Emilie Rauschütz, N26 21.10.2020, 12:00 Uhr

"Website ist ein Produkt für Kunden und gleichzeitig Tool für Marketing und PR."

Emilie Rauschütz startete 2018 im Bereich Content und Social Media bei N26 und avancierte anschließend zum Senior Project Manager. Seit 2020 fungiert sie als Product Managerin für die N26-Webseite. Im Interview gewährt Rauschütz Einblicke in ihren Arbeitsalltag.
Emilie Rauschütz, Product Manager für die Webseite bei N26: "Website ist ein total vielfältiges Produkt und genau das fasziniert mich."
(Quelle: Emilie Rauschütz)
Frau Rauschütz, in Ihrer Funktion als Product Managerin bei N26 sind Sie für die Webseite zuständig. Welche Tätigkeiten umfassen Ihren Verantwortungsbereich konkret und was ist Ihrer Meinung nach das spannende an Ihrer Aufgabe?
Emilie Rauschütz: Als Product Manager ist man für ein bestimmtes Produkt zuständig. Man versucht dieses  Produkt  immer  weiterzuentwickeln. Das bedeutet, man betreibt Recherche und analysiert Mitbewerber. In meinem Fall ist das Produkt die Webseite. Das ist insofern ein cooles Produkt, weil die Webseite natürlich ein Produkt für unsere Kunden ist, gleichzeitig ist es aber auch ein Tool für das Marketing und eine Möglichkeit für die PR mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Es ist total vielfältig und genau das fasziniert mich. Es  gibt Product Manager, die kommen aus dem technischen Bereich oder aus dem Project Management und es  gibt jene, die stolpern aus dem Marketing hinein – so wie ich. Somit kann man seine eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse miteinbringen. Es gibt also kein Rezept für alles – man muss seinen eigenen Weg finden.
Gab es bis dato eine Aufgabe, die Sie als besonders herausfordernd empfunden haben?
Emilie Rauschütz: Ja, immer wieder. Ich würde lügen, wenn ich das jetzt nicht zugebe. Wenn man beginnt mit Developern zu arbeiten, muss man eine neue Sprache lernen. Was ist ein HTLM Code oder Javascript?Teilweise liegen vom Verständnis her schon Welten dazwischen (lacht).
Was ist aus Ihrer Sicht der beste Weg, um mit Kunden in Kontakt zu treten? Oder fungiert die Website und die App als erster Touchpoint?
Emilie Rauschütz: Wir wissen, dass Neukunden mehr als nur einen Kontaktpunkt zu N26, oder generell  zu  einem Produkt haben. Interessierte klicken sich durch verschiedene Webseiten durch, vergleichen oder lesen Rezensionen – und kommen dann wieder zurück. Wir wissen, dass es in der Online-Welt viele Kontaktpunkte gibt, auch zu Mitbewerbern. Allerdings kommen viele Interessierte im Rahmen der Recherche wieder zurück zum ersten Kontaktpunkt und das ist gut so.
Bei N26 wird der ganze Service online abgewickelt. Birgt ein reiner Online-Service eigentlich auch Probleme?
Emilie Rauschütz: Als Kundin hatte ich persönlich noch nie Probleme damit. Es ist ja auch so, dass man das Smartphone oder Internet eigentlich immer bei sich hat, wenn man das Haus verlässt.
Inwiefern wirkt sich Corona-Krise auf den Payment-Bereich aus?
Emilie Rauschütz: Natürlich hat es Einschnitte gegeben und natürlich hat sich das Verhalten der Menschen verändert. Man verbringt mehr Zeit zuhause und gibt weniger Geld mit der Karte aus. Mein Konto zum Beispiel hat sich total drüber gefreut, dass ich mehr zu Hause war und weniger Geld für Essen ausgegeben habe.
Und können Sie einen typischen Arbeitsalltag sowie eine Tätigkeit, die Sie am liebsten immer überspringen wollen würden, beschreiben?
Emilie Rauschütz: Welche Aufgabe ich am liebsten überspringen würde? Das ist eine richtig gute Frage.  Wir verwenden Slack, um zu kommunizieren. Tagsüber bekomme ich natürlich viele Benachrichtigungen. Wenn es wichtig ist und ich danach etwas erledigen muss, gebe ich dem Slackroboter bescheid. Abends um  fünf Uhr bekomme ich eine Liste vom Slackbot. Meistens sind es nur kleine Dinge. Tasks, die notwendig sind  und bei denen ich Kollegen weiterhelfen kann. Ob ich Slackreminder empfehlen kann, weiß ich aber nicht so ganz (lacht).
In Kooperation mit dem Studiengang Marketing und Kommunikation der Fachhochschule St. Pölten  veröffentlicht  Internet  World  Austria  Interviews  mit  Experten  aus  der  heimischen Marketing-, Werbe-, und Medienszene. Dieses Interview wurde im Zuge der Kooperation von Mona Jäger und Marlene Michel geführt.


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