Gesundheit und Finanzen 28.07.2022, 09:30 Uhr

Einer von fünf VerbraucherInnen vertraut Influencern mehr als ExpertInnen

Der Einfluss von Influencern, vor allem im Gesundheits- und Finanzbereich, nimmt zu. Eine Studie zeigt, dass einer von fünf VerbraucherInnen lieber ihren Rat als von ÄrztInnen oder FinanzberaterInnen befolgt.
(Quelle: Pixabay)
Sortlist befrage für einer neueste Studie Social Media-NutzerInnen, die Gesundheits- und Finanz-Influencern folgen. Es wurde deutlich, dass soziale Medien ihren Einfluss weit über ihre Funktion als soziale Netzwerke hinaus vergrößern und langsam eine neue Bedeutung annehmen.

Die Key Facts der Studie auf einen Blick:

  • Einer von fünf NutzerInnen vertraut der Studie zufolge Influencern mehr als ExpertInnen, wie ÄrztInnen und FinanzberaterInnen.
  • Fast die Hälfte (46 Prozent) der deutschen Befragten gab an, durch Tipps von Social Media-Persönlichkeiten hilfreiche Fortschritte bei finanziellen Investitionen gemacht zu haben. 35 Prozent halten SpezialistInnen jedoch für transparenter.
  • Deutsche VerbraucherInnen scheinen besonders exakt zu sein. Der Großteil von ihnen recherchiert die Informationen der Influencer nach. Dies tun sie auch im Bereich Gesundheit und Fitness.

Social Media als News-Quelle

Europäische VerbraucherInnen halten Google und Spezialisten für die einfachsten Quellen für Informationen zu Gesundheit und Finanzen. Deutsche Befragte gaben Google (38 Prozent), Spezialisten (29 Prozent), Social Media (26 Prozent) als Top-3 der Newsquellen an. Etwas mehr als 6 Prozent der Befragten informiert sich am liebsten bei Freunden und ihrer Familie.
Laut der Studie sind soziale Netzwerke die Hauptinformationsquelle der befragten Deutschen. 35 Prozent, die sich für Finanz-Influencer interessieren, nutzen Social Media für Informationen. Im Gesundheitsbereich nutzt jeder Zweite hauptsächlich Social Media, um sich zu informieren.

Instagram als Gesundheits-Favorit der Deutschen

In Deutschland sind die Top 3 am häufigsten genutzten Netzwerke für Gesundheit Instagram (27 Prozent), YouTube (etwa 26 Prozent) und TikTok mit fast 14 Prozent. Für Finanzen nutzen sie zu 18 Prozent YouTube; Instagram liegt mit fast 17 Prozent auf Platz zwei. Facebook oder spezialisierte Plattformen wie zum Beispiel eToro kommen auf etwa 11 Prozent.
Deutsche VerbraucherInnen scheinen indes Influencern nicht rückhaltlos zu vertrauen, denn wenn es um Geld geht, recherchieren 71 Prozent von ihnen die Informationen der Influencer nach. Im Bereich Gesundheit und Fitness machen das etwa die Hälfte.
Social Media wird immer häufiger für die Informationsbeschaffung genutzt. TikTok ist in Großbritannien bereits die am schnellsten wachsende News-Plattform. Ein Problem bleiben Fake News und Hatespeech. Die größten Plattformen haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Aylin Bonn
Autor(in) Aylin Bonn



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