Digital Business Trends 04.02.2019, 08:00 Uhr

KI: Smarte Produkte und Systeme im Vormarsch

Bei der Veranstaltung der Digital Business Trends (DBT) am 31. Jänner 2019 trafen Expertinnen und Experten zusammen und präsentierten welche Chancen und neue Geschäftsfelder sich mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz ergeben.
Im Bild v.l.n.r.: Friedrich Bleicher (TU Wien), Franz Dornig (IBM Österreich), Wolfgang Lucny (DXC Technology), Judith Pertl (A1 Digital), Peter Gönitzer (Wien Energie).
(Quelle: APA/APA-Fotoservice/Schedl)
Am 31. Jänner 2019 sprachen Expertinnen und Experten bei der Veranstaltung der DBT im Haus der Musik über den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Es wurde aufgezeigt, wie lernfähige Maschinen neue Möglichkeiten schaffen und welche Vorteile diese mit sich bringen. 
„Produkte und Industriesysteme werden mit menschenähnlichen kognitiven Fähigkeiten ausgestattet sein“, prognostizierte Alois Ferscha, Leiter des Instituts für Pervasive Computing an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. KI wird Wahrnehmen, Interpretieren, Verstehen, Lernen, Vorhersagen und entsprechend Handeln können. Dabei kann es sich um selbstregulierende Thermostate oder Schuhe die je nach Krafteinsatz ihr Material verhärten handeln. Die Maschinen nehmen relevante Informationen auf, verarbeiten diese und Handeln dementsprechend, indem sie beispielsweise die richtige Raumtemperatur einstellen. Auch Peter Gönitzer, Geschäftsführer der Wien Energie weist darauf hin, dass sich durch den Einsatz solcher lernfähigen Technologien hohe Energieeinsparungen ergeben können.
So könnten auch Autos, welche mit Spurfolgeassistenten und Abstandmesser ausgestattet sind um autonomes Fahren erweitert werden, erklärte Friedrich Bleicher, Vorstand des Instituts für Fertigungstechnik und Hochleistungslasertechnik an der Technischen Universität (TU) Wien. „Maschinen treffen Entscheidungen in einer Geschwindigkeit, wie es der Mensch kognitiv gar nicht kann“, kommentiert Bleicher. Für die Zukunft braucht es kooperierende Systeme, welche miteinander kommunizieren können.
„Durch die Vernetzung ergeben sich für Unternehmen komplett neue Geschäftsmodelle“, erklärt Judith Pertl von A1 Digital. Dies ist am Trend Richtung Dienstleistung ersichtlich. Das Internet der Dinge (IoT) ermöglicht es Wertschöpfungsketten zu erweitern indem zu den Produkten zusätzlich Dienstleistungen angeboten werden. Ein Beispiel dafür sind Hydrantenhersteller, welche zusätzliche Dienstleistungen für Gemeinden entwickeln. Franz Dornig vom IBM Österreich weist darauf hin, dass ein neuer Zugang notwendig ist um die Innovationen auch umsetzen zu können. Dafür sind umfangreiche Fähigkeiten notwendig, die zwar noch in vielen Unternehmen fehlen, die jedoch mit Partnern aufgebaut werden können. Es ist wichtig über Firmengrenzen hinaus zu denken und sich zu vernetzen. „In diesem Bereich werden wir noch viel an Innovation erleben.“ so Wolfgang Lucny vom IT-Dienstleister DXC Technology.


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