Social-Media-Analyse 23.11.2020, 15:00 Uhr

#Covid19: Kritik an Österreichs Regierung nimmt zu

Laut einer aktuellen Social-Media-Analyse von BuzzValue geht hervor, dass die Kritik an der österreichischen Bundesregierung zu den Corona-Maßnahmen wächst. Das einst positive Meinungsbild hat sich spätestens im November auf Facebook und Co ins Negative gewandelt.
Österreichs Regierung ist während der zweiten Corona-Welle deutlich zurückhaltender auf Social Media als noch im März.
(Quelle: Pexels)
Die sozialen Medien sind für die österreichische Bundesregierung einer der Schlüsselkanäle in der aktiven Krisenkommunikation. Wie BuzzValue, ein Social-Media-Marktforscher, nun herausfand, nimmt der Widerstand der Bevölkerung zu aktuellen Maßnahmen im Social Web mehr und mehr zu. Auch deshalb ist die Regierung in ihrer aktiven Krisenkommunikation auf Facebook und Co deutlich zurückhaltender als noch im Frühjahr. Dass die Geduld der meisten Österreicher nun erschöpft ist, zeigt sich nun: Mit 65,6 Prozent "Wütend"- und nur 8,6 Prozent "Love"-Reaktionen auf die Covid19-Posts der Minister ist die Kritik der User gegenüber der Regierung im November deutlich spürbar. So war im Vergleich das Meinungs- und Stimmungsbild im März mit 75,0 Prozent "Love"- und nur 5,7 Prozent "Wütend"-Reaktionen auf die Facebook-Beiträge der Bundesregierung noch deutlich positiver. Markus Zimmer, Geschäftsführer von BuzzValue, erklärt: "Dieser negative Trend im Meinungsbild hat sich in den sozialen Medien bereits im Frühherbst abgezeichnet. Im November haben sich die Zahlen nochmals massiv zugespitzt und zeigen deutlich die große Unzufriedenheit der Bevölkerung gegenüber den aktuellen Covid19-Maßnahmen der Regierung." 

Regierung deutlich zurückhaltender

Die Analyse von BuzzValue zeigt weiters, dass aufgrund der zunehmenden User-Kritik in den sozialen Medien, die Regierungsspitze deutlich zurückhaltender in der aktiven Krisenkommunikation auf Facebook, Instagram und Twitter ist als noch im März. So veröffentlichen die heimischen Minister im aktuellen Monat bisher nur 327 Social Media-Postings rund um die Corona-Krise. Dies entspricht weniger als einem Drittel (31,4 Prozent) aller bisherigen Regierungs-Postings im November. Im März waren es hingegen noch rund 2.000 Postings, mit einem Corona-Anteil von 75,5 Prozent. „Einerseits ist der Rückgang der Covid19-Kommunikation auf den Regierungsseiten der Terrorattacke in Wien geschuldet, hier haben sich die inhaltlichen Schwerpunkte kurzfristig verschoben“, weiß Zimmer und ergänzt „Andererseits zeigt unsere Analyse aber auch, dass die Bundesregierung in ihrer aktiven Kommunikation zu Corona deutlich zurückhaltender ist als noch im Frühjahr. Vermutlich auch aus Angst an der wachsenden Kritik aus der Bevölkerung“. Dabei stellt Facebook weiterhin den wichtigsten Kanal in der Krisenkommunikation für die Regierung dar. Gemeinsam veröffentlichen sie dort fast die Hälfte aller Covid19-Posts. Am aktivsten kommunizieren dabei Rudolf Anschober (52 Posts), Gernot Blümel (45 Posts) sowie Sebastian Kurz (38 Posts) zu den aktuellen Maßnahmen, Pressekonferenzen und Co.


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