Sandra Bascha, XING
01.03.2019, 07:59 Uhr

„Der Job sollte zum Leben passen und nicht umgekehrt.“

Sandra Bascha ist seit 2018 Corporate Communications Manager Austria bei XING Österreich. Im Interview spricht Bascha über die neue Imagekampagne von XING und das Thema New Work.
Sandra Bascha, Corporate Communications Manager Austria: „Wir entwickeln uns immer mehr von einem reinen sozialen Netzwerk hin zu einem Komplettanbieter für die neue Arbeitswelt. Ein nächster logischer Schritt ist für uns daher die Umbenennung der XING SE in New Work SE.“
(Quelle: Ketchum Publico)
Am 11. Februar hat XING die erste DOOH-Kampagne in Österreich gestartet. Was waren die ausschlaggebenden Gründe für den Launch einer Imagekampagne?
Sandra Bascha: Laut einer aktuellen Studie wünschen sich 56 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher flexible Arbeitszeiten. Das klappt natürlich nur mit dem richtigen Job. Und wenn dieser nicht passt, wird es Zeit einen besseren zu finden.
Mit unserer ersten Imagekampagne in Österreich wollen wir zeigen, dass wir bei XING für New Work stehen, dieses Thema und den Diskurs dazu vorantreiben. Zudem wollen wir mehr Sichtbarkeit für unsere Marke und Botschaften erzeugen. Die Kampagne ist stark lokal ausgerichtet, um unsere Zielgruppe in Österreich effektiv anzusprechen. Der Einsatz von digitalen Kanälen hat sich hier besonders bewährt.
Welche Botschaften soll die Kampagne vermitteln und wen soll sie erreichen?
Sandra Bascha: Die Kernbotschaft unserer Kampagne ist: Eigentlich sollte der Job zum Leben passen und nicht umgekehrt.
Unsere Kampagne soll zeigen, dass der Traum von flexiblen Arbeitszeiten, Chefs auf Augenhöhe, Transparenz und Mitbestimmung mit dem passenden Job realisierbar ist – und das auf eine charmante und humorvolle Art. Arbeit ist nicht nur Mittel zum Zweck, sondern darf sinnvoll sein und auch Spaß machen.
Was zeichnet XING als Social-Recruiting-Plattform aus? Was machen Sie besser als andere Plattformen?
Sandra Bascha: Unser Vorteil: Wir sind die Nummer eins in der DACH-Region und auch in Österreich. Wir haben mehr als 15 Millionen Mitglieder in der DACH-Region, davon mehr als eine Million Mitglieder in Österreich. Diese begleiten wir bei den Umwälzungsprozessen der Arbeitswelt und auch dabei, Arbeit und Leben möglichst harmonisch miteinander zu vereinen.
Das Besondere, zum Beispiel am XING Stellenmarkt ist die Möglichkeit, nach Atmosphäre, Vorgesetztenverhalten, Teilzeitmöglichkeiten und noch vielen anderen Aspekten zu suchen – diese werden für Jobsuchende immer wichtiger. Denn auch das beste Gehalt macht nicht glücklich, wenn man seine Zeit in einem Umfeld verbringt, das nicht zu einem passt, und Dinge tut, in denen der persönliche Sinn fehlt.
Der Arbeitsmarkt funktioniert meist lokal – das bildet auch XING ab: Unsere Mitglieder tauschen sich auf XING in knapp 90.000 Gruppen aus und vernetzen sich persönlich auf den mehr als 130.000 beruflich relevanten Events pro Jahr, wie der New Work Experience oder den New Work Sessions.
Welche weiteren Projekte planen Sie in Zukunft, um die Marke im Umfeld der digitalen Business-Netzwerke zu stärken?
Sandra Bascha: Wir entwickeln uns immer mehr von einem reinen sozialen Netzwerk hin zu einem Komplettanbieter für die neue Arbeitswelt. Ein nächster logischer Schritt ist für uns daher die Umbenennung der XING SE in New Work SE. Dadurch machen wir unsere Überzeugungen zum Unternehmensnamen. New Work wird somit noch viel sichtbarer zur Klammer um all unsere Aktivitäten. Wir sind nämlich mehr als das Netzwerk „XING“.
Wir veranstalten mit der New Work Experience das wohl größte Event zum Thema New Work im deutschsprachigen Raum. Mit unseren kleineren Offline-Events, den New Work Sessions, die auch 2019 wieder in Wien stattfinden, vernetzten wir bewusst lokale Communities.
Darüber hinaus entwickeln wir laufend neue Dienste, die sich an den Trends am Arbeitsmarkt orientieren. Wir machen die Arbeitsbedingungen in Unternehmen transparent und bringen so Jobsuchende gewissermaßen auf Augenhöhe mit Arbeitgebern. So können diese finden, was sie suchen, um im Berufsleben glücklich zu sein. In diesem Sinne werden wir konsequent weitermachen.
Sie sind im Juli 2018 bei XING eingestiegen und waren zuvor bei Vöslauer im Bereich PR und Nachhaltigkeit tätig. Welche Ziele haben Sie sich mit XING gesetzt?
Sandra Bascha: Die Herausforderung, der wir uns prinzipiell stellen müssen, ist vor allem die Wahrnehmung und Sichtbarkeit von XING zu stärken und zu schärfen und den Nutzen und die Möglichkeiten, die wir bieten – online und offline – im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Weg von einem reinen Karrierenetzwerk, hin zu einem Begleiter für die Anforderungen der Arbeitswelt von morgen.
Können Sie in wenigen Worten erklären, wofür XING steht?
Sandra Bascha: Das geht sogar in nur zwei Worten: New Work.
Als Unternehmen haben wir uns schon seit Jahren der Vision einer neuen, besseren Arbeitswelt verschrieben. Das heißt konkret, wir unterstützen mit unseren Produkten und Diensten Berufstätige dabei, von den radikalen Veränderungen der Arbeitswelt zu profitieren und so arbeiten zu können, wie es zu ihren individuellen Lebensentwürfen passt.
Wie viele Mitarbeiter beschäftigt XING derzeit in Österreich und wie viele sind es im gesamten DACH-Raum?
Sandra Bascha: Die XING SE beschäftigt in Summe mehr 1.500 Mitarbeiter an den Standorten Hamburg, München, Wien, Zürich, Barcelona und Porto. In Österreich sind wir inklusive der Töchterfirmen Kununu und Pre-Screen rund 240 Personen.


Das könnte Sie auch interessieren