Payment, Tik Tok & Co. 17.10.2019, 08:00 Uhr

netzeffekt wirft beim Meet & Greet einen Blick in die digitale Zukunft

netzeffekt und bluesource luden am 16. Oktober zum Meet & Greet in das 25hours Hotel Wien, um gemeinsam mit den Teilnehmern einen Blick in die Blackbox zu werfen. Der Abend drehte sich um Mobile Payment, Nischen im Social-Media-Universum und Crowdtesting.
Drei Vorträge lüfteten beim netzeffekt Meet & Greet am 16. Oktober die Geheimnisse rund um Mobile Payment, Social-Media-Nischen und Crowdtesting.
(Quelle: Internet World Austria )
Am 16. Oktober ging im 25hours Hotel Wien das netzeffekt und bluesource Meet & Greet über die Bühne. Marcel Nicka, Geschäftsführer netzeffekt, begrüßte die Teilnehmer des vierten netzeffekt Meet & Greet und stellte das Programm und die Vortragenden vor.
Wolfgang Stockner, CEO bluesource – mobile solutions und Christian Pirkner, CEO Blue Code International starteten mit dem Vortrag "Bezahlen per Smartphone – Was Mobile Payment braucht, um wirklich attraktiv zu sein" in den Abend. Christian Pirkner führte die Teilnehmer in die digitale Payment-Welt ein und präsentierte innovative Produkte und Strategien der Big Player. Aber auch in Europa wollten Payment-Dienstleister den dominierenden US-Konzernen die Stirn bieten – erklärte Pirkner – daher schlossen sich europäische Payment-Anbieter an ein eigenes, nach europäischen Standards entwickeltes und europaweit gültiges System für mobiles Bezahlen zusammen. Dieses soll als Gegengewicht zu außereuropäischen Systemen, die immer stärker in den Zahlungsverkehr Europas eindringen fungieren. Dafür wurden sieben führende Mobile-Payment-Anbieter zur European Mobile Payment Systems Association (EMPSA) mit Sitz in Zürich zusammengeführt. Das Ziel dieser Vereinigung ist es, die Verfügbarkeit des mobilen Bezahlens im internationalen Zahlungsverkehr zu erhöhen. Die sieben EMPSA-Gründungsmitglieder nutzen ein Bezahlverfahren, die mittels Scan eines Barcodes oder QR-Codes am Smartphone funktioniert. Nach dem Scan des Codes an der Kasse des Händlers wird der Einkaufsbetrag einfach vom Girokonto der Hausbank des Zahlers abgebucht. „Es kommt eine spannende Zeit auf uns zu, die Payment-Branche steht im Umbruch und es ist an der Zeit, dass wir die nächsten Schritte wagen um eine optimierte Customer Journey zu gewährleisten“, so Prikner.

Zielgruppen mobil erreichen

Wie man vom Klick- und Kaufverhalten der User lernen kann, um die Customer Journey zu optimieren und einen Mehrwert für den Kunden zu schaffen erläuterte Wolfgang Stockner, CEO bluesource – mobile solutions. Stockner präsentierte anhand von Praxisbeispielen, wie eine optimierte Customer Journey aussehen kann und stellte auch die Mobile Pocket von blue source vor. „Digitale Geldbörsen sind zukünftig der zentrale Touchpoint zum Kunden“, so Stockner. Zudem erfuhren die Teilnehmer, wie Kundenkarten- und Kundenbindungsapps von blue sources die Conversion in die höhe Treiben können.
Im Anschluss hielt Rebekka Barnhusen, Specialist Client Strategy netzeffekt, den Vortrag "Abseits der ausgetretenen Wege – Wie sich kleine Social Networks eigene Nischen schaffen". Der Schwerpunkt des Vortrages lag auf der Generation Z und wie man diese auf Social Media erreichen kann. Die Generation Z wurde zwischen 1995 und 2012 geboren, 97 Prozent der Gen Z besitzen ein Smartphone, jedoch haben nur zwei Drittel einen Computer. Daher erreicht man diese Zielgruppe laut Barnhusen am besten mobil. Diese junge und kaufkräftige Zielgruppe treibt sich jedoch längst nicht mehr auf Facebook herum, denn die neuen Plattformen heißen Twitch, Jodel, Tik Tok und Snapchat. Twitch ist eine Plattform für E-Sports an der beispielsweise Videospiele live gestreamt und kommentiert werden. Die Plattform Tik Tok ermöglicht es ihren Usern kurze Videos von sich zu machen, diese Videos werden auf anderen Social-Media-Plattformen verbreitet und bringen – so Barnhusen – häufig neue Trends hervor. Jodel fungiert als anonymer sowie hyperlokaler Gruppenchat und Snapchat ist aufgrund der Vergänglichkeit der Bilder und Chats besonders beliebt. Snapchat ermöglichte mit der Story-Funktion auch ein neues Social-Media-Format und in weiterer Folge brachte das Format eine neue Werbemöglichkeit hervor. Der Vortrag wurde von vielen, lustigen und beispielhaften Videoausschnitten begleitet, die die Funktionen und Möglichkeiten der sozialen Netzwerke und die Kommunikation der Generation Z verdeutlichten.

Auf den Punkt gebracht: Zielgruppenspezifisch durch Crowdtesting

Im Zuge des Vortrages "Case Studies Crowdtesting – Der Kunde als Teil der digitalen Produktentwicklung" stellte Benedikt Merk, Senior Key Account Manager Testbird, das Unternehmen Testbirds vor und erzählte, wie sich Testbirds von einem kleinen Unternehmen mit Sitz in München, ein Netzwerk aus 400.000 Testern aufbaute. Das Unternehmen testet digitale Anwendungen für Kunden wie beispielsweise Websites, Apps, Videospiele aber auch Chatbots. Die 400.000 Tester sind weltweit angesiedelt und decken alle Zielgruppen soziodemografisch ab, diese testen die Anwendungen auf Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit. Dabei kommen immer wieder neue Zielgruppen dazu, die gezielt über Crowdmanagement rekrutiert und das Netzwerk in Studien miteinbezogen werden. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Tests in Reports zusammengefasst, an denen sich die Kunde orientieren können, um ihre Produkte zu optimieren. Abschließend präsentierte Merk eine Case Study, um den Teilnehmern ein Gefühl dafür zu geben, welche Outputs Crowdtesting ermöglichen kann.
Nach den spannenden Insights und Vortägen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich bei einem Flying Buffet zu stärken und über die neuesten Inisghts auszutauschen.


Das könnte Sie auch interessieren