DMVÖ Studie 23.01.2019, 14:09 Uhr

DMVÖ: Ergebnisse der Marketing-Automation-Studie DACH-Raum

Die Ergebnisse der größten Marketing-Automation-Studie im DACH-Raum wurde vom DMVÖ gemeinsam mit IFSMA und der wob AG präsentiert. In Österreich wenden 28 Prozent der Unternehmen Marketing Automation an. In den nächsten zwei Jahren planen bereits 70 Prozent der Befragten eine Anwendung einer Marketing-Automation-Software.
Der DMVÖ präsentierte zusammen mit dem IFSMA und der wob AG die Ergebnisse der größten Marketing-Automation-Studie im DACH-Raum. Am Foto zu sehen sind v.l.n.r Rudolf Klotz (SC-Networks GmbH), Julia Pichler (Canon), Matthias Specht (wob AG), Norbert Lustig (dialog one) und Karl Hinterholzer (Adobe) 
(Quelle: Christoph Kerschbaum)
Der Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) präsentierte am 22. Jänner 2019, gemeinsam mit dem Institut für Sales und Marketing Automation (IFSMA) und der wob AG, im Impact Hub Vienna die Ergebnisse der größten Marketing-Automation-Studie im DACH-Raum.
Marketing Automation wird als IT-gestützter Prozess verstanden, der für die Optimierung von Marketingprozessen zuständig ist. Die Software ist meistens mit dem CRM-System verbunden und erfasst Daten bzw. verarbeitet diese. Knapp 28 Prozent der österreichischen Unternehmen wenden Marketing Automation an. 70 Prozent der Befragten planen eine Implementierung des Prozesses bis 2020. Die Umsetzung der Marketing Automation obliegt zu 60 Prozent der Marketing-Abteilung. In Österreich übernimmt zu 23 Prozent die Geschäftsleitung die Projektumsetzung. E-Mail Versand, Analytics, die Automatisierung des Lead Management Prozesses, sowie die Einrichtung von Landing Pages werden am Häufigsten genutzt.
Als Ziele der Marketing Automation werden die Verbesserung des Lead Management, die Automatisierung von Marketingprozessen, Kostenersparnis und die Erstellung personalisierter Kampagnen angeführt. Obwohl Deutschland als Vorreiter gilt, sind die österreichischen Unternehmen eindeutig zufriedener mit der Anwendung und Zielumsetzung. Die größten Erfolgsindikatoren sind die Conversion Rate, sowie die Klick- und Öffnungsraten. Im Zuge der Studie konnte eine Korrelation zwischen der effektiveren Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb und dem Einsatz von Marketing Automation festgestellt werden.
Knapp 90 Prozent der befragten Unternehmen haben für 2019 Investitionen in Marketing Automation geplant. Obwohl der Großteil angab, dass Defizite im digitalen Know-how der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorhanden ist, planen nur 28 Prozent Mitarbeitertrainings anzubieten. Vor allem Content und die Erweiterung der Funktionen werden als besonders wichtige Investitionen angeführt.
In Österreich planen 35 Prozent keine Umsetzung der Marketing Automation. Als Hauptgrund dafür wird mangelnde Inhouse-Kompetenz angeführt. Als besondere Herausforderung wird die Kompatibilität mit vorhandenen IT Systemen und die Kosten-Nutzen Abschätzung betrachtet. Vor allem Probleme bei der Einführung bereiten den Österreicherinnen und Österreichern Sorgen. 
Datenqualität in Zusammenhang mit Marketing Automation wurde als besonders wichtig genannt. Hinsichtlich der DSGVO konnte festgestellt werden, dass 60 Prozent der österreichischen Unternehmen diese erfolgreich umgesetzt haben. In 30 Prozent der Betriebe findet die Umsetzung gerade statt.
Mehr als der Hälfte der Befragten ist der Begriff Marketing Cloud bekannt, jedoch planen nur 15 Prozent der Unternehmen einen Einsatz der Cloud. Als wichtigste Vorteile werden der standortunabhängige Datenzugriff, eine höhere Flexibilität und die schnelle Einsetzbarkeit genannt.


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