LinkedIn-Studie 12.12.2019, 10:00 Uhr

67 Prozent der Österreicher macht Networking Spaß

Die aktuelle Studie von LinkedIn und dem Marktforschungsinstitut Toluna zeigt, dass 82 Prozent der Befragten, die ohnehin gerne netzwerken, der Ausbau ihres beruflichen Netzwerkes leicht fällt. Für 33 Prozent ist Networking jedoch "Arbeit außerhalb der Arbeit".
Mehr als 70 Prozent der Österreicher fühlen sich dank ihres beruflichen Netzwerks besser gegen die Schnelllebigkeit, Komplexität und Unsicherheit unserer Zeit abgesichert.
(Quelle: LinkedIn Corporation)
Mehr als 70 Prozent der Österreicher fühlen sich dank ihres beruflichen Netzwerks besser gegen die Schnelllebigkeit, Komplexität und Unsicherheit unserer Zeit abgesichert. Zudem macht Networking den meisten Österreichern Spaß: So bauen 67 Prozent ihre Kontakte gerne aus. Dies geht aus den Ergebnissen einer Umfrage der Marktforschung Toluna im Auftrag von LinkedIn hervor. Die Umfrageergebnisse zeigen außerdem, dass nur 47 Prozent der Deutschen Spaß am Netzwerken haben.
Neben der persönlichen Absicherung spielt beim Netzwerken auch die eigene Entwicklung eine große Rolle: Netzwerker wollen Neues lernen und sich von Menschen inspirieren lassen, zudem versprechen sie sich mehr Erfolg in der Karriere. "Arbeitnehmer in Österreich erkennen immer mehr, wie wichtig ein Netzwerk heutzutage ist. Im Vergleich zu Deutschland haben Österreicher eine etwas positivere Einstellung zum Netzwerken und tun sich deshalb leichter damit", erklärt Barbara Wittmann, Country Managerin DACH bei LinkedIn. "Mein Rat ist es, sich Zeit zu nehmen, die beruflichen Kontakte zu pflegen und auszubauen. Wie unsere Umfrage zeigt, erschließen sich dadurch nicht nur berufliche Möglichkeiten, sondern auch neue Perspektiven und Orientierung. Wir haben die Thematik zudem global untersucht und bestätigt bekommen, dass Menschen mit einem starken Netzwerk zufriedener mit ihrer Karriere (83 Prozent) und ihrem Gehalt (72 Prozent) sind."

Einstellungssache: Vergnügen oder Arbeit?

82 Prozent der Befragten, die ohnehin gerne netzwerken gaben an, dass ihnen das ausbauen ihres beruflichen Netzwerkes einfach fällt: 21 Prozent beschrieben es wie "Fahrradfahren mit Rückenwind" und 23 Prozent "spüren einen Energieschub" dabei. Für 33 Prozent ist Networking jedoch "Arbeit außerhalb der Arbeit" beziehungsweise für 31 Prozent "ein notwendiges Übel". Trotzdem bemühen sich 20 Prozent der Befragten, die nicht gerne Networken, regelmäßig neue Kontakte zu knüpfen. Die Bedeutung die Arbeitnehmer dem Networking zuweisen, wird in den Ergebnissen deutlich: 82 Prozent aller Arbeitnehmer finden Netzwerken im beruflichen Kontext "sehr wichtig".
Der Aufbau des eigenen Netzwerks erfolgt jedoch meist nicht zielgerichtet und strategisch (21 Prozent). Man netzwerkt also eher zufällig und in der Komfortzone des eigenen Bekanntenkreises. 47 Prozent der Österreicher bauen ihr Netzwerk außerdem nicht aktiv aus, sondern lassen es sich von allein entwickeln.
"Ein heterogenes Netzwerk, in dem sich auch private Kontakte finden, erhöht die Chancen auf verschiedene Perspektiven und neues Wissen. Arbeitnehmer wissen, dass die schnellen Veränderungen in Technologie und Wirtschaft eine höhere Flexibilität voraussetzen als früher. Persönliche Kontakte helfen enorm bei der Anpassung, aber auch beim nächsten Karriereschritt. Viele Arbeitsplätze werden ohne Ausschreibung vergeben. Der persönliche Kontakt in ein Unternehmen erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung", erklärt Professor Christian Stegbauer, Netzwerkforscher an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Drei Erfolgsfaktoren für Netzwerker

Laut Netzwerkforscher Professor Christian Stegbauer führen drei Faktoren zum erfolgreichen Networking:
1. Branchen-Netzwerk nutzen
Auf Tagungen oder Messen stehen Trends im Vordergrund, Teilnehmer können sich über das austauschen, was alle gemeinsam bewegt. Wichtig: Online vernetzen für einen Austausch auch nach dem Event.
2. Vielfalt macht den Unterschied
Neue Ideen entwickeln Netzwerker auch gut mit Personen, die anders sind als sie selbst, in anderen Branchen arbeiten. Menschen, mit denen man weniger gemein hat, dürften über ein anderes, für einen selbst neues Wissen und neue Perspektiven verfügen.
3. Weak Ties ausbauen
Lose Bekannte sind oft hilfreicher als Freunde und Kollegen. Die "schwächeren Kontakte" oder "Weak Ties" verfügen über Informationen, die im direkten Umfeld nicht verfügbar sind. Im engeren Freundeskreis haben alle dieselben oder zumindest ähnliche Informationen.



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