Gegen Hasspostings 05.02.2019, 09:53 Uhr

Anti-Rassismus-Verein ZARA lanciert mit TUNNEL23 innovative Kampagne

Der Verein ZARA setzt gemeinsam mit der Agentur TUNNEL23 ein Zeichen gegen Hass im Netz. Große Aufmerksamkeit und eine kurzzeitige Sperre des Twitter-Accounts sind das Resultat der Kampagne #calmdowninternet.
Beispiel für Hass im Netz? Auch Stefanie Sargnagels satirisch gemeinter Tweet wurde von der KI als Hassposting erkannt. Unter calmdown@zara.or.at können falsche Diagnosen gemeldet werden.
(Quelle: TUNNEL23)
Der Verein ZARA setzt gemeinsam mit der digitalen Kreativagentur TUNNEL23 ein Zeichen gegen Hass im Netz. Dazu wurde ein KI-gestütztes System entwickelt, das Twitter nach Hasspostings durchsucht. Unter dem Hashtag #calmdowninternet postet ein Bot eines von sechs selbstproduzierten ASMR-Videos als Antwort auf den Post. Seit Beginn der Kampagne wurden mehr als 1.000 Postings identifiziert und beantwortet.
Die Kampagne ist derzeit offline, da der Twitter-Account von ZARA gesperrt war. Bereits 2017 wurde der Verein vorübergehend von Facebook gelöscht. Damals entschuldigte sich die Plattform für das "Versehen. Twitter unterstütze die Bemühungen des Vereins gegen Hass im Netz, so der Geschäftsführer von ZARA Dieter Schindlauer in einem Tweet. Der Account des Vereins ist mittlerweile wieder freigeschalten.

Zustand völliger Entspannung

ASMR – Autonomous Sensory Meridian Response – beschreibt einen Zustand der völligen Entspannung, welcher durch Geräusche oder visuelle Reize. Eine Studie im Vorjahr zeigte, dass ASMR die Herzfrequenz senkt und gleichzeitig die Leitfähigkeit der Haut erhöht. Beides gilt als Zeichen von Erregung. Ansonsten ist das Phänomen noch wenig erforscht, obwohl es bereits 2010 im anglo-amerikanischen Raum erstmals auftauchte. Mit über 9,6 Millionen Videos auf YouTube sind die beruhigenden Clips mittlerweile zu einem regelrechten Internetphänomen geworden. So sieht eines der sechs produzierten Videos für die Kampagne aus:


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