MCÖ-Umfrage 05.08.2020, 09:57 Uhr

Budgetshift bei Social-Media-Kampagnen, Directmarketing und Pressearbeit

Im Rahmen einer Befragung ist der Marketing Club Österreich (MCÖ) im Juli den Auswirkungen des Coronavirus auf die Marketing-Community in Österreich abermals auf den Grund gegangen. 150 Marketingentscheiderinnen und Marketingentscheider gaben bereitwillig Auskunft.
Georg Wiedenhofer, Präsident des Marketing Club Österreich: "Bei 73 Prozent der Befragten kommt es zu Verschiebungen der Werbegelder hinsichtlich des Medieneinsatzes"
(Quelle: Marketing Club Österreich )
Nach einer ersten Umfrage im März, direkt nach dem Lockdown, hat der Marketing Club Österreich im Juli Marketingentscheiderinnen und Marketingentscheider in Österreich neuerlich zu ihren Einschätzungen bezüglich der Auswirkungen zur Corona-Krise befragt. „Die Situation bleibt weiterhin schwierig“, fasst Georg Wiedenhofer, Präsident des Marketing Club Österreich, die Ergebnisse zusammen. „Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Unternehmen geben an, dass die Marketingbudgets geringer ausfallen als zunächst geplant, bei einem Viertel betragen die Reduzierungen sogar mehr als 20 Prozent. Dies ist eine Fortsetzung der Trends, die sich auch in den Erhebungen der Mediaausgaben widerspiegeln. Es ist leider noch keine Entspannung in Sicht.“

Die großen Gewinner sind digitale Kommunikationsformen

Ein interessanter Aspekt bei den aktuellen Entwicklungen sind die Verschiebungen der Budgets nach Werbeformen. Es zeichnet sich hier eine beschleunigte Entwicklung der digitalen Kommunikation ab. 61,5 Prozent geben an, dass sie in Social-Media-Kampagnen mehr investieren als ursprünglich geplant, 44,3 Prozent planen, mehr für Direktmarketing- oder Newsletter-Kampagnen auszugeben, gefolgt von Pressearbeit und Google Ads. Insgesamt kommt es bei 73 Prozent der Befragten zu Verschiebungen der Werbegelder hinsichtlich des Medieneinsatzes. Die großen Gewinner sind allgemein die digitalen Kommunikationsformen. Die stärksten Rückgänge verzeichnen Veranstaltungen, Messen und Sponsoring.
Quelle: Marketing Club Österreich

Im digitalen Bereich wird aufgerüstet

Die Gelder fließen nicht nur bei Werbeschaltungen in digitale Kanäle, die Umfrage zeigt auch auf, dass im eigenen Unternehmen in digitale Lösungen investiert wird. So planen fast 75 Prozent der Befragten, Investitionen in ihre eigene Website zu tätigen. Knapp 42 Prozent möchten ihre Budgets auch in Content-Marketing-Systeme investieren, gefolgt von Investitionen in CRM-Tools und in Webshops. Nur 8,1 Prozent gaben an, dass sie keine Investitionen in diesen Bereichen vorhaben. „Interessant ist bei diesem Ergebnis auch, dass vor allem in vorhandene oder vertraute Systeme investiert wird, neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Chatbots finden die geringsten Investitionen“, bemerkt Niko Pabst, Geschäftsführer des Marketing Club Österreich, zu den Ergebnissen.
Quelle: Marketing Club Österreich


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