Native Advertising-Anbieter 04.10.2019, 11:00 Uhr

Taboola und Outbrain fusionieren

Taboola und Outbrain fusionieren: Taboola zahlt dabei 250 Millionen US-Dollar an die Outbrain-Anteilseigner und hält 70 Prozent am entstehenden Unternehmen. Zusammen will man einen Werbekonkurrenten zu Facebook und Google schaffen.
Yaron Galai (li.), Mitgründer und Co-CEO von Outbrain, und Adam Singolda, Gründer und CEO von Taboola
(Quelle: Taboola )
Die Gemeinsamkeiten sind offensichtlich: Taboola und Outbrain kommen beide aus Israel, sitzen in New York und richten sich an Publisher, die mit Native-Advertising-Modellen ihre Erlöse steigern wollen. Dazu blenden die beiden Firmen am Ende eines Online-Artikels Empfehlungen und Werbung ein - ein spezielles Geschäftsmodell, das auf lange Sicht keine zwei starken Player nebeneinander erlaubt. Fusionsgerüchte gab es daher schon länger, nun ist es offiziell: Die beiden Unternehmen schließen sich zusammen.
Die Fusion wird in einer Bar- und Aktientransaktion vollzogen. Taboola zahlt 250 Millionen US-Dollar an die Outbrain-Anteilseigner und wird 70 Prozent am entstehenden Unternehmen halten.

Ein neuer Gigant

Nach Abschluss der Fusion soll Adam Singolda, Gründer und CEO von Taboola, die Position des CEO des fusionierten Unternehmens übernehmen, das unter dem Markennamen Taboola firmiert. Das genaue Branding soll aber noch festgelegt werden und den Zusammenschluss der beiden Unternehmen widerspiegeln.
Der Vorstand des zusammengeschlossenen Unternehmens setzt sich dann aus aktuellen Mitgliedern des Taboola- und Outbrain-Management-Teams und des Aufsichtsrats zusammen. Eldad Maniv, President und COO von Taboola, und David Kostman, Co-CEO von Outbrain, werden bei der Verwaltung eng zusammenarbeiten.
Yaron Galai, Mitgründer und Co-CEO von Outbrain, "wird sich weiterhin für den Erfolg des zusammengeführten Unternehmens engagieren und den Wechsel in den zwölf Monaten nach dem Abschluss aktiv unterstützen", so die offizielle Erklärung.

Die Ziele

Der neue Player will künftig Werbetreibenden jeder Größe eine wettbewerbsfähige Alternative zu Google und Facebook bieten. "Indem wir uns zusammenschließen, können wir einen stärkeren Konkurrenten zu Facebook und Google schaffen und den Werbetreibenden eine sinnvollere Auswahl bieten", meint Singolda.
Zunächst will man nun aber Teams, Technologien und Infrastrukturen integrieren. Die neue Firma soll dann über 2.000 Mitarbeiter in 23 Niederlassungen beschäftigen und über 20.000 Kunden in mehr als 50 Ländern in Nordamerika, Lateinamerika, Europa, dem Nahen Osten und im asiatisch-pazifischen Raum bedienen.
Das zusammengeführte Unternehmen wird über 2.000 Mitarbeiter in 23 Niederlassungen beschäftigen.
Quelle: Taboola


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