Deutscher Preis für Online-Kommunikation 29.06.2022, 11:30 Uhr

DPOK: Österreich gewinnt sieben Mal Gold

Kommunikation mit Mehrwert steht im Mittelpunkt eines von der Dialogschmiede für die Tourismusregion Zell am See-Kaprun entwickelten AI-basierten Infodiensts. Die Lösung überzeugte gleich mehrere, unterschiedliche Jurys des Deutschen Preises für Online-Kommunikation.
Gesine Otto, Agenturleitung DS Berlin und Jürgen Polterauer, CEO der Dialogschmiede für die Kampagne für die Tourismusregion Zell an See-Kaprun
(Quelle: Alexander Rentsch/Quadriga)
Der Deutsche Preis für Online-Kommunikation 2022 gehört mit über 40 Jury-Mitgliedern und mehr als 500 Einreichungen zu den Top-Auszeichnungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Um sich die Gewinnchancen ausrechnen zu können, muss man in den meisten Kategorien neben einem Ranking auf der Shortlist auch jeweils bei einem 8 Minuten-Pitch kurz vor der Preisvergabe punkten. 

Drei Mal Gold für Zell am See-Kaprun

Der Dialogschmiede (Wien, Berlin und Zürich) und der Tourismusregion Zell am See-Kaprun ist das gelungen. Gleich drei Mal „Gold“ ging am 24. Juni 2022 nach Österreich. Ausgezeichnet wurde die AI-gesteuerte, automatisierte, digitale Morgenpost von Zell am See-Kaprun. Sie liefert den Gästen die Informationen, die sie brauchen und auch wirklich wollen. Das ganzheitliche Gesamtkonzept überzeugte die Jurys der Kategorien „Innovation des Jahres“, „Data Driven & Automated Communications“ sowie „Freizeit & Touristik“. 
Die Auszeichnungen unterstreichen, wie weitreichend und nachhaltig die Veränderungen sind, die der Tourismus gerade durchmacht. Jürgen Polterauer, CEO der Dialogschmiede: „Tourismus wird immer smarter – das Kaufverhalten der Gäste und ihre Nutzung digitaler Kanäle und Tools haben den Urlaub erreicht. Das muss der Benchmark für die ‚digitale Servicequalität‘ der Hotels und der gesamten Tourismusregion sein – vor, nach und während dem Urlaub.“ 
Diese digitale Transformation kann ein Hotelier alleine nicht schaffen. Das verlangt nach regionaler Zusammenarbeit und läutet eine Renaissance der Tourismusverbände ein. In der Umsetzung geht es jedoch nicht primär um neue Technologien. Die Beziehung, zeitgemäße Services und Kommunikation stehen im Fokus – sowohl in Richtung der Gäste, als auch bei den regionalen Partnern untereinander. Die „Dialogschmiede“ vernetzen Informationen, Kommunikation und Prozesse – on- und offline. Dafür muss nicht unbedingt neue Software her – oft geht es vielmehr darum, bestehende Lösungen „smarter“ zu machen und vor allem smarter zu nützen. Das ist der Schlüssel zu einem intelligenten, datengesteuerten Tourismus, der den Gast auch digital in den Mittelpunkt rückt.
Jürgen Polterauer, CEO der Dialogschmiede: „Smarter Tourismus verlangt nach einem Umdenken der Akteure. Weg vom Hotelier als digitalen Einzelkämpfer, hin zur nachhaltigen, digital inspirierten Region – Bergbahnen, Schischulen, Gastronomie, Landwirtschaft, Kommunen und viele andere Partner inklusive. Das ist das neue Mindset, das immer mehr erfolgsentscheidend wird – die Kommunikation spiegelt das wider und die digitale Morgenpost ist dabei nur einer von vielen Kanälen, die konzertiert bespielt werden.“

Gewinner der Kategorie "Mutigste Kampagne" für Linz Tourismus

Linz Tourismus gewinnt mit der Kampagne "Linz ist Linz" die Kategorie "Mutigste Kampagne". Mit "Linz ist Linz" setzte Linz Tourismus einen klaren Kontrapunkt zur gängigen Tourismuswerbung. Die Kampagne erzählt die Stadt als moderne, veränderte und authentische Destination. Das Kampagnenvideo ging viral, löste Diskussionen und eine umfassende Medienberichterstattung aus. In Verbindung mit weiteren Werbemitteln wurde das Ziel, Aufmerksamkeit und damit Nächtigungen zu generieren, übertroffen.

Gewinner der Kategorie "Recruiting Kampagne" ist die ÖBB

Mit ihrer neuen Scifi- und Gaming-inspirierten Lehrlings-Kampagne sprechen die ÖBB Jugendliche direkt via Snapchat, TikTok und Co. an, um sie für einen Job bei der Bahn zu begeistern. Die neu designte Lehrlings-Workwear wurde mit einem Snapchat Filter und einem Stratosphärenflug gelauncht. Eine Landingpage mit allen Lehrlingsinfos und einer digitalen Bewerbungsmöglichkeit sind Teil der Kampagne. Umgesetzt wurde von der Agentur Papabogner.

Gewinner der Kategorie "Sustainability Kampagne" geht ebenfalls an die ÖBB

Die Bahn zählt zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln. Eines unserer Kapitel beim Klimaschutz: Neue Lebensräume für Bienen. Mit dem Projekt ÖBB Schienenbienen wird besonders der Biene ein Platz geboten. Ihr Lebensraum sind Blühwiesen – ein Schatz, der uns entlang der Bahn ausreichend zur Verfügung steht und jetzt eine besondere Rolle für unsere Bienen bekommt. Umgesetzt hat die Kampagne AANDRS und MediaCom.

Gewinner der Kategorie "Disruptive Communications" für waff

#gemmalehre hat die Zielgruppe im Sturm erobert: Infos rund um Lehre und Beruf von Lehrlingen (=Azubis) für (potenzielle) Lehrlinge. Und zwar dort, wo sie sich aufhalten: auf TikTok und Instagram. Mit Geschichten, die Jugendliche interessieren, unterhalten und einen Mehrwert bieten. Lehre zum Thema machen, wo es bisher kaum Thema war. Das ist mit #gemmalehre für den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) gelungen. Umgesetzt wurde von Erdgeschoss und Hashtag Media.



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