Hacker-Angriffe 01.04.2020, 12:30 Uhr

Datenschutz bei Videodienst Zoom geprüft

Zoom-User hatten sich bei der US-Bundespolizei FBI beschwert, dass während der Nutzung plötzlich pornografische Inhalte und Hass-Botschaften auf den Bildschirmen aufgetaucht seien. Die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York leitete eine Untersuchung ein.
Die Generalstaatsanwältin James soll das Unternehmen in einem Brief zur Darlegung der Maßnahmen, das es zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer ergreife, aufgefordert haben.
(Quelle: Pixabay )
Die in der weltweiten Coronakrise populär gewordene Online-Plattform Zoom steht im Verdacht, keine ausreichenden Schutzvorkehrungen gegen Hacker-Angriffe getroffen zu haben. Wie ein Behördensprecher mitteilte, leitete die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York, Letitia James, eine Untersuchung zum Datenschutz bei dem kalifornischen Unternehmen ein, berichtet die APA. Zoom-Nutzer hatten sich bei der US-Bundespolizei FBI darüber beschwert, dass während der Videonutzung auf Zoom über die Plattform plötzlich pornografische Inhalte und Hass-Botschaften auf den Bildschirmen aufgetaucht seien.
Nach Angaben des FBI-Büros in Boston wurde auch Online-Schulunterricht über Zoom durch derartige Inhalte gestört. Die Generalstaatsanwältin James soll das Unternehmen in einem Brief zur Darlegung der Maßnahmen, das es zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer ergreife, aufgefordert haben. James arbeite laut dem Sprecher mit dem Unternehmen zusammen, um mögliche Probleme beim Datenschutz zu lösen.
Zoom gab an, den Datenschutz "extrem ernst" zu nehmen. Das Unternehmen arbeite rund um die Uhr mit Krankenhäusern, Universitäten, Schulen und Unternehmen weltweit zusammen, damit sie während der durch das Coronavirus ausgelösten Krise funktionsfähig blieben. Die Zoom-App wird wegen der weltweit geltenden Verordnungen zu Heimarbeit sowie Schließungen von Einrichtungen und Firmen häufig als Plattform für Videokonferenzen genutzt.


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