefallen an Abo-Modellen gefunden und ist an einer breiteren Auswahl von Produkten und Services interessiert“, fügt Alexander Nusshold-Bertschler, Sales-Manager von Marketagent hinzu.



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