Zukunftsforscher 07.05.2021, 10:00 Uhr

Wie wird das Internet im Jahr 2050 sein?

Ein aktueller Bericht von Fasthosts enthüllt, wie das Internet im Jahr 2050 aussehen könnte. Führende Zukunftsforscher beschreiben künftige Trends – von vertiefender Virtual Reality (VR) über Implantat-Chips bis hin zu Green Webhosting.
Bereits in den nächsten fünf bis sieben Jahren werden Digital Agents mehr und mehr den klassischen Kunden-Service ablösen.
(Quelle: Pixabay)
Das Internet ist eine unglaubliche Sache, die die menschliche Existenz in den vergangenen fünf Jahrzehnten verändert und uns jedes Jahr enorme Fortschritte bringt. Aber wie sieht die Zukunft des Internets aus und wie wird sich dies auf unser Leben auswirken? Fasthosts hat sich mit zwei Experten zusammengetan, den führenden Zukunftsforschern Dr. James Bellini und Andrew Gill, um herauszufinden, wie sich das Internet in den nächsten 30 Jahren verändern wird, und um besser zu sehen, wie sich die digitale Landschaft in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird. Immersive VR, Augenimplantate zum Anzeigen unserer sozialen Feeds, Vorhersagealgorithmen und grünes Webhosting sind nur einige der großen Fortschritte, die in den nächsten 30 Jahren erzielt werden müssen.

Soziale Netzwerke: Ein Augenimplantate zum Anzeigen unseres Social Media Feeds

Laut den befragten Experten ist es nur eine Frage der Zeit, bis Verbraucher die Kontrolle über ihre eigenen Daten übernehmen, die von VR-Agenten über persönliche Clouds vermittelt werden. Die nächste Generation von Social Networkern wird von der Beschleunigung der digitalen Innovation betroffen sein, einschließlich der Entwicklung von Hyper-Augmented Reality und Brain-to-Computer-Schnittstellen. Bis 2050 könnten Implantate über unseren Augen platziert werden, um ohne Displays auf unsere digitale Welt zugreifen zu können.

VR und KI: Von Brain-to-Computer-Schnittstellen abgelöst

Virtuelle Realität (VR) und künstliche Intelligenz (KI) ebnen den Weg für ein optimiertes Online-Erlebnis, sei es für E-Commerce, Entertainment oder Unternehmen. Dank der rasanten Entwicklungen könnten User bereits bis 2040 Informationen und Befehle über Gehirnsignale versenden. Bis 2050 wird erwartet, dass Verbraucher Nanobots direkt in das Gehirn "einbauen" lassen können, die das Nervensystem direkt beeinflussen. Auch Gerüche und Geschmäcker sollen über VR erlebbar gemacht werden.

Daten: Virtuelle Clouds ersetzen Hardwaredatenspeicher

Um die Kapazität und Leistungsfähigkeit der Cloud zu erhöhen, soll Green Web Hosting bis 2050 universell eingesetzt werden. Damit werden Unternehmen die Größe ihrer Rechenzentren zugunsten von Cloud-basierter Technologie drastisch reduzieren und ihre Umweltbelastung verringern können.

Design: 3D-Druck ersetzt alte Shopping-Möglichkeiten

3D-Drucker werden an Relevanz gewinnen, denn bis 2040 sollen alle Haushalte Zugang zu einem Gerät haben, welches den Grundstein für die Do It Yourself-Wirtschaft legt.

Security: KI-Entwicklungen könnten auch für Sicherheits-Lücken sorgen

Cyberkriminelle sind nach Naturkatastrophen und Pandemien die drittgrößte Bedrohung für die Menschheit. Extremes Computing bringt zwar unzählige Vorteile mit sich, kann jedoch auch große Bedenken auslösen.

Payment: Eine bargeldlose Gesellschaft

Vor der Wende des nächsten Jahrzehnts wird der vollständige Rückgang des physischen Geldes prognostiziert. 60 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich erwarten bereits bis 2030 eine vollständig bargeldlose Gesellschaft.

Kunden-Service: Algorithmen sagen unsere Bedürfnisse voraus

Persönlicher Kundenservice gehört schon bald der Vergangenheit an. Digitale Berater werden eingesetzt, um Bedenken und Fragen zu beantworten, es sei denn, eine Situation erfordert eine komplexe menschliche Beteiligung. Bereits in den nächsten fünf bis sieben Jahren werden Digital Agents mehr und mehr den klassischen Kunden-Service ablösen. Wenn sich jene Agenten weiterentwickeln, werden sie anfangen, für uns zu denken, unsere Versicherung für uns zu erneuern und Werbebotschaften für uns zu überprüfen.
Das vollständige Interview mit den beiden Zukunftsforschern, Dr. James Bellini und Andrew Gill, finden Sie hier.



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