"Digital Dialog Insights" 11.10.2019, 09:00 Uhr

UIM-Studie: KI ist Qualitäts-Booster des digitalen Marketings

Die aktuelle Umfrage "Digital Dialog Insights 2019" von United Internet Media stellt Künstliche Intelligenz (KI) und Datenqualität in den Fokus. Datenqualität ist derzeit die größte Herausforderung für die Personalisierung von Werbebotschaften.
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz hängt nicht nicht nur von der Investitionsbereitschaft, sondern auch von der Qualität der zur Verfügung stehenden Daten ab: 84 Prozent der Experten sehen darin eine große beziehunsgweise sehr große Herausforderung.
(Quelle: Pixabay )
Aus der Studie „Digital Dialog Insights 2019“ von United Internet Media (UIM) geht hervor, dass die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) im digitalen Marketing zunimmt. Drei Viertel der befragten prognostizieren eine hohe Bedeutung von KI für werbetreibende Unternehmen und Agenturen. Dabei geht die Hälfte davon aus, dass die intelligente Technologie in Zukunft einen wesentlichen Bestandteil der Marketing-Strategie eines Unternehmens ausmachen wird. Nur 15 Prozent der Studienteilnehmer halten die Technologie derzeit für ausgereift genug, um sie im intelligenten Marketing produktiv einsetzen zu können. Daher müssen die bestehenden KI-Konzepte erst überarbeitet werden.

Personalisierung als Erfolgsfaktor

89 Prozent der befragten sind der Meinung, das KI vor allem bei der Personalisierung oder Individualisierung hilft. 82 Prozent der Teilnehmer glauben, dass sich dieses große Potenzial durch die Optimierung von Targeting mit Hilfe von smarter Technologie ergibt. Dass KI zur Verbesserung des Kundenerlebnisses beispielsweise durch einen digitalen Assistenten zur Individualisierung beiträgt gaben 75 Prozent an. Die Befragten sehen großes Potenzial darin, dass Botschaften durch automatisierte Erstellung sowie Optimierung von Werbeinhalten (66 Prozent) und -motiven (49 Prozent) personalisiert werden können.
Zudem sehen die Befragten das Potenzial von KI als Qualitäts-Booster zur Verbesserung des digitalen Marketings. 83 Prozent der Befragten sind sich sicher, dass Personalisierung die Qualität von Werbebotschaften erhöht. Laut 79 Prozent werden diese außerdem durch intelligenten Content verbessert. Zwei Drittel der Studienteilnehmer sind überzeugt, dass die Marketing-Qualität zusätzlich durch effektive Zielgruppen-Ansprache über Targeting gesteigert wird. Entsprechend hoch ist die Bereitschaft der Unternehmen, in die Förderung von smarten Prozessen im Marketing zu investieren. Je knapp 60 Prozent rechnen damit, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre bestehende Kundenerlebnisse sowie die Individualisierung mittels Investitionen in intelligente Verfahren verbessert werden.

Datenqualität ist das A und O

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz hängt nicht jedoch nicht nur von der Investitionsbereitschaft, sondern auch von der Qualität der zur Verfügung stehenden Daten ab: 84 Prozent der Experten sehen darin eine große beziehunsgweise sehr große Herausforderung. Als weitere Top-Herausforderung benennen die Experten die Identifikation von Konsumenten nach dem Wegfall von 3rd Party Cookies (66 Prozent). 57 Prozent sehen die geringe Opt-in-Basis für die Nutzung und Verknüpfung von Daten als Herausforderung. Die mangelnde Qualität der verfügbaren Daten bewerten bereits heute knapp 60 Prozent der Experten als hohe bzw. sehr hohe Hürde. Als wichtigste Qualitätskriterien sehen die Studienteilnehmer die Aktualität und Konsistenz der Daten mit 96 Prozent beziehunsgweise 80 Prozent Zustimmung.
Die Befragten prognostizieren aufgrund der hohen Relevanz von Daten für KI-Anwendungen eine hohe Investitionsbereitschaft in die Datenbasis: 65 Prozent gehen davon aus, dass die Verbesserung der Datenqualität für KI in Zukunft gefördert wird. Jedoch setzt derzeit erst ein Drittel der Befragten auf Opt-ins als Bestandteil ihrer KI-Strategie. Bereits 56 Prozent der Befragten sind mit dem Ausbau der Opt-in-Basis zur Realisierung von KI-basierten Strategien beschäftigt.
„Cookies können als Basis digitaler Geschäftsmodelle immer schwerer all die Kriterien für Datenqualität erfüllen, da unter anderem Browser und Adblocker das Setzen und Auslesen verhindern. Umso wichtiger ist es, sich um alternative Ident-Verfahren als Ausgleich für 3rd Party Cookies zu kümmern oder mit Login-basierten-Lösungen zu arbeiten, da diese einfach und schnell die Einholung persistenter und datenschutzkonformer Opt-ins sowie Cross Device Advertising ermöglichen“, so Rasmus Giese, CEO United Inernet Media.
Die Studienreihe „Digital Dialog Insights“ wird jährlich von United Internet Media zusammen mit der Hochschule der Medien Stuttgart durchgeführt. Die aktuelle Ausgabe fokussiert auf Künstliche Intelligenz im digitalen Marketing. Hier können Sie die Studie herunterladen.


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