Astrid Maier, XING 09.10.2019, 09:00 Uhr

"Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert, betrifft jeden von uns."

Das berufliche Netzwerk XING holte im September die Wirtschafts- und Digitalexpertin Astrid Maier als Chefredakteurin an Board. Im Interview verrät Maier, welche Ziele Sie sich in Ihrer neuen Funktion gesetzt hat.
Astrid Maier, Chefredakteurin XING: " Unsere Arbeitswelt verändert sich angesichts des Fachkräftemangels, Werte- beziehungsweise Kulturwandels und der Digitalisierung in einem atemberaubenden Tempo."
(Quelle: XING)
Seit September 2019 fungieren Sie als neue Chefredakteurin beim beruflichen Netzwerk XING. Welche persönlichen Ziele haben Sie sich in Ihrer neue Funktion gesetzt?
Astrid Maier: Unsere Arbeitswelt verändert sich angesichts des Fachkräftemangels, Werte- beziehungsweise Kulturwandels und der Digitalisierung in einem atemberaubenden Tempo. Das stellt viele Menschen vor große Herausforderungen. Wir unterstützen unsere 16,5 Millionen Mitglieder dabei, Arbeit und Leben möglichst harmonisch miteinander zu vereinen. Das erreichen wir nicht zuletzt dank unseres umfangreichen News- und Informationsangebots. Dieses werde ich weiter ausbauen und noch stärker für neue Nutzungsgewohnheiten unserer Community optimieren.
Worauf freuen Sie sich in Hinblick auf Ihre Tätigkeit als Chefredakteurin bei XING besonders?
Astrid Maier: Ich habe über ein Jahrzehnt bei Wirtschafts-Medien wie der "WirtschaftsWoche" und dem "manager magazin" über die digitale Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft berichtet. Ich freue mich außerordentlich darauf, dieses Wissen nun bei XING rund um das Thema Arbeit und Leben im deutschsprachigen Raum einzubringen. Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert, also das Thema „New Work“, betrifft schließlich jeden von uns. Und ich freue mich ganz besonders auf den Input und die Insights unserer Experten auf XING, die ja Teil unseres News-Angebots sind.
Sie werden das Informationsangebot sowie die redaktionellen XING-Formate über berufliche und persönliche Weiterentwicklung ausbauen: Was wird sich hier unter Ihrer Leitung ändern?
Astrid Maier: Ich habe gerade erst angefangen, geben Sie mir also noch ein bisschen Zeit, bevor wir Neuerungen kommunizieren. So viel aber schon einmal vorweg: Wir werden uns viel damit beschäftigen, wie und welche Art digitales Storytelling unsere User so erreicht und wie dieses, deren Bedürfnissen am besten entspricht.
Inwiefern unterscheidet sich das XING-News-Portal von anderen Online-Portalen? Was zeichnet XING als Nachrichtenportal aus?
Astrid Maier: Unser Anspruch ist es, der führende Lieferant von Wirtschafts-News für deutschsprachige Business Professionals zu sein. Zusammen mit über 500 Content-Partnern erfüllen wir diesen Anspruch schon ziemlich gut. Nehmen wir etwa die über 30 XING-Newsletter. Darin stellen wir täglich die wichtigsten Nachrichten für mehr als 25 Branchen zusammen und werden mittlerweile von über zwei Millionen Lesern in der Woche genutzt. Zusätzlich gibt es das Debattenformat XING Klartext, bei dem Experten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Position zu entscheidenden Themen rund um Wirtschaft und Beruf einnehmen. Da unsere Community sich an diesen Debatten beteiligen kann, wollen wir unterschiedliche Positionen zusammenbringen und so der Polarisierung unserer Gesellschaft entgegenwirken. Unsere Redakteure produzieren zudem Videos, die ebenso den Anspruch haben unsere Community zu inspirieren und Orientierung im Berufsalltag zu geben.
XING steht für „New Work“: Was bedeutet New Work für Sie?
Astrid Maier: Die Digitalisierung hat in den meisten Unternehmen viele Strukturen und Hierarchien, Denk-muster und Schubladen hinweggefegt – das hat Raum geschaffen. Etwa dafür, dass sich immer mehr Menschen fragen, welchen Sinn und Selbsterfüllung die Arbeit für sie hat. Auch Unternehmen fragen sich, welchen Purpose sie verfolgen. Milton Friedmans Spruch, der „The Business of Business is Business” lautet, wird also gerade grundsätzlich gesellschaftlich in Frage gestellt. Das halte ich für eine sehr erfreuliche Entwicklung, denn Profit und Purpose schließen sich nicht aus.


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