Sichere Zukunft 25.09.2019, 12:00 Uhr

Plattform Industrie 4.0 präsentiert Cybersecurity-Leitfaden für KMU

Die Expertengruppe „Security und Safety“ der Plattform Industrie 4.0 Österreich entwickelte für Österreichs KMU (Klein- und Mittelunternehmen) einen Leitfaden zum Thema Cybersecurity.
Der Cybersecurity-Leitfaden der Plattform Industrie 4.0 Österreich stellt in acht Kapiteln die wichtigsten Arten von Sicherheitsrisiken vor und bietet Tipps mit konkreten Schutz- und Gegenmaßnahmen.
(Quelle: Pixabay)
Im digitalen Zeitalter gelten Daten als das neue Gold und werden zu einem immer wichtigeren Rückgrat für Unternehmen. Viele Klein- und Mittelunternehmen sind sich der Bedeutung der Cybersecurity für ihre Produktion jedoch noch nicht in vollem Umfang bewusst. Aus diesem Grund hat die Expertengruppe „Security und Safety“ der Plattform Industrie 4.0 Österreich einen Leitfaden zum Thema Cybersecurity entwickelt. Die Initiative wurde 2015 vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gemeinsam mit den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden ins Leben gerufen und entwickelte sich zu einem etablierten Kompetenzträger zum Thema Industrie 4.0. 
"Viele KMU glauben, dass sie aufgrund ihrer Größe keine Cyberangriffe befürchten müssen und sind deshalb oft unzureichend geschützt. Doch gerade das macht sie verwundbar, denn die meisten Attacken erfolgen nicht gezielt, sondern automatisiert, das heißt die Angreifer kennen ihr Ziel nicht. Oft genügen schon ein paar einfache Dinge, um sich dagegen zu wappnen – neben technischen Sicherheitsmaßnahmen sind deshalb auch geschulte Mitarbeiter zentral“, erläutert Wilfried Enzenhofer, Geschäftsführer der Upper Austrian Research. 

Acht Kapitel und eine praxisorientierte Check-Liste 

Der Cybersecurity-Leitfaden stellt in acht Kapiteln die wichtigsten Arten von Sicherheitsrisiken vor und bietet Tipps mit konkreten Schutz- und Gegenmaßnahmen in folgenden Bereichen: Infektion mit Schadsoftware über das Internet oder Intranet, Gefährdung durch Fernwartung und Cloudsecurity. Aber auch Mitarbeiter als Risikofaktor (Schadsoftware im E-Mail-Anhang, Wechseldatenträger) und DoS- und DDos-Angriffe, diese zielen darauf ab, die IT-Infrastruktur eines Unternehmens durch Überlastung zu beeinträchtigen, indem zeitgleich eine hohe Anzahl von Datenpaketen oder Anfragen gesendet wird, werden im Leitfaden behandelt. Zudem widmet sich ein Kapitel den Verletzung des Datenschutzes durch IT-Sicherheitslücken. 
„Cyber Security wird immer mehr zu einem kritischen Faktor für Unternehmen. Als Plattform ist es uns deshalb wichtig, für produzierende KMU, die oft schlicht nicht die Zeit haben, sich eingehend mit der Sicherheitsthematik zu beschäftigen, einen praxisorientierten Leitfaden zur Verfügung zu stellen“, so Kurt Hofstädter, Vorstandsvorsitzender der Plattform Industrie 4.0 Österreich & Leiter Siemens Digital Strategy CEE.
Hier können Sie den vollständigen Leitfaden als PDF herunterladen.



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